Nach 17 Minuten raus: Der Alptraum des Antonin Kinsky

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Diesen Moment in Madrid wird Antonin Kinsky (rechts) wohl nie mehr vergessen.

Es war ein Champions-League-Abend, der für Tottenham Hotspur schnell zum Albtraum wurde. Beim Achtelfinal-Hinspiel gegen Atlético Madrid gingen die Londoner mit 2:5 unter – doch das Ergebnis erzählt nur einen Teil der Geschichte.

Besonders die ersten Minuten im Estadio Metropolitano entwickelten sich zu einer regelrechten Katastrophe. Innerhalb kürzester Zeit gerieten die Spurs deutlich ins Hintertreffen. Atlético nutzte eine Reihe von Fehlern eiskalt aus und führte bereits nach einer Viertelstunde mit 3:0.

Spätestens da wurde klar: Dieser Abend würde für Tottenham noch lange nachwirken.

17 Minuten, die alles veränderten

Im Mittelpunkt des Dramas stand Torhüter Antonín Kinský. Der junge Keeper erwischte einen rabenschwarzen Start in sein Champions-League-Spiel.

Schon vor dem ersten Treffer durch Marcos Llorente rutschte Kinský beim Versuch, den Ball zu klären, weg. Kurz darauf profitierte Antoine Griezmann von weiteren Abstimmungsproblemen in der Defensive. Wenige Sekunden später unterlief dem Torhüter ein weiterer schwerer Patzer im Aufbauspiel – Julián Álvarez traf zum nächsten Gegentor.

Nach gerade einmal 17 Minuten zog Trainer Igor Tudor die Reißleine und wechselte seinen Torhüter aus. Für Kinský war der Abend damit bereits beendet.

Solche Szenen sieht man selbst im Weltfußball äußerst selten: Ein Torwart, der nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen einer kompletten Verunsicherung so früh ausgewechselt wird.

Historischer Fehlstart

Die frühen Gegentore hatten historische Dimensionen. Atlético erzielte drei Treffer innerhalb von rund 15 Minuten – so schnell hatte in der K.o.-Phase der Champions League zuvor noch kein Team eine Drei-Tore-Führung herausgespielt.

Tottenham war in dieser Phase völlig überfordert. Fehler reihten sich an Fehler, während Atlético mit beeindruckender Konsequenz zuschlug. Bis zur Pause stand es bereits 4:1, und die Partie war praktisch entschieden.

Spurs zeigen nur kurze Reaktion

Nach dem Torwartwechsel kam mit Guglielmo Vicario zumindest etwas mehr Stabilität ins Spiel. Tottenham gelang durch Pedro Porro und Dominic Solanke immerhin noch Ergebniskosmetik.

Doch wirklich spannend wurde das Spiel nie mehr. Atlético erhöhte zwischenzeitlich sogar noch auf 5:1 und ließ keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend die bessere Mannschaft war.

Ein Abend zum Vergessen

Am Ende blieb für Tottenham ein bitteres Fazit: eine deutliche Niederlage, ein völlig missglückter Auftritt – und ein Torwartdrama, das weltweit für Schlagzeilen sorgt.

Der schnelle Austausch von Antonín Kinský wird noch lange diskutiert werden. Für einen Torhüter ist eine solche Situation mental extrem schwierig. Viele Experten sehen darin sogar einen der härtesten Momente, die ein Spieler in seiner Karriere erleben kann.

Für die Spurs kommt nun noch ein weiteres Problem hinzu: Im Rückspiel in London müssen sie mindestens drei Tore aufholen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Nach diesen 17 verheerenden Minuten in Madrid wirkt das allerdings wie eine fast unmögliche Mission.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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