Europa League: Stuttgart trotz Niederlage souverän ins Achtelfinale

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Der VfB Stuttgart steht trotz Niederlage ins Achtelfinale – ein Abend zum Durchatmen.

Am Donnerstagabend hat der VfB Stuttgart trotz einer 0:1-Heimniederlage gegen Celtic Glasgow den Sprung ins Achtelfinale der UEFA Europa League geschafft. Eine Nacht der Kontraste: frühe Rückstände, schwache Chancenverwertung und dennoch das erfreuliche Weiterkommen ins letzte 16-Runde – das sorgte hinter den Kulissen für gemischte Gefühle bei Fans und Verantwortlichen.

TV-Experte Sami Khedira traut den Stuttgartern in der Europa League jetzt den ganz große Wurf zu: „Der VfB ist reif für den Titel.“ Zunächst musste gegen Celtic aber noch ein bisschen harte Arbeit verrichtet werden.

Schlechter Start, aber Vorsprung reicht

Es dauerte keine 30 Sekunden, da lag der VfB schon im Rückstand: Celtic-Offensivmann Luke McCowan traf nach einem blitzschnellen Angriff zur Führung für die Gäste. Dieser frühe Treffer setzte die Schwaben vorzeitig unter Druck, zumal die Stuttgarter in der Folge über weite Strecken offensiv harmlos blieben.

Doch der deutliche 4:1-Erfolg im Hinspiel in Glasgow bot genug Polster, um die schottische Mannschaft auch nach einer enttäuschenden Leistung auszubremsen. So reichte das 0:1 im Rückspiel am Ende für den Einzug ins Achtelfinale mit einem Gesamtergebnis von 4:2.

Chancen und Kritik: Stuttgart oft ideenlos

Nach dem frühen Schock fanden die Schwaben zwar besser ins Spiel und kontrollierten phasenweise das Geschehen, wirklich gefährlich wurden sie jedoch selten. Mehrfach hätte Stuttgart den Ausgleich erzielen können – gleich zwei Tore wurden aberkannt (u. a. durch Abseitsentscheidungen nach VAR-Analysen).

Trainer Sebastian Hoeneß räumte ein, dass die Vorstellung „nicht von allen so war, wie wir uns das gewünscht haben“, betonte aber zugleich, dass das Weiterkommen das primäre Ziel gewesen sei. Für ihn zähle am Ende nur das Erreichen der nächsten Runde, auch wenn die Art und Weise nicht ideal war.

Emotionen nach dem Spiel

Während einige Fans und Experten die Leistung als „glanzlos“ kritisierten, herrschte im VfB-Umfeld Erleichterung über das Erreichte. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth verwies auf die Entwicklung des Klubs in den letzten Jahren und erinnerte daran, dass der Verein vor drei Jahren noch gegen den Abstieg kämpfte – das Achtelfinale in einem europäischen Wettbewerb sei da ein bemerkenswerter Erfolg.

Auch Spieler wie Ermedin Demirović zeigten trotz der enttäuschenden Partie positive Grundstimmung: Der Einzug sei das wichtigste Ergebnis des Abends gewesen – unabhängig vom Spielverlauf.

Blick nach vorn: Auslosung und Termine

Nach dem Weiterkommen steht für den VfB nun die Achtelfinal-Auslosung an, die am kommenden Freitag in Nyon (Schweiz) stattfindet. Mögliche Gegner sind FC Porto oder SC Braga, beide direkte Qualifikanten ohne Zwischenrunde. Die Achtelfinal-Hinspiele sind für den 12. März und die Rückspiele für den 19. März angesetzt.

Fazit: Ein Weiterkommen mit Fragezeichen

Der VfB Stuttgart hat seine europäische Mission fortgesetzt – und das trotz einer eher durchwachsenen Leistung. Die harte Realität im europäischen Wettbewerb ist: Konstanz und Effizienz zählen oft mehr als ein perfektes Spiel. Nach einer bittern Niederlage und zugleich einem historischen Schritt ins Achtelfinale können die Schwaben nun mit gemischten Gefühlen in die nächsten Aufgaben gehen – in der Liga und auf der Kontinentalbühne.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.