Warum spielt Chukwuemeka plötzlich für Österreich?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Kurios: Carney Chukwuemeka von Borussia Dortmund ist neuer Nationalspieler Österreichs!

Für viele Fußballfans klingt es wie ein kleiner Schock: Carney Chukwuemeka, der hochveranlagte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, steht offenbar vor einer überraschenden Weichenstellung in seiner internationalen Karriere – und zwar für Österreich statt für England.

Der 22-jährige Profi wurde in Eisenstadt, Österreich, als Sohn nigerianischer Eltern geboren, zog aber im frühen Kindesalter nach England, wo er seine fußballerische Ausbildung durchlief und bis heute lebt. Dort machte er zunächst bei Aston Villa auf sich aufmerksam, bevor er über den FC Chelsea 2025 zu Borussia Dortmund wechselte.

Die Geburt in Österreich macht den Weg frei für den BVB-Star

Obwohl Chukwuemeka sportlich lange für englische Jugendnationalteams aktiv war – von der U17 bis zur U20 – wartet er seit einiger Zeit auf weitere Einsätze für die Three Lions.

Gleichzeitig besitzt er durch seine Geburt in Österreich mehrere Staatsbürgerschaften, nämlich die österreichische, englische und über seine Eltern die nigerianische. Genau diese Mehrfach-Eligibility macht den potenziellen Verbandswechsel möglich.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte Chukwuemeka schon im März zum ÖFB-Team stoßen und für Österreich in zwei geplanten Testspielen gegen Ghana und Südkorea auflaufen. Teamchef Ralf Rangnick, der den ÖFB seit 2022 betreut, soll den Mittelfeldmann bereits seit der EURO 2024 umworben haben – und den BVB-Profi nun offenbar überzeugt haben, den nächsten Schritt zu wagen.

Für den ÖFB ist dies ein echter Coup

Dabei ist klar: Die formelle Zustimmung der FIFA steht noch aus. Aufgrund seiner zahlreichen Einsätze für englische Nachwuchsauswahlen muss der Verband den Wechsel offiziell bestätigen, bevor Chukwuemeka für Österreich spielberechtigt ist.

Sollte aber alles reibungslos laufen, wäre es eine große Verstärkung für die Alpenrepublik – nicht nur, weil Chukwuemeka technisch versiert ist, sondern auch wegen seiner Erfahrung auf höchstem Niveau.

Für Österreich zusammen mit BVB-Kumpel Sabitzer

Ein weiterer interessanter Aspekt: Im Mannschafts- und Klubkontext könnte ihm auch ein ehemaliger ÖFB-Profi helfen. Marcel Sabitzer, ebenfalls bei Borussia Dortmund unter Vertrag, soll den Kontakt und die Entscheidung für Österreich erleichtert haben – ein zusätzlicher emotionaler und sportlicher Faktor.

Der mögliche Wechsel ist zugleich ein Beispiel für die modernen Realitäten im internationalen Fußball, in denen Spieler mit mehreren Nationalitäten häufig abwägen müssen, wo sie ihre Zukunft sehen. Für Chukwuemeka wäre ein Schritt zum ÖFB nicht nur eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, sondern auch eine neue Chance, auf der ganz großen Bühne mitzumischen.

Ob es wirklich so weit kommt, hängt jetzt von den kommenden Wochen und der finalen Entscheidung der FIFA ab – ein potenzieller Klassiker eines internationalen Fußball-Dramas.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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