Backhaus-Nachfolger: Verhandelt Braunschweig schon mit Thomas Reis?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Thomas Reis war zuletzt bei Samsunspor in der Türkei tätig, davor trainierte Reis den FC Schalke 04 und den VfL Bochum. Sitzt der Ex-Profi demnächst bei Eintracht Braunschweig auf der Bank?

Nach der Trennung von Trainer Heiner Backhaus beginnt bei Eintracht Braunschweig die Suche nach einem Nachfolger – und dabei taucht ein Name besonders häufig auf: Thomas Reis. Wie man rund um den Verein hört, könnte der 52-jährige Trainer ein heißer Kandidat für den vakanten Posten sein. Dem Klub nahestehende Quellen berichten sogar, dass es bereits erste lose Gespräche gegeben haben soll. Offiziell bestätigt ist das zwar nicht, doch innerhalb des Braunschweiger Umfelds gilt Reis längst nicht mehr nur als bloßes Gerücht.

Die Verantwortlichen suchen einen Trainer, der die Mannschaft sofort stabilisieren kann. Genau dieses Profil bringt Reis mit.

Erfahrung im Abstiegskampf

Reis hat sich in den vergangenen Jahren einen Ruf als emotionaler und kämpferischer Trainer erarbeitet. Besonders seine Zeit beim VfL Bochum machte ihn bundesweit bekannt. Dort führte er den Klub 2021 zum Aufstieg in die Bundesliga und schaffte anschließend sogar den Klassenerhalt.

Seine Teams galten dabei stets als laufstark, aggressiv im Pressing und mental schwer zu schlagen – Eigenschaften, die im Abstiegskampf der 2. Bundesliga besonders gefragt sind.

Auch bei FC Schalke 04 arbeitete Reis unter schwierigen Bedingungen. Zwar konnte er den Abstieg der Königsblauen nicht verhindern, doch viele Beobachter bescheinigten ihm, aus einem sportlich und strukturell angeschlagenen Kader noch das Maximum herausgeholt zu haben.

Erfolgreiches Kapitel in der Türkei

Nach seiner Zeit in Deutschland zog es Reis ins Ausland. Beim türkischen Klub Samsunspor arbeitete er zuletzt ebenfalls erfolgreich.

Dort gelang es ihm, eine Mannschaft zu stabilisieren und mit klaren taktischen Strukturen zu entwickeln. Gerade diese Fähigkeit, in kurzer Zeit Ordnung in ein Team zu bringen, macht ihn für Vereine in Krisensituationen interessant.

Dass Reis aktuell vereinslos ist, könnte für Braunschweig zusätzlich ein Vorteil sein. Er wäre sofort verfügbar und könnte ohne lange Übergangsphase übernehmen.

Ein Trainer, der zur Situation passen würde

Intern scheint genau dieser Aspekt eine Rolle zu spielen. Wie aus Braunschweiger Vereinskreisen zu hören ist, wünschen sich viele Verantwortliche einen Trainer, der den Abstiegskampf aus eigener Erfahrung kennt.

Reis passt in dieses Profil nahezu perfekt. Er kennt die 2. Bundesliga, hat dort bereits erfolgreich gearbeitet und gilt als Coach, der seine Mannschaft emotional erreichen kann. Gerade in einer angespannten Situation kann das entscheidend sein.

Allerdings ist er nicht der einzige Name auf der Liste. Ebenfalls immer wieder genannt wird Thomas Letsch, der zuletzt bei Red Bull Salzburg tätig war. Letsch steht für einen etwas analytischeren Ansatz und gilt ebenfalls als erfahrener Bundesliga-Trainer.

Entscheidung könnte bald fallen

Noch ist offen, welchen Weg Eintracht Braunschweig letztlich einschlagen wird. Doch in den Gesprächen rund um den Verein verdichten sich die Hinweise, dass Thomas Reis ein ernsthafter Kandidat ist.

Ob er tatsächlich der neue Trainer wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Mit seiner Erfahrung, seiner Emotionalität und seiner Verfügbarkeit würde Reis genau in das Profil passen, das Braunschweig aktuell sucht.

Und genau deshalb könnte aus den ersten Gesprächen schon bald mehr werden als nur ein Gerücht.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
Fehler gefunden?
Wir legen höchste Priorität auf aktuelle und fachlich korrekte Informationen. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler nie gänzlich ausgeschlossen werden. Haben Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung? Wir freuen uns über Ihren Hinweis, um unsere Inhalte stetig zu verbessern.
Kontaktieren Sie unsere Redaktion