1. FC Magdeburg – Karlsruher SC: Tipp & Prognose (01.03.26)

Der 1. FC Magdeburg steckt tief im Abstiegskampf, nur noch einen Zähler vom Tabellenende entfernt. Sonntag begrüßt die Sander-Elf den Karlsruher SC in der Avnet Arena, der zuletzt seinen Abwärtstrend stoppen konnte und seinem Trainer Christian Eichner so fürs Erste den Job rettete. Sonntag spielt das heimschwächste Team der Liga (Magdeburg) gegen eines der auswärtsschwächsten (Karlsruhe). Welche Wette wählt man da? Wir haben eine Idee.
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01.03.2026 Avnet Arena (Magdeburg) 13:30
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1,67 1X2
4,50 1X2
4,50 1X2
Bester Tipp: Wanitzek (KSC) erzielt ein Tor 3,50
Alfred Hanisch
geprüft von Simon Schneider | 4 Min. Lesezeit

Magdeburg muss Sonntag liefern. Nach zuletzt erneut zwei Niederlagen hintereinander ist das Team von Petrik Sander wieder auf den unteren Relegationsplatz gefallen. Unglücklicherweise ist der Heimvorteil bei den Magdeburgern eher ein Nachteil: Der FCM ist das heimschwächste Team der Liga mit erst zwei Erfolgen im eigenen Stadion, aber schon acht Niederlagen in der Avnet Arena. Der Karlsruher SC, der Sonntag in Magdeburg zu Gast ist, wackelt derzeit allerdings auch. Vergangenen Samstag konnte Christian Eichner seinen Job fürs Erste mit einem Heimsieg über Kiel retten (die Störche entließen daraufhin ihren Trainer), insgesamt sieht die Bilanz der letzten Wochen und Monate aber nicht rosig aus. Der KSC verliert seit November mehrheitlich seine Spiele.

Karlsruhe ist zudem so auswärtsschwach wie Magdeburg heimschwach: Der KSC konnte in der laufenden Saison genauso wenig Auswärtsspiele für sich entscheiden wie Magdeburg Heimspiele: nämlich gerade einmal zwei. Kommenden Sonntag ist in der Avnet Arena um 13:30 Uhr Spielbeginn.

1. FC Magdeburg gegen Karlsruher SC: Der FCM gegen den Heimfluch, der KSC gegen den Abwärtstrend

Magdeburg steht nach den jüngsten Niederlagen wieder auf dem unteren Relegationsplatz. Was die Sache dramatischer macht, ist, dass die Verfolger – es sind ja nur noch zwei – bis auf einen Punkt dran sind (Münster auf Platz 15 und Magdeburg auf Platz 16 mit je 23 Punkten, Dresden und Fürth auf den beiden direkten Abstiegsplätzen mit je 22.

Bei einer Niederlage am Sonntag könnte das Team von Petrik Sander also unter Umständen schon die Rote Laterne von Fürth übernehmen.

1.FC Magdeburg Ausfälle: Samuel Loric, Alexander Ahl Holmström, Luka Hyryläinen, Tarek Chahed (alle verletzt), Magnus Baars, Eldin Dzogovic, Connor Krempicki, Daniel Heber (krank oder nicht fit)

Der KSC muss auch noch aufpassen. Zwar hat die Eichner-Elf auf ihrem neunten Platz mit 30 Punkten noch einen scheinbar komfortablen Vorsprung zu den genannten Kellerkindern, aber so wie sich die Karlsruher seit November kontinuierlich abwärts bewegten, könnte es im Saisonfinale doch nochmal eng werden.

Für Christian Eichner könnte es Sonntag das letzte Spiel auf der KSC-Trainerbank sein, wenn er krachend verliert.

Karlsruher SC Ausfälle: Marcel Franke, Nicolai Rapp, Marcel Beifus, Lilian Egloff (alle verletzt)

1.FC Magdeburg – Karlsruher SC Taktik: Petrik Sander vs. Christian Eichner

Petrik Sander stellt seine Magdeburger meist klassisch in einem 4-3-3 auf, beim Acht-Tore-Spektakel auf Schalke in einem 3-4-3. Sander möchte nicht, dass sich sein Team hinten reinstellt, sondern mutig nach vorne spielt. Das gelingt in Auswärtsspielen besser als in Heimspielen.

Christian Eichner hat gegen Kiel mal etwas Neues versucht, sonst mit einer Vierer-Abwehrkette, einer Doppelsechs, zwei offensiven Außenbahnspielern und einem Sturmduo.

Gegen die Störche liefen die Karlsruher dagegen mit drei Leuten in der Abwehr, aber zwei vorgezogenen Außenverteidigern (Jung und Herold), also im Prinzip einer Fünferkette auf, dann Kwon im Zentrum, etwas eingerückt Burnic und Wanitzek, mit guter Anbindung zu den vorgeschobenen Außenverteidigern, und schließlich die doppelte Sturmspitze Ben Farhat / Simic.

Die Karlsruher hatten gegen Kiel eine gute Abstimmung, ließen den Gästen keinen Raum und gewannen die wichtigen Duelle. Man darf gespannt sein, ob Eichner in Magdeburg eine ähnliche Aufstellung wählt.

1. FC Magdeburg – Karlsruher SC: Der direkte Vergleich (h2h)

Betrachtet man alle zehn Begegnungen zwischen Magdeburg und Karlsruhe, so ergibt sich eine nahezu ausgeglichene Bilanz (vier zu drei Siege für den KSC, drei Unentschieden). In jüngerer Zeit zeigen sich aber doch weit deutlichere Vorteile für die Karlsruher.

Die letzten Ergebnisse im Einzelnen:

  • Karlsruhe – Magdeburg: 1:0 (27.09.2025)
  • Karlsruhe – Magdeburg: 3:1 (22.02.2025)
  • Magdeburg – Karlsruhe: 2:2 (22.09.2024)
  • Karlsruhe – Magdeburg: 7:0 (17.03.2024)
  • Magdeburg – Karlsruhe: 1:1 (07.10.2023)

1. FC Magdeburg vs. Karlsruher SC: Die Wettquoten

Die Wettanbieter setzen hier entschieden auf die Hausherren. Der FCM erhält von ihnen Sieg-Quoten von um 1,65, die Gäste aus Karlsruhe dagegen solche von 4,10 bis 4,50.

Auch die Quoten für das Unentschieden liegen mit 4,20 bis 4,50 deutlich über dem Üblichen. Das heißt die Buchmacher sind der Meinung, dass es der KSC schwer haben wird, beim heimschwächsten Team der Liga auch nur einen Punkt zu holen.

Die Formkurve: 1. FC Magdeburg weiter tief im Abstiegskampf

Magdeburg hat zuletzt wieder zweimal hintereinander verloren, das waren jetzt schon vier Pleiten im neuen Jahr. Viel mehr kann man sich nicht mehr leisten, denn das Tabellenende ist nur noch ein Punkt entfernt. Nach einer Niederlage am Sonntag könnte man schon ganz unten stehen.

Überhaupt nicht nachvollziehbar ist die Gehemmtheit der Magdeburger in den eigenen Heimspielen, man spielt nicht schlecht, kommt zu seinen Chancen, trifft aber zuhause das gegnerische Tor nicht. Torverhältnis aus den drei Heimspielen der Rückrunde: 2:6.

Ganz anders in den Auswärtspartien. Da agiert man viel mutiger, fängt sich zwar mehr als zuhause, aber es klappt auswärts dann plötzlich mit der Chancenverwertung. Torverhältnis aus den drei Auswärtsspielen der Rückrunde: 11:9.

Wenn es gelänge, den Schwung und die Befreitheit aus den Auswärtsspielen auch ins eigene Stadion zu bringen, wäre Magdeburg Sonntag Favorit.

Die Formkurve: Karlsruher SC will nachlegen

Karlsruhe hat nach vier sieglosen Spielen wieder einmal ein Spiel für sich entschieden. Ob das schon die Trendwende war, bleibt abzuwarten, aber gegen Kiel wirkte die Eichner-Elf schon viel entschlossener und energischer als in den Spielen davor.

Obwohl die Gäste aus Kiel am Samstag Ballbesitz-Vorteile hatten, hatten sie gegen die Eichner-Elf nie eine Chance. Der Kieler Ehrentreffer zum 3:1 fiel zu einem Zeitpunkt als das Spiel längst entschieden war.

Jetzt müsste man nachlegen. Zwar war das 3:1 gegen die Störche ein Heimspiel, aber die Karlsruher haben ja in der Rückrunde auch schon ein Auswärtsspiel für sich entscheiden können, gleich das erste des neuen Jahres bei Preußen Münster (2:0).

In der Form vom vergangenen Samstag sollten sie gegen Magdeburg in jedem Fall eine Chance haben.

Wett-Tipp & Prognose: 1. FC Magdeburg – Karlsruher SC (01.03.26)

Es ist wirklich extrem schwer, diese Partie einzuschätzen, weil beide Mannschaften momentan sehr unberechenbar sind. Magdeburg zeigt auswärts immer wieder starke Spiele, daheim spielt man schwach; man kann sich aber nie sicher sein, ob Magdeburgs Heimfluch nicht ausgerechnet am nächsten Spieltag endet.

Karlsruhe auf der anderen Seite spielte in den letzten Wochen und Monaten mehrheitlich schwach, am vergangenen Samstag konnte die Eichner-Elf dagegen hundertprozentig überzeugen.

Auch Wetten auf die Toranzahl sind schwierig, denn beide Teams schießen mal mehr Tore (Magdeburg auch mal fünf in einem Spiel), manchmal aber auch gar keine.

Wir ziehen uns hier deshalb auf einen Tipp auf den Torschützen zurück. Marvin Wanitzek, Karlsruhes bester Torschütze, hat auch in der Rückrunde schon fünfmal getroffen (gegen Kiel zuletzt z. B. zweimal), dreimal davon in Auswärtsspielen.

Wir glauben, dass er auch Sonntag in Magdeburg mindestens einen Treffer zum Ergebnis beisteuern wird und setzen deshalb darauf. Die beste Quote für diesen Tipp: 3.50.

Bester Tipp: Wanitzek (KSC) erzielt ein Tor 3,50 jetzt zu Ivibet
Alfred Hanisch - Wettanalyst – Fußball, US-Sport & Cross-Market
Alfred Hanisch Alfred Hanisch ist Wettanalyst bei Sportwetten24 mit einem marktübergreifenden Ansatz über fünf Sportarten und zwei Zeitzonen. Sein Fundament ist der europäische Fußball, seine zweite Säule der US-Sport: NFL und NBA analysiert er seit einem Auslandssemester an der UNLV in Las Vegas. Dazu kommen Tennis und Eishockey als Märkte mit hoher Quoten-Ineffizienz. Alfred hält einen B.Sc. in Sportökonomie von der Universität Bayreuth und arbeitet von dort aus.