Nagelsmanns Machtwort: Musiala fest für WM-Kader eingeplant

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 2 Min. Lesezeit
Bayern Munich's German head coach Julian Nagelsmann gestures during the German first division Bundesliga football match FC Bayern Munich v FC Augsburg in Munich, southern Germany on April 9, 2022. – Bayern Munich won the match 1-0. (Photo by Christof STACHE / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO – DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Debatte um eine mögliche WM-Absage von Jamal Musiala für sich entschieden: Der 23-jährige Offensivspieler des FC Bayern München ist fester Bestandteil seiner WM-Planungen — vorausgesetzt, die Ärzte geben grünes Licht.

„Wenn die Ärzte sagen, dass kein Risiko für seine Gesamtkarriere besteht, dann spricht absolut nichts gegen eine Teilnahme an der WM“, sagte Nagelsmann in der Talk-Reihe „Bestbesetzung“ bei MagentaTV. Eine deutlichere Aussage hätte es kaum geben können.


Der Hintergrund: Komplizierter Beinbruch, zögerliches Comeback

Musiala hatte sich im vergangenen Sommer bei der Club-WM mit dem FC Bayern einen komplizierten Beinbruch zugezogen — ein Rückschlag, der ihn monatelang außer Gefecht setzte. Sein Comeback verlief schrittweise. Die WM-Testländerspiele Ende März — ein 4:3 gegen die Schweiz (mit Florian Wirtz als überragendem Akteur) und ein 2:1 gegen Ghana — musste Musiala wegen Belastungssymptomen verpassen.

Zuletzt kam er beim FC Bayern wieder als Einwechselspieler zum Einsatz, auch beim 4:3-Viertelfinalrückspiel in der Champions League gegen Real Madrid am Mittwochabend. Musiala leistete dabei per Hackentrick die Vorarbeit zum wichtigen 3:3-Ausgleich kurz vor Schluss — ein Signal, dass seine Klasse ungebrochen ist, auch wenn die Dauerbelastung noch nicht wieder erreicht ist.


Die Oliver-Kahn-Debatte — und Musialas eigene Aussage

Auslöser der Diskussion waren Aussagen des früheren Bayern-Torwarts Oliver Kahn, die so interpretiert wurden, als empfehle er Musiala einen WM-Verzicht aus Rücksicht auf seine Karriere. Kahn ruderte später zurück und sprach von verkürzter Darstellung seiner Worte.

Musiala selbst hat keinen Zweifel gelassen: Er will zur WM. Nagelsmann schließt sich dem an. Sollte die Spielpraxis bis zum Turnierstart am 11. Juni noch nicht für einen Stammplatz reichen, sieht der Bundestrainer Musiala in der Joker-Rolle — mit dem Potenzial für wichtige Impulse in entscheidenden Momenten.


Thomas Müller — der Spaßfaktor

Weniger ernst gemeint, aber nicht ohne Charme: Die Spekulationen um ein WM-Comeback von Thomas Müller, der mittlerweile bei den Vancouver Whitecaps in Kanada spielt. Nagelsmann antwortete mit Augenzwinkern: „Er ist immer noch ein sehr, sehr guter Spieler. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er bei der WM spielt, ist eher gering.“ Müller selbst wird die WM 2026 als Experte bei Magenta TV verfolgen — nicht auf dem Platz, aber mit Sicherheit mit Kommentar.


Wett-Einordnung: Was Musialas Rückkehr für DFB-Quoten bedeutet

Ein fitter Musiala verändert die Einschätzung der deutschen WM-Chancen messbar. Deutschland steht aktuell bei ca. 13,00 (Implied Probability: 7,7 %) — als Mitfavorit, nicht als Titelkandidat. Musiala als Startelfspieler oder starker Joker stärkt besonders die Übergangsphasen und das Tempospiel der DFB-Elf. Als Wettargument allein reicht das nicht — aber als Qualitätssignal ist sein Comeback eines der wichtigsten vor dem Turnier.

Von René Müller | Sportwetten24.com

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
Fehler gefunden?
Wir legen höchste Priorität auf aktuelle und fachlich korrekte Informationen. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler nie gänzlich ausgeschlossen werden. Haben Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung? Wir freuen uns über Ihren Hinweis, um unsere Inhalte stetig zu verbessern.
Kontaktieren Sie unsere Redaktion