
Die FIFA sorgt kurz vor der FIFA WM 2026 für Aufsehen – und das gleich in zweifacher Hinsicht: Zum einen hat der Weltverband die Tickets für die WM-Playoffspiele in Mexiko zu überraschend niedrigen Preisen auf den Markt gebracht. Zum anderen ist die Sicherheitslage in Mexiko gerade ein Thema, was viele Fans und Experten beschäftigt.
Preisschock – So günstig waren WM-Tickets selten
Für die entscheidenden Playoff-Partien, die vom 26. bis 31. März 2026 in Guadalajara und Monterrey stattfinden, verlangt die FIFA unglaublich niedrige Preise: Halbfinaltickets kosten rund 200 mexikanische Pesos – umgerechnet etwa 10 Euro / 11 US-Dollar – und auch für die Finalspiele sind die Preise mit 300 Pesos (ca. 15 Euro / 17 US-Dollar) extrem moderat.
Diese Angebote stehen in starkem Kontrast zu den regulären Preisen für die WM-Endrunde im Sommer, bei der offizielle Tickets für Gruppenspiele ab etwa 60 US-Dollar zu haben sind und dynamische Preisgestaltung sowie Wiederverkaufsmarkt oft deutlich höhere Kosten verursachen.
Die niedrigen Preise könnten verschiedene Gründe haben: Sie sollen lokal mehr Zuschauer ins Stadion locken, den Fan-Zugang erleichtern und für positive Atmosphäre bei den wichtigen Qualifikationsspielen sorgen. Zudem antwortet die FIFA damit auf Kritik im Vorfeld der WM, wo teils extrem hohe Ticketpreise für Unmut gesorgt hatten (beispielsweise im Verkauf der Endrunde selbst).
Wer spielt – und warum das alles wichtig ist
Bei den Playoffs geht es um zwei der letzten sechs Startplätze für die WM 2026, die in USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Teams wie Jamaika, Neukaledonien, Bolivien, Suriname, Irak und die DR Kongo kämpfen in diesen Spielen um ihre letzte Chance, sich für das XXL-Turnier zu qualifizieren. Die Partien finden in Stadien statt, die später auch Spiele der WM-Endrunde austragen sollen – was für viele dieser Nationen eine einmalige Geschichte wäre.
Sicherheitslage in Mexiko – angespannt, aber unter Kontrolle?
Parallel zu den Ticketnews gibt es Sorge über die Sicherheitslage in Mexiko, insbesondere rund um Guadalajara. Nach dem Tod eines mächtigen Drogenbosses kam es in der Region zu Unruhen, die sogar zeitweise den Sportbetrieb beeinträchtigten. Einige Spiele in der lokalen Liga mussten verlegt oder verschoben werden.
Trotz dieser Ereignisse versichern mexikanische Behörden und die FIFA, dass Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden und das Risiko für Fußballfans gering sei. In Jalisco wurden Tausende zusätzliche Einsatzkräfte stationiert, und Vertreter der Regierung betonen, dass die Städte gut vorbereitet seien, sowohl für die Playoffs als auch für die späteren WM-Spiele.
Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino hat öffentlich „vollstes Vertrauen“ in Mexiko als WM-Gastgeber bekundet, trotz zeitweiliger Unruhen, und betont, man arbeite eng mit lokalen Behörden zusammen.
Preisrevolution trifft Sicherheitsfragen
Die billigen Playoff-Tickets in Mexiko sind eine echte Überraschung und könnten für eine fröhliche Premiere sorgen – gerade für Fans aus den teilnehmenden Ländern, die sonst bei WM-Tickets oft tief in die Tasche greifen müssen. Gleichzeitig bleibt ein Rest an Unsicherheit, wie Mexiko als Austragungsort gerade wahrgenommen wird, auch wenn die Behörden betonen, dass Sicherheit Priorität habe.
Für viele Fans dürfte der Playoff-Turnierstart daher vor allem eines sein: eine Chance, Fußball hautnah und günstig zu erleben – aber in einem Umfeld, in dem sie sich vorher genau über Sicherheitsvorkehrungen und Reiseplanung informieren sollten.