
Deniz Undav, der starke Stürmer des VfB Stuttgart, hat sich zuletzt in die Debatte um die Offensive der deutschen Nationalmannschaft eingeschaltet – und dabei klare Worte des Unmuts gefunden. Trotz herausragender Treffer-Quote und einer starken Saison fühlt sich der 29-Jährige bei Diskussionen um die Besetzung der Sturmreihe in der deutschen Nationalmannschaft zu wenig gewürdigt.
Warum Undav derzeit genervt ist
Undav liegt mit 14 Treffern in der Bundesliga beim VfB Stuttgart aktuell auf Platz 2 der deutschen Torjägerliste hinter Harry Kane und hat mit 18 Scorerpunkten in 33 Pflichtspielen insgesamt eine beeindruckende Saison hingelegt.
Trotz dieser Zahlen wird sein Name in der öffentlichen Debatte über die Sturmbesetzung des DFB-Teams – vor der FIFA Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 – nur selten genannt. Das stößt ihm sauer auf: „Ich finde es schade, dass ich mich immer rechtfertigen muss. Ich glaube, ich zeige das auf dem Platz“, sagte er kürzlich bei einem öffentlichen Termin.
Undav beklagt, dass seine Leistung beim VfB Stuttgart nicht ausreichend anerkannt werde und er ständig erklären müsse, warum er gute Leistungen bringe. Das liegt auch an der aktuellen Sturmdiskussion im DFB-Umfeld, in der verschiedene Spieler und Profile als mögliche WM-Angreifer gehandelt werden – mit Undav jedoch oft nur am Rande. Für den Angreifer sei das „nicht nachvollziehbar“, weil seine Statistiken eigentlich für sich sprächen.
Funkstille mit Nagelsmann
Ein weiterer Frustfaktor ist der fehlende Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann: Nach eigenen Angaben gab es seit der Winterpause kein Gespräch zwischen ihm und dem Trainerteam über eine mögliche Nominierung für die kommenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana Ende März.
Gerade weil diese Partien und die anschließende Kaderbestimmung wegweisend für die WM-Auswahl sein könnten, wiegt das für Undav doppelt schwer.
„Es hat seit der Winterpause keinen Austausch mit dem Bundestrainer gegeben“, so der VfB-Stürmer – eine Tatsache, die er offen anspricht und mit einem Schulterzucken hinnimmt. Eine direkte Reaktion aus dem Trainerteam gibt es bislang nicht.
Worum es eigentlich geht
Die Diskussion um die Sturmpositionen im DFB-Team ist aktuell eines der heißesten Themen im deutschen Fußball. Während klassische Nummer-9-Profile wie Nick Woltemade oder etablierte Größen wie Kai Havertz regelmäßig im Gespräch sind, wird Undav eher seltener als Option genannt – obwohl seine Torbilanz für sich spricht.
Genau das kritisiert er: „Ich bin ein guter, klassischer Stürmer, der auch ein guter Zehner sein kann.“ Sein vielseitiges Spiel werde von manchen offenbar falsch gedeutet oder gar nicht wahrgenommen.
Die Reaktionen und Ausblick
Während Fans, Experten und Medien weiter über die optimale Besetzung der Angriffslinien in der DFB-Elf debattieren, steht Undav weiterhin im Wort. Sein Appell: mehr Respekt vor Leistung und Statistik – und weniger endlose Diskussion darüber, ob er überhaupt ein klassischer Mittelstürmer sei.
Gleichzeitig stellt er klar: Seine Argumente liefert er Woche für Woche auf dem Platz – und hofft, dass genau das auch bald im DFB-Trikot wieder Anerkennung findet.
In einem Fußballjahr, in dem die WM 2026 im Sommer alles überstrahlen wird, bleibt Undav damit ein Spieler, dessen Form und Position im Nationalteam noch für Gesprächsstoff sorgen dürfte.