Juristischer Gegenwind für den FC Barcelona, aber nicht in der erwarteten Instanz: Das spanische Nationalgericht hat eine Klage gegen die Vereinsführung um Joan Laporta abgewiesen. Der Grund ist dabei nicht eine inhaltliche Bewertung der Vorwürfe – sondern die Frage, welches Gericht überhaupt zuständig ist.
Geldwäsche-Vorwürfe: Klubmitglied erhebt schwere Anschuldigungen
Auslöser war eine Anzeige des Barça-Mitglieds Isidro Navarro, der Laporta und weitere hochrangige Verantwortliche des Klubs öffentlich schwer belastet haben soll. In seiner Darstellung geht es um ein angeblich komplexes Geflecht von Unternehmen und Strukturen – unter anderem mit Verbindungen nach Zypern, Dubai, Kroatien und Estland. Diese Konstrukte sollen laut Navarro für Transaktionen genutzt worden sein, die er als Geldwäsche einstuft.
Besonders brisant: Navarro forderte das Gericht demnach auch dazu auf, bestimmte Deal-Komplexe genauer zu prüfen – darunter die Vereinbarungen rund um den Verkauf von VIP-Sitzen am Camp Nou sowie die Rolle eines Vermittlers in den Gesprächen mit Nike.
Richter Pedraz weist Klage ab – wegen fehlender Zuständigkeit
Richter Santiago Pedraz wies die Klage nun zurück. Seine Begründung: Der Fall falle nicht in den Aufgabenbereich des Nationalgerichts. Pedraz betonte, dass die mutmaßlichen Vorgänge teils in Spanien, teils im Ausland stattgefunden haben sollen – und solche Konstellationen in der Regel von den zuständigen Gerichten der jeweiligen spanischen Region bearbeitet werden.
Das bedeutet konkret: Navarro kann den Fall weiterhin verfolgen, allerdings nicht vor dem Nationalgericht – sondern müsste den Weg über ein reguläres Gericht in Barcelona gehen.
Was heißt das jetzt für Barcelona?
Für Barça ist das zunächst eine Atempause auf formaler Ebene, aber kein endgültiger Schlussstrich. Die Entscheidung sagt vor allem: falsches Gericht, nicht automatisch falsche Vorwürfe. Sollte Navarro den Fall in Barcelona erneut einreichen, könnte die Angelegenheit den Klub politisch weiter begleiten – gerade in einer Phase, in der wirtschaftliche Projekte und Vertragsverhandlungen ohnehin unter besonderer Beobachtung stehen.
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Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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