Abschied vom 1. FC Nürnberg: Geht Klose zum FC Augsburg?

Simon Schneider
| veröffentlicht am: 10.02.26 (aktualisiert: 10.02.26)
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Miroslav Klose könnte im Sommer seine erste Station als Chefrainer in der ersten Bundesliga antreten – und zwar beim FC Augsburg.

Rund um den 1. FC Nürnberg und seinen Trainer Miroslav Klose machen derzeit zahlreiche Spekulationen die Runde. Offiziell geben sich die Beteiligten zwar gelassen, doch hinter den Kulissen ist ein deutliches Geraune zu hören. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Weltmeister von 2014 seinen Vertrag beim „Club“ über den Sommer hinaus verlängert – oder ob sich seine Wege mit Nürnberg schon bald trennen.

Kloses aktueller Kontrakt läuft noch bis zum Ende der Saison 2025/2026, eine Verlängerung galt lange als möglich. Der Trainer selbst betonte zuletzt mehrfach, er verspüre „keinen Zeitdruck“ in den Gesprächen und wolle sich auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren. Gleichzeitig wird im Umfeld des Vereins diskutiert, ob die Zusammenarbeit langfristig wirklich fortgesetzt werden kann.

Klose ist spürbar unzufrieden mit dem FCN-Kader

Ein zentraler Punkt ist offenbar Kloses Unzufriedenheit mit den personellen Voraussetzungen. Der ehemalige Weltklassestürmer hatte zuletzt kritisiert, dass es schwierig sei, eine stabile Mannschaft zu formen, wenn sich der Kader ständig verändert.

Zu viele Transfers und Wechsel erschwerten es, eine klare Struktur aufzubauen. Diese Aussagen werden in Nürnberg durchaus als Warnsignal interpretiert – auch wenn der Coach selbst betont, weiterhin ruhig und im Austausch mit den Verantwortlichen zu sein.

Die Zeichen stehen auf Trennung

Gerade diese Mischung aus demonstrativer Gelassenheit und unterschwelliger Kritik sorgt für neue Spekulationen. Beobachter fragen sich, ob ein Trainer, der offen Zweifel an den Rahmenbedingungen äußert, tatsächlich bereit ist, sich langfristig an den Zweitligisten zu binden.

In Vereinskreisen wird laut Berichten sogar darüber gesprochen, dass mehrere Personalien – inklusive Trainer und sportlicher Führung – im Sommer neu bewertet werden könnten.

Hat der FC Augsburg schon ein Auge auf Klose geworfen?

Parallel dazu passt Klose in ein Profil, das bei anderen Klubs Interesse wecken könnte. Der 47-Jährige hat mehrfach durchblicken lassen, dass er perspektivisch auf höchstem Niveau arbeiten möchte. Sein langfristiges Ziel sei es, irgendwann bei einem Topklub oder zumindest in der ersten Liga Verantwortung zu übernehmen. Genau hier kommt der FC Augsburg ins Spiel.

Beim Bundesligisten ist die Trainersituation offen. Nach der Trennung von Sandro Wagner setzt der FCA zwar auf Manuel Baum, doch der frühere Chefcoach ist ausdrücklich nur eine Übergangslösung.

Die Verantwortlichen haben klargestellt, dass Baum lediglich „auf Zeit“ zur Verfügung steht und der Verein für die neue Saison eine dauerhafte Lösung sucht. Auch intern läuft die Suche nach einem langfristigen Cheftrainer bereits seit Monaten.

Eine Entscheidung muss her – und zwar bald

Damit entsteht ein Szenario, das Raum für Gerüchte lässt: Ein ambitionierter Trainer, dessen Vertragsverlängerung ungewiss ist, trifft auf einen Bundesligisten mit offenem Trainerposten. Konkrete Gespräche zwischen Augsburg und Klose sind zwar nicht bestätigt, doch im Fußballgeschäft reichen solche Konstellationen oft aus, um Spekulationen anzuheizen.

Noch ist vieles offen. In Nürnberg wird weiterhin betont, dass die Gespräche laufen und keine Entscheidung gefallen ist. Gleichzeitig ist klar, dass die kommenden Monate richtungsweisend werden. Sollte Klose tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass seine Vorstellungen von Kaderkontinuität und Entwicklung beim Club nicht umzusetzen sind, könnte ein Wechsel im Sommer realistischer werden.

So bleibt vorerst nur festzuhalten: Offiziell ist alles entspannt – zumindest nach außen. Doch hinter den Kulissen wächst das Geraune. Und mit einem Bundesligisten auf Trainersuche sowie einem ehrgeizigen Coach mit großen Zielen ist das nächste Kapitel dieser Personalie noch längst nicht geschrieben.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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