Rebecca Passler privat: Freund, Familie, Doping, Vermögen des Biathlon-Stars

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 4 Min. Lesezeit
Rebecca Passler gehört ohne Zweifel zu den besten Biathletinnen der Welt. Rund um Olympia 2026 geriet die hübsche Italienerin aber wegen eines Doping-Skandals in die Schlagzeilen.

Rebecca Passler gehört ohne Zweifel zu den spannendsten jungen Biathletinnen im internationalen Sport – eine Athletin, die sich mit ihrer Dynamik und ihrem Talent in den letzten Jahren im Weltcup etabliert hat. Doch rund um die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien rückt sie weniger wegen sportlicher Höhepunkte in den Fokus, sondern vielmehr durch einen der skurrilsten Doping-Skandale der jüngeren Biathlon-Geschichte.

Wir beleuchten hier ihr Privatleben, familiären Hintergrund, Beziehung und auch die jüngsten Entwicklungen rund um ihren Olympia-Einsatz.

Frühes Leben und familiärer Hintergrund

Rebecca Passler wurde am 31. August 2001 in Bruneck (Italien) geboren und wuchs im renommierten Biathlonzentrum von Antholz auf. Biathlon ist in ihrer Familie keine unbekannte Sportart: Sie ist Nichte von Johann Passler, der in den 1980er und 1990er Jahren eine der prägenden Figuren des italienischen Biathlons war und unter anderem olympische Medaillen gewann.

Diese familiäre Bindung brachte ihr nicht nur ein sportliches Erbe ein, sondern auch eine frühe Motivation, selbst den Weg auf die Langlauf- und Schießarena zu finden.

Schon in jungen Jahren zeigte Rebecca großes Talent. Über Stationen im Juniorenbereich holte sie mehrere Medaillen bei internationalen Nachwuchswettkämpfen und etablierte sich in der Folge im IBU-Cup und später im Weltcup des Biathlon.

Beziehung und privates Umfeld

Auch abseits der Loipe lebt Passler ein Leben, das oft im Schatten der Öffentlichkeit steht – doch einige Einblicke sind bekannt. Die Athletin ist seit mehreren Jahren mit dem österreichischen Biathleten Dominic Unterweger liiert.

Die Beziehung gilt als stabile Konstante in ihrem Leben und ist inzwischen seit etwa vier Jahren bekannt. Die beiden Profisportler teilen nicht nur die Liebe zum Biathlon, sondern auch das Verständnis für die Belastungen und Herausforderungen des Spitzensports.

Während der Dopingskandal um Rebecca besonders intensiv auch ihren Partner belastete, zeigte er laut Berichten großen Rückhalt für sie – obwohl er selbst bei den Olympischen Spielen 2026 startete und sie vor Ort nicht unterstützen konnte.

Über weitere familiäre Details oder ihr persönliches Umfeld außerhalb des Sports ist wenig öffentlich dokumentiert, wie es bei vielen jungen Athletinnen dieser Leistungsklasse üblich ist: Rebecca hält ihr Privatleben weitgehend aus den Medien heraus.

Karriere, Leistungsstand und Vermögen

Sportlich hat sich Passler kontinuierlich gesteigert. Nach ihrem Weltcup-Debüt 2021 ist sie regelmäßig in den Biathlon-Wettbewerben vertreten und erzielte in der Saison 2025/26 einige ihrer besten Platzierungen, darunter mehrere Top-15-Ränge. Einen Podestplatz im Weltcup erreichte sie auch in Staffelrennen.

Über ihr genaues Vermögen gibt es keine verlässlichen öffentlich zugänglichen Zahlen, wie es häufig bei Sportlern außerhalb der absoluten Weltstars der Fall ist. Als Mitglied des italienischen Wintersportverbands und der Carabinieri-Sportgruppe profitiert sie sicher von Förderverträgen, Sponsoreneinnahmen und Preisgeldern – konkrete Summen bleiben jedoch Spekulation, da keine offiziellen Offenlegungen vorliegen.

Der Doping-Skandal rund um Olympia 2026

Kaum etwas hat Rebecca Passlers Karriere und Leben so geprägt wie der Dopingvorfall kurz vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Anfang Februar wurde sie in einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf die verbotene Substanz Letrozol getestet – ein Antiöstrogen, das eigentlich in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird und auf der Verbotsliste der WADA steht.

Daraufhin verhängte die italienische Anti-Doping-Behörde eine vorläufige Suspendierung, und Passlers Name verschwand aus dem Olympia-Kader der Gastgebernation. Dieser Schock sorgte nicht nur im italienischen Team, sondern auch international für Schlagzeilen.

Nutella-Löffel als Erklärung?

Der Fall nahm eine ungewöhnliche Wendung: Passler argumentierte, dass sie die Substanz nicht absichtlich, sondern durch eine versehentliche Kontamination aufgenommen habe – über einen gemeinsam genutzten Löffel im Haushalt, mit dem ihre Mutter, die Letrozol im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung einnimmt, zuvor Lebensmittel wie Nutella gegessen hatte.

Diese Erklärung nahm ein Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Behörde als plausibel an und hob die Suspendierung auf, sodass sie wieder mit dem Team trainieren durfte.

Doch die turbulente Geschichte fand nicht das versöhnliche Ende, das viele erwartet hatten. Am 17. Februar entschied der italienische Biathlonverband letztlich, dass Passler bei den Olympischen Winterspielen 2026 keinen Einsatz bekommen wird – sie wurde nicht für das Frauenstaffelrennen nominiert, und auch für andere Wettbewerbe qualifizierte sie sich nicht. Damit blieb ihr der ersehnte olympische Auftritt in der Heimat verwehrt.

Diese Entscheidung trifft Rebecca hart: Sie hatte ihre beste Saison in der Weltcup-Karriere hinter sich und wäre bei einem Heim-Olympia eines der Aushängeschilder des italienischen Teams gewesen. Stattdessen bleibt der Dopingfall, auch wenn offiziell keine Absicht nachgewiesen wurde, als Schatten über ihrem sportlichen Höhepunkt hängen.

Fazit: Aufbruch und Rückschlag zugleich

Rebecca Passler steht für eine neue Generation von Biathlon-Talenten: jung, ehrgeizig und technisch versiert. Ihr Privatleben mit Beziehung und familiärem Rückhalt zeigt eine Athletin, die auf dem Boden geblieben ist, während die Welt auf ihre Leistungen blickt. Doch der Dopingfall rund um Olympia 2026 macht deutlich, wie verletzlich Sportkarrieren sein können – selbst wenn Hintergründe ungewöhnlich und komplex sind.

Ob Passler die Energie und Unterstützung findet, um gestärkt aus dieser Episode hervorzugehen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Ihre Geschichte ist mehr als nur ein Ergebnis oder eine Schlagzeile – sie ist ein Kapitel über Vertrauen, Risiko und den schmalen Grat, auf dem Spitzensportler heute stehen.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.