European Darts Grand Prix 2026 live im TV: Sindelfingen ohne die beiden Lukes

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 3 Min. Lesezeit

Gary Anderson kommt nach Sindelfingen als zweifacher Titelverteidiger. Der Schotte hat im Glaspalast zuletzt zehn Partien in Serie gewonnen, 2024 und 2025 jeweils den Titel geholt — und reist 2026 mit dem klaren Ziel an, seinen dritten consecutiven Titel in Sindelfingen zu sichern. Luke Littler und Luke Humphries fehlen erneut, was Anderson und dem Feld dahinter die Chance öffnet, die bei den letzten deutschen Events nicht da war. Eines der interessantesten Hintergrundthemen: Beim German Darts Grand Prix in München vor zwei Wochen blamierte Niko Springer Michael van Gerwen mit 6:1 — und trifft jetzt in Runde 1 auf Gary Anderson. Deutsche Gegenwart trifft schottische Legende.

European Darts Grand Prix 2026 — alle Infos auf einen Blick

Datum 17.–19. April 2026
Ort Glaspalast Sindelfingen
Teilnehmer 48 Spieler
Preisgeld Sieger £ 35.000
Gesamtpreisgeld £ 230.000
Free-TV Sport1
Pay-TV / Stream DAZN
Kostenloser Stream Pluto TV, livepdc.tv

Rechtelage: DAZN, Sport1 und Pluto TV

DAZN hält die deutschen Übertragungsrechte für alle PDC-Turniere der Saison 2026. Das schließt die komplette European Tour ein — alle 15 Events, von der Nachmittags-Session bis zum Finale. Wer DAZN abonniert hat, verpasst nichts.

Im Free-TV zeigt Sport1 ausgewählte Sessions. Für alle ohne Abo: Pluto TV spiegelt den DAZN-Stream kostenlos. Alternativ bietet livepdc.tv einen internationalen Livestream — dieser ist kostenfrei für Nutzer in Ländern, wo kein lokaler Rechtehaber besteht.


Spielplan Runde für Runde

Tag Uhrzeit Runde
Fr., 17.4. 13:00–17:00 Uhr 1. Runde (Nachmittag)
Fr., 17.4. 19:00–23:00 Uhr 1. Runde (Abend)
Sa., 18.4. 13:00–17:00 Uhr 2. Runde (Nachmittag)
Sa., 18.4. 19:00–23:00 Uhr 2. Runde (Abend)
So., 19.4. 13:00 Uhr Achtelfinale
So., 19.4. 19:00 Uhr Viertelfinale
So., 19.4. ca. 21:00 Uhr Halbfinale
So., 19.4. ca. 22:30 Uhr Finale

Gespielt wird bis zum Viertelfinale im „Best of 11 Legs“-Modus, das Halbfinale geht über „Best of 13″, das Finale über „Best of 15 Legs“.


Die Auslosung: Deutsche Duelle und Top-Partien

Die Top-16 der Weltrangliste steigen erst in Runde 2 ein. In der ersten Runde spielen die übrigen Qualifikanten um die Plätze gegen sie.

Highlights aus der Auslosung (Abend-Session Samstag, Runde 2):

  • Gian van Veen (1) – Sieger Cullen/Kuivenhoven
  • Michael van Gerwen (2) – Sieger O'Connor/Michael Unterbuchner
  • Gary Anderson (9) – Sieger Niko Springer/Robin Masino
  • Martin Schindler (14) – Sieger Heta/Razma
  • Gerwyn Price (6) – Sieger Chisnall/Krivka
  • Nathan Aspinall (13) – Sieger Wright/De Zwaan

Für Anderson könnte es bereits in Runde 2 zum Aufeinandertreffen mit Springer kommen — dem Mann, der MVG in München neutralisierte. Eine pikante Konstellation.


Ausgangslage: Wer kommt mit Form, wer mit Fragezeichen?

Gary Anderson ist der Favorit der Stunde. Er fühlt sich in Sindelfingen offensichtlich wohl und wird erneut ein Wörtchen mitreden. Als dreifacher Titelgewinner in Sindelfingen (2024, 2025) hat er Heimrecht auf Zeit.

Nathan Aspinall reist als Sieger des German Darts Grand Prix in München an — sieben Siege in Folge, der formstärkste Spieler der European Tour in diesem Frühjahr. Er ist das größte Überraschungspaket des Wochenendes.

Gerwyn Price gilt laut Experten als konstantester Spieler im aktuellen Feld. „The Iceman“ zeigt in diesem Feld die konstantesten Leistungen und liefert sowohl auf der Pro Tour als auch in der Premier League regelmäßig hohe Averages.

Gian van Veen und Michael van Gerwen: Beide top-gesetzt, beide in München früh ausgeschieden. Van Gerwen verlor 1:6 gegen Springer, van Veen 2:6 gegen O'Connor. Das war vor zwei Wochen — aber die Fragezeichen sind gesetzt.

Martin Schindler als bester Deutscher: Er ist gesetzt und kommt in Runde 2 ins Turnier. In einer alles andere als überzeugenden Saison bisher bräuchte er Sindelfingen als Wendepunkt.


Wettquoten und Einschätzung

Für den Turniersieg werden keine konkreten Quoten erfunden — aber die Implied-Probability-Logik spricht eine klare Sprache:

Anderson als Titelverteidiger und Spezialist in Sindelfingen dürfte mit einer Quote zwischen 5,0 und 7,0 gehandelt werden — Implied Probability: 14–20 %. Das ist realistisch für einen Spieler, der das Turnier zweimal in Folge gewonnen hat und das Venue offensichtlich liebt.

Aspinall als Formwunder wird höher notiert sein — Quote ca. 8,0–12,0 — aber die aktuelle Form spricht für ihn. Price als Konstanzfaktor und van Gerwen/van Veen als Papier-Favoriten folgen dahinter.

Unsere Haltung: Bei einem Turnier mit 48 Spielern und Best-of-11 bis ins Viertelfinale ist ein einzelner Ausrutscher eliminatorisch. Anderson hat die besten strukturellen Argumente — Heimvorteil auf Zeit, nachgewiesene Turnierstärke in Sindelfingen, aktuell entspannteres Programm als die Premier-League-Stammspieler. Wer Aspinall als Außenseiter auf Halbfinale oder Finale kombiniert, hat einen interessanten Value-Hebel.


Sportwetten können süchtig machen. Kostenlose Hilfe und Beratung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter 0800 1 37 27 00 sowie unter check-dein-spiel.de.

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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