Sportwetten Psychologische Fallen

Psychologische Fallen bei Sportwetten

 

Viele, selbst erfahrene Sportwettenfreunde können sich die entscheidende Frage nicht beantworten: „Warum lande ich eigentlich grundsätzlich über einen längeren Zeitraum im Minus?“ Eigentlich sollte das Wetten ja nicht so schwer sein. Ein paar Sportergebnisse voraussagen kann doch jeder – eben nicht.

Zuerst sollte sich der Wettfreund der Ausgangslage bewusst werden. Er startet generell in einem faktischen Minus, da der Wettanbieter aufgrund der Buchmachermarge mit einem mathematischen Vorteil ausgestattet ist. Obwohl dieser Pluspunkt mit fünf bis zehn Prozent recht gering ist, gelingt es einfach nicht auf Dauer diesen Rückstand aufzuholen.

Ein Grund hierfür sind die psychologischen Fallen beim Sportwetten, auf welche wir nachfolgend kurz eingehen möchten.

Normalerweise sollte man glauben, dass der Mensch, der eher als „vorsichtiges Tier“ bekannt ist, sehr gut zwischen Nutzen und Risiko abwägen kann. Wäre dies der Fall, würde er die Quoten realistisch einschätzen und seinen faktischen Nachteil gegenüber dem Buchmacher erkennen. Doch selbst das Wissen um eine schlechte Ausgangsposition hält den Sportwetter nicht vom Setzten der Tipps ab. Wie kommt dies? Aus unserer Sicht hat dies vier verschiedene psychologische Gründe.

1.   Unrealistischer Optimismus

shutterstock 215268871„Optimistische Menschen kommen besser durchs Leben“ – aufs Sportwetten trifft die Weisheit nur bedingt zu, denn es entsteht sehr schnell ein unrealistisches Positivdenken. Bestes Beispiel sind die Favoritwetten. Der FC Bayern München oder Real Madrid werden ihre Spiele am Wochenende schon gewinnen – dies ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Denkste, denn hier gilt „es kommt immer anders als man denkt“. Viele Wettfreunde lassen sich von den geringen Wettquoten leiten, in der Annahme, dass der Favorit seine Begegnungen siegreich absolviert. Die Realität zeigt jedoch, dass dies keinesfalls so ist. Nahezu täglich krachen selbst kleinste Wettquoten von 1,1 weg und der Kunde fragt sich danach wie dies nur passieren konnte. Der Fehler liegt auf der Hand. Der Wettfreund hat sich im puren Optimismus nur von den Quotierungen beeinflussen lassen, ohne den Event tatsächlich zu hinterfragen.

Setzt ein Sportwetter seine Tipps permanent auf Favoriten wird er am Ende über einen längeren Vergleichszeitraum zum gleichen Ergebnis kommen wie der Spieler, der ausschließlich auf die Underdogs wettet. Der unrealistische Optimismus lässt sich mit Disziplin und einem seriösen Money Management zweifelsohne eindämmen. Dabei gilt es den eigenen Enthusiasmus gen Null zu fahren und völlig emotionslos die Tipps zu setzen.

2.   Kontrollillusion

Einer Lotterie vertraut kein Zocker. Jeder Mensch weiß, dass es sich hierbei um reines nicht beeinflussbares Glück handelt. Setzt sich jedoch der gleiche Spieler an einem Automaten im Casino, wird ihm bereits durch das selbständige Starten der Spins suggeriert, dass er den Spielablauf entscheidend beeinflusst, obwohl dies in der Realität logischerweise nicht der Fall ist.

Beim Sportwetten ist die Tendenz noch augenscheinlicher. Das eigene Fachwissen, welches zweifelsohne Vorhandensein sollte, gibt dem Kunden das Gefühl, dass er sich auf der „sicheren Seite“ befindet. Werden dann noch bestimmte Strategien, beispielsweise nur auf Unentschieden, gewettet, dann fühlt man sich bereits bei der Tippabgabe als Sieger.

Es gibt einen sehr aufschlussreichen Langzeittest, in dem erfahrene Sportwetter gegen einen Zufallsgenerator angetreten sind. Den Vergleich hat am Ende sogar der Computer gewonnen. Die Tipper lagen ungefähr beim tatsächlichen Auszahlungsschlüssel der Bookies. Der Kontrollillusion lässt sich in der Praxis nur schwer begegnen, denn sie ist ein normaler menschlicher Instinkt.

3.   Ankereffekte

Der Mensch reagiert im Unterbewusstsein auf Zahlen, die sich als „Anker“ im Gehirn einprägen. Einige Sportwettenanbieter nutzen dieses Detail geschickt aus, in dem sie beispielsweise hohe Gewinntickets als Werbung auf der Startseite des Wettportals veröffentlichen. Der User nimmt nun beispielsweise wahr, dass ein Wettfreund mit fünf Euro mehrere tausend Euro gewonnen hat. Selbst wenn der Sportwetter weiß, dass dies nur in seltenen Fällen gelingt, bleiben diese Zahlen im Hinterkopf.

Die negative Folge ist, dass beim Tippen die ohnehin schon riskanten Kombiwetten noch um das eine oder andere vermeintliche sichere Match verlängert werden, nur um ähnliche Gewinne einzufahren. Logischerweise hat man dabei nicht genau die hohe Gewinnsumme des Tickets als Vergleichwert im Kopf, doch der „Anker“ ist bei einem großen Ertrag gesetzt. Nutznießer von diesem unterbewussten Denken ist letztlich nur der Buchmacher.

Sportwettenprofis, die konsequent bei ihrem Money Management bleiben, können den Ankereffekt in der Praxis nahezu ausschließen.

4.   Selektive Wahrnehmung

„Die Welt ist nicht so wie sie scheint“. Zwar sieht jeder Mensch durch die Augen die gleiche Landschaft, doch das Gehirn spielt dann einen „Streich“. Die Bilder werden im Kopf selektiv wahrgenommen. Mit jedem Eindruck wird ein anderes Gefühl verbunden. Aufs Sportwetten übertragen könnte dies beispielsweise heißen, dass der Kunde sich noch ewig an das Unentschieden beim Basketball mit einer Wettquote von 20,0 erinnert und immer wieder diese Variante setzt. Dass er auf der Gegenseite den gleichen Tipp bereits 50mal verloren hat, wird ausgeblendet. Diese verzerrte Wahrnehmung der Realität ist menschlich. Logischerweise erinnert man sich zuerst an die schönen Momente.

Der psychologische Fakt lässt sich jedoch mit einer Wettbuchführung und einer strikten Strategie ebenfalls recht einfach bekämpfen.

 

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