WM 2026: Keine Spiele in Boston? Das sollten Fans jetzt wissen

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Fällt Boston als Spielort der WM 2026 aus?

Die FIFA Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 steht vor ihrem Start (11. Juni – 19. Juli 2026), doch wenige Monate zuvor sorgt eine überraschende Entwicklung für Unruhe: Der Spielort Boston (USA) – geplant als Austragungsort für mehrere WM-Begegnungen – könnte tatsächlich aus dem Gastgeberkreis herausfallen. Grund ist ein massiver finanzieller Engpass bei wichtigen Vorbereitungen.

Was ist passiert? Finanzierungskrise bedroht WM-Spiele in Boston

Im Vorort Foxborough (Massachusetts), wo das renommierte Gillette Stadium als WM-Arena fungieren soll, haben lokale Behörden ein Ultimatum gestellt: Ohne gesicherte Finanzierung bis Mitte März will man die politischen und finanziellen Weichen für die Spiele nicht freigeben. Konkret geht es um rund 7,8 Millionen US-Dollar an Sicherheitskosten, die derzeit unklar finanziert sind – und damit auch darum, ob die Stadt überhaupt die notwendige Lizenz vergeben kann.

Diese Unsicherheit steht im Kontext eines größeren Problems: Bundesmittel in Höhe von bis zu 900 Millionen US-Dollar für Sicherheits- und Organisationsaufgaben sind in den USA eingefroren, was auch andere WM-Spielorte betrifft. Ohne klare Finanzierungszusagen wächst bei Städten und lokalen Organisatoren die Sorge, dass sie für erhebliche Kosten aufkommen müssten, für die sie nicht eingeplant sind.

Welche Spiele der WM 2026 wären betroffen?

Boston sollte eigentlich sieben WM-Partien im Gillette Stadium ausrichten – darunter mehrere Gruppenspiele und womöglich auch K.o.-Rundenbegegnungen. Der Verlust dieses Standorts würde mehrere hunderttausend Fans und internationale Reisende direkt betreffen und den WM-Spielplan deutlich verändern.

Was bedeutet das für Fans mit Tickets?

Für Fans, die bereits Tickets gekauft haben, herrscht verständlicherweise große Unsicherheit. Einige Kernfragen und Antworten:

🔹 Sind meine WM-Tickets für Boston noch gültig?
Solange FIFA und die lokalen Behörden keine offizielle Absage bekanntgeben, bleiben Tickets rechtlich gültig. Eine Streichung einzelner Spiele würde aber einen Ersatz-Plan erfordern – etwa Verlegung der Spiele an andere Austragungsorte oder Rückerstattung.

🔹 Gibt es eine Rückerstattung, falls Spiele verlegt werden?
FIFA hat bislang nicht offiziell zu Rückerstattungsmodalitäten im Fall von Verlegungen Stellung genommen. In der Vergangenheit gab es bei anderen Großevents unterschiedliche Modelle – von vollen Rückerstattungen bis zu Gutschriften für alternative Termine.

🔹 Wie schnell müssen Fans reagieren?
Da das Ultimatum bis 17. März gilt, sollten Ticketbesitzer bis dahin regelmäßig offizielle Mitteilungen von FIFA oder dem lokalen WM-Organisationsteam verfolgen. Vorläufig gilt: Abwarten, aber informiert bleiben.

Boston als WM-Spielort auf der Kippe: Wie geht es jetzt weiter?

Die politischen und administrativen Gespräche in Massachusetts und auf Bundesebene laufen weiter. Gouverneurin und Organisatoren betonen, dass eine Lösung noch möglich sei, solange die Finanzierungsfragen geklärt werden. Doch die Uhr tickt – und für Fans bleibt die Lage spannend und nervenaufreibend.

In jedem Fall zeigt dieser Streit: Selbst große Sport-Giganten wie die WM nicht immun sind gegen politische und finanzielle Herausforderungen. Für viele Fans ist Boston ein emotionaler und logistischer Fixpunkt des Turniers – und gerade deshalb steht viel auf dem Spiel.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.