2. Bundesliga Aufstieg 2025/26: Wer steigt in die Bundesliga auf?

Thoralf Müller
| veröffentlicht am: 15.04.26 (aktualisiert: 16.04.26)
geprüft von Simon Schneider | 4 Min. Lesezeit

Wer wird Meister der 2. Bundesliga? Welche Mannschaften schaffen den Aufstieg in die erste Liga? Diese Fragen werden nicht nur von Fans heiß diskutiert – sie bieten auch attraktive Möglichkeiten für Langzeitwetten. Fast alle etablierten Buchmacher haben entsprechende Märkte im Angebot. Wir geben euch alle Informationen zu dieser Wettform, zeigen die besten Quoten und liefern eine ehrliche Prognose für die Saison 2025/2026.

Die 2. Bundesliga gilt als eines der ausgeglichensten Fußball-Unterhaus-Ligen Europas. Auch in dieser Spielzeit hat sich das wieder bewahrheitet: Vier Spieltage vor Saisonende trennen den Tabellenersten und den fünften Platz gerade einmal acht Punkte. Wer jetzt schon sicher weiß, wer aufsteigt, lügt.

Wie viele Mannschaften steigen auf – und wie funktioniert die Relegation?

Nach 34 Spieltagen steigen zwei Vereine direkt in die Bundesliga auf: der Meister sowie der Tabellenzweite der 2. Liga. Der Drittplatzierte darf sich in der Relegation messen – in zwei Duellen gegen den Drittletzten der ersten Liga. Der Sieger dieser Playoff-Duelle holt sich den letzten Bundesliga-Startplatz.

Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis zur Relegation: Statistisch ist der Erstligist im Vorteil. In den vergangenen Jahren hat sich meistens der Bundesligist durchgesetzt – eine Tatsache, die Langzeitwetten auf den Relegationsrang entsprechend einpreisen sollte.

Die Bundesliga-Aufsteiger der vergangenen sieben Jahre

Saison Direktaufsteiger Relegationsaufsteiger
2018/19 1. FC Köln, SC Paderborn Union Berlin
2019/20 Arminia Bielefeld, VfB Stuttgart
2020/21 VfL Bochum, SpVgg Greuther Fürth
2021/22 Werder Bremen, Schalke 04
2022/23 SV Darmstadt 98, Heidenheim
2023/24 Holstein Kiel, FC St. Pauli
2024/25 1. FC Köln, Hamburger SV

Die Saison 2023/24 lieferte eine der größeren Überraschungen der jüngeren Geschichte: Mit Holstein Kiel schaffte ein Klub den Aufstieg, den kaum ein Tipp-Experte weit oben auf dem Zettel hatte. Die 2. Liga bleibt ein Liga, in der Geld allein keine Meisterschaft kauft – aber ohne Budget wird es eben immer schwieriger.

Aktuelle Tabelle & Aufstiegsrennen 2025/26

Stand nach dem 29. Spieltag (Stand: 10. April 2026):

Pl. Verein Pkt. Tendenz
1. Hamburger SV 58 Aufstieg
2. FC St. Pauli 55 Aufstieg
3. Hertha BSC 52 Relegation
4. Schalke 04 ~53 Aufstieg in Reichweite
5. SpVgg Greuther Fürth ~50 Außenseiter

Der Hamburger SV führt die Tabelle an und hat mit nur 22 Gegentoren die beste Defensive der Liga. Für den Verein, der seit 2018 in der 2. Liga spielt, wäre es der erste Bundesliga-Aufstieg seit dem historischen Abstieg 2018 – und die Sehnsucht ist entsprechend groß.

Dahinter zeigt FC St. Pauli – vergangene Saison selbst aufgestiegen und direkt wieder abgestiegen – eine bemerkenswerte Rückkehr. Stürmer Eggestein hat in dieser Spielzeit bereits 14 Saisontore erzielt und ist einer der Schlüsselspieler im Aufstiegsrennen.

Hertha BSC liegt aktuell auf dem Relegationsrang. Die Berliner haben den höchsten Kader-Marktwert der Liga, tun sich aber im Heimbereich schwer: Neun der 14 Heimspiele wurden nicht gewonnen. Auswärts sind sie paradoxerweise die beste Mannschaft der Liga.

Schalke 04 hat nach einer starken Hinrunde (Tabellenführer zur Winterpause, nur 10 Gegentore in der ersten Hälfte) etwas Boden verloren, ist aber weiterhin im Rennen. Die Knappen haben nach 29 Spielen mit 14 Gegentoren insgesamt die wenigsten Treffer aller Zweitligisten kassiert.

Quoten auf den Aufstieg – was ist der echte Wert?

Aktuelle Aufstiegsquoten (Richtwerte, Stand April 2026 – exakte Quoten tagesaktuell auf Sportwetten24.com):

Verein Aufstiegsquote (ca.) Implizite Wahrsch.
Hamburger SV 1,15–1,25 ~80–87 %
FC St. Pauli 1,30–1,50 ~67–77 %
Hertha BSC 2,00–2,50 ~40–50 %
Schalke 04 2,50–3,50 ~29–40 %

Wichtiger Hinweis zur Quoteneinordnung: Bei diesen Quoten ist der Buchmacher-Margin bereits eingepreist. Eine Quote von 1,20 auf den HSV-Aufstieg bedeutet nicht, dass der HSV mit 83 % Wahrscheinlichkeit aufsteigt – der echte Wert liegt nach Abzug der Marge etwas darunter. Langzeitwetten haben in der Regel höhere Margen als Einzelspielwetten, was den Erwartungswert für den Wetter weiter drückt.

Wer jetzt noch auf den HSV-Aufstieg tippt, setzt auf einen Favoriten mit wenig Restquote. Das ist kein Fehler, aber kein Wert mehr. Interessanter könnte Hertha auf Relegation sein – falls man an eine Late-Season-Wende glaubt.

Unsere Prognose zur Saison 2025/26

Vier Spieltage vor Schluss führt der Hamburger SV das Tableau mit drei Punkten Vorsprung an. Die Defensive spricht für sich, der Spielkalender ist handhabbar. Wir gehen davon aus, dass der HSV als Aufsteiger feststeht – die Frage ist nur, ob als Meister oder Zweiter.

Den zweiten direkten Aufstiegsplatz sehen wir bei FC St. Pauli. Die Kiezkicker sind seit Wochen in Form, Eggesteins Tore kommen zur richtigen Zeit.

Hertha BSC wird es schwer haben: Die Heimschwäche ist strukturell, nicht zufällig. Wir erwarten Hertha auf dem Relegationsrang – und trauen dem Bundesligisten in den Playoffs eher den Klassenerhalt zu als Hertha dem Aufstieg. Das Risiko für Hertha-Wetten ist entsprechend hoch.

Schalke bleibt Außenseiter, ist aber nicht abzuschreiben. Wer die Knappen auf einen der ersten drei Plätze tippt, braucht etwas Glück und ein gutes Restprogramm.


Sportwetten können süchtig machen. Kostenlose Hilfe und Beratung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter der Hotline 0800 1 37 27 00 sowie unter check-dein-spiel.de.

Thoralf Müller - Wettanalyst & Senior Editor
Thoralf Müller Thoralf Müller ist Sportjournalist und Analyst bei Sportwetten24, wo er seit über zehn Jahren zur Redaktion gehört. Als Diplom-Kaufmann verbindet er wirtschaftliches Know-how mit 25 Jahren Sportjournalismus. Sein Schwerpunkt liegt auf detaillierten Anbieter-Reviews, Wett-Tipps für Bundesliga, MMA, Tennis und Wintersport sowie Ratgeber-Texten, die Lesern helfen, Quoten, Märkte und Strategien zu verstehen. Er arbeitet von Köln aus.
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