Biathlon Weltcup Finale Oslo 2026: Zeitplan, Übertragung & Favoriten

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 4 Min. Lesezeit

Am Holmenkollen in Oslo fällt der Vorhang über die Biathlon-Weltcup-Saison 2025/26. Vom 19. bis 22. März werden sechs Rennen ausgetragen – und mit ihnen die letzten offenen Fragen im Kampf um die Kristallkugeln geklärt. Zwei Franzosen haben die Trophäen schon fast sicher. Dennoch liefern die Disziplinwertungen echte Dramatik bis zum letzten Schuss.

Zeitplan & TV-Übertragung – Oslo Biathlon Weltcup 2026

Datum Uhrzeit (MEZ) Rennen Übertragung
Do., 19.03.2026 16:15 Uhr Sprint Frauen, 7,5 km ZDF, Eurosport
Fr., 20.03.2026 16:15 Uhr Sprint Männer, 10 km ZDF, Eurosport
Sa., 21.03.2026 13:45 Uhr Verfolgung Frauen, 10 km ZDF, Eurosport
Sa., 21.03.2026 16:15 Uhr Verfolgung Männer, 12,5 km ZDF, Eurosport
So., 22.03.2026 13:45 Uhr Massenstart Frauen, 12,5 km ZDF, Eurosport
So., 22.03.2026 16:30 Uhr Massenstart Männer, 15 km ZDF, Eurosport

Alle sechs Rennen werden live im ZDF übertragen, parallel dazu auch in der ZDF-Mediathek als kostenloser Livestream. Eurosport zeigt das komplette Programm ebenfalls live und in voller Länge – wer dort ein Abo hat, kann auch via DAZN zuschauen, das den Sender als Sublizenz führt.

Was steht noch auf dem Spiel?

Männer: Perrot holt die große Kugel – aber wer gewinnt die kleinen?

Eric Perrot (FRA) geht mit 1.058 Punkten und einem Vorsprung von 244 Zählern auf Sebastian Samuelsson in das Finale. Da in den verbleibenden drei Rennen maximal noch 270 Punkte zu vergeben sind, kann Perrot den Gesamtweltcup selbst bei einem Totalausfall kaum noch verlieren. Die Champagnerkorken sind im französischen Lager schon gezogen.

Spannend ist dagegen die Sprint-Disziplinwertung: Samuelsson führt knapp vor Giacomel (verletzt, saisonbeendet) und Perrot, doch auch Sturla Holm Laegreid kann mit einem Sieg und einem schwachen Samuelsson-Ergebnis noch die kleine Kugel holen. Der Norweger ist nach drei Weltcup-Siegen in Kontiolahti der formstärkste Athlet des Feldes – und kommt am Holmenkollen in die Heimat.

Philipp Nawrath liegt in der Sprintwertung auf Rang fünf, was nach einem bisher starken Saisonendspurt (3. in Otepää, 8. in der Verfolgung) ein realistisches Ziel ist, das er verteidigen kann.

Frauen: Jeanmonnot krönt sich – drei Kugeln wackeln noch

Lou Jeanmonnot liegt mit 1.009 Punkten und 201 Zählern Vorsprung auf Suvi Minkkinen ebenfalls komfortabel vorne. Die große Kristallkugel geht an die Französin, sobald sie am Donnerstag im Sprint vor Minkkinen ins Ziel kommt.

Richtig offen sind hingegen zwei Disziplinwertungen:

Verfolgung: Minkkinen führt vor dem letzten Rennen der Saison mit nur 20 Punkten vor Jeanmonnot. Wer am Samstag besser abschneidet, holt sich die Kugel – kleiner Puffer, maximale Spannung.

Massenstart: Julia Simon liegt 45 Punkte vor Jeanmonnot. Holt Simon am Sonntag das Podest, ist die Kugel ihre. Verliert sie viel Boden, kann Jeanmonnot noch kontern.

Aus deutschen Augen lohnt sich der Blick auf Janina Hettich-Walz, die in Otepää als Vierte im Sprint ihr bestes Saisonegebnis eingefahren hat, und auf Vanessa Voigt, die nach einer schwierigen Phase wieder zu ihrer Form gefunden hat.

Holmenkollen: Was die Strecke bedeutet

Der Holmenkollen ist kein normales Biathlonstadion. Die Anlage liegt auf 371 Metern Höhe über Oslo und zieht regelmäßig Zuschauermengen an, die in anderen Wintersportorten undenkbar wären. Die Strecken sind anspruchsvoll, das Schießen im Wind oft entscheidend – und der Heimvorteil für das norwegische Team ist real, nicht nur im Kopf.

Laegreid, Christiansen und Dale-Skjevdal starten vor einem brodelnden Heimpublikum, das keinen Sieg unter sich verbuchen konnte. Das erzeugt Druck – aber auch Energie.

Wo läuft der Oslo Biathlon 2026 im Stream?

Wer kein ZDF empfangen kann, findet alle Rennen kostenlos in der ZDF-Mediathek als Livestream. Eurosport-Abonnenten schauen über DAZN (Eurosport ist dort integriert) oder direkt über die Eurosport-App. Eine kostenpflichtige Zusatzoption ist Discovery+, das Eurosport in der Regel ebenfalls einschließt.

Unsere Wettperspektive (Armin Schwarz, Chef-Analyst)

Die Quoten auf Perrot und Jeanmonnot als Gesamtweltcupsieger sind – wenn überhaupt noch buchbar – uninteressant eng. Wer wetten möchte, schaut besser auf Einzelrennen.

Sprint Männer (Fr., 20.3.): Laegreid in der aktuellen Form ist die logische Wahl, aber als Topfavorit entsprechend schlecht bepreist. Interessanter ist ein Podest-Markt: Perrot, Laegreid und Jacquelin haben alle realistische Chancen. Nawrath als Top-10-Wette lohnt sich bei ausreichend hoher Quote eher als reine Siegwette.

Verfolgung Frauen (Sa., 21.3.): Das Duell Minkkinen vs. Jeanmonnot um die Verfolgungskugel ist der emotionale Höhepunkt des Wochenendes. Beide können gewinnen. Wetten auf eine der beiden auf Platz eins oder zwei sind hier realistisch – aber prüft die Implizite Wahrscheinlichkeit der Quote gegenüber der tatsächlichen Siegchance. Bei zwei nahezu gleichwertigen Athletinnen liegt die faire Siegwahrscheinlichkeit für jede bei etwa 35–40 % (der Rest geht ans Feld). Quoten unter 2,50 (Implikation: > 40 %) wären bereits überteuert.

Massenstart Männer (So., 22.3.): Das Saisonfinale gehört traditionell den Nervenstarken. Laegreid hat zuletzt drei Rennen in Folge gewonnen – wer setzt einen Schlussstrich unter eine Saison besser als der aktuell heißlaufende Mann? Dennoch: Heimvorteil hin oder her, Quoten müssen stimmen.

Unsere Einschätzung: Das interessanteste Marktumfeld ist der Verfolgungssamstag – sowohl bei den Frauen (echter Zweikampf um die Kugel) als auch bei den Männern (Laegreid vs. Perrot in einem offenen Rennen). Massenstarts am Sonntag haben erfahrungsgemäß viele Schießfehler und überraschende Sieger. Wer auf Außenseiter setzt, findet hier die bessere Risikostruktur.


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Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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