Kommt der Achte der Bundesliga in die Conference League?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Spielt Union Berlin in der nächsten Saison im Europacup? Tabellenplatz acht könnte am Ende der laufenden Spielzeit schon reichen für die Teilnahme an der Conference League.

In der aktuellen Bundesliga-Saison 2025/26 läuft ein spannender Kampf um die europäischen Plätze. Während die Top-Teams um die Champions-League-Ränge streiten, geht es im Mittelfeld um die Entscheidung über die Teilnahme an der Europa League und der UEFA Conference League.

Normalerweise qualifizieren sich die ersten vier Teams für die Champions League, der Fünfte und der DFB-Pokalsieger für die Europa League und der Sechste für die Conference League. Es könnte sich diesmal aber auch alles nach hinten verschieben.

Der Einfluss des DFB-Pokals

Aktuell haben sich im DFB-Pokal vier Bundesliga-Clubs für das Halbfinale qualifiziert: FC Bayern München, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und SC Freiburg. Diese Situation ist entscheidend für den Kampf um die europäischen Plätze, insbesondere für Teams, die derzeit auf den Rängen 7 und 8 stehen oder dahinter liegen.

Sollte einer der Pokalsieger über die Liga ohnehin einen europäischen Startplatz sichern — wie es bei den meisten Favoriten in dieser Saison der Fall zu sein scheint — dann fällt der Europa-League-Platz des Pokalsiegers an die Liga zurück. Das würde bedeuten, dass die Ligaplätze durchrücken: Der Siebte käme in die Conference League statt des Sechsten.

Chancen für Platz 8

Für den aktuell achten Tabellenplatz bedeutet das: Ja, es bleibt theoretisch möglich, dass der Achte am Ende in die Conference League einzieht. Es gibt zwei Hauptszenarien dafür:

  1. Pokalsieger ist bereits über die Liga qualifiziert. Wenn der DFB-Pokalsieger (beispielsweise Bayern oder Leverkusen) am Ende unter den ersten sechs steht, wird der zusätzliche Europa-League-Startplatz an die Liga zurückgegeben. Dann rücken die Plätze 7 und 8 in die europäischen Wettbewerbe nach: Siebter in die Europa League bzw. Conference League und Achter ebenfalls in die Conference League.
  2. Zusätzlicher Champions-League-Platz durch UEFA-Koeffizienten. Ein weiteres Szenario betrifft die UEFA-Ligenwertung: Sollte die Bundesliga einen zusätzlichen Champions-League-Platz erhalten (etwa durch überragende Leistungen deutscher Vereine in europäischen Wettbewerben), würden mehr Plätze für die internationalen Wettbewerbe freigegeben. Auch hier könnte dies dazu führen, dass selbst Platz 8 für die Conference League reicht.

Was muss dafür passieren?

Damit der Tabellenachte am Saisonende tatsächlich in die Conference League einzieht, müssen einige Faktoren zusammenkommen:

  • Der DFB-Pokalsieger muss die Saison über die Liga einen europäischen Platz erreichen, sodass der Pokalplatz in die Liga zurückfällt.
  • Die Teams in den Top-Plätzen dürfen keine Außenseiter-Überraschung im Pokal schaffen, die sonst den Pokalplatz für Europa „blockieren“ würde.
  • Und im idealen Fall für den Tabellenachten könnte die UEFA-Koeffizientenwertung der Bundesliga zusätzliche Startplätze bringen.

Fazit: Vieles ist noch möglich

Kurz gesagt: Es ist möglich, aber nicht sicher, dass der Achte der Bundesliga am Ende der Saison in der UEFA Conference League spielt.

Die Entscheidung hängt stark vom Ausgang des DFB-Pokals und möglichen zusätzlichen Startplätzen durch die UEFA ab. Für Fans und Clubs bedeutet das: Bis zum Saisonende bleibt der Kampf um Rang 8 spannend – und mit einem Schuss Europapokal-Magie versehen.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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