MotoGP Brasilien 2026: Zeitplan, Übertragung & Favoriten – GP Goiânia

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 4 Min. Lesezeit
MotoGP
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Nach 37 Jahren kehrt die MotoGP nach Goiânia zurück. Der Große Preis von Brasilien im Autódromo Internacional de Goiânia – Ayrton Senna ist der zweite Lauf der Saison 2026 und verspricht Stoff in mehrfacher Hinsicht: eine unbekannte Strecke für alle Fahrer, starke Regenfälle in den Tagen vor dem Rennen – und ein offenes Feld, in dem der amtierende Weltmeister erst auf Rang acht der WM-Wertung liegt.

MotoGP Brasilien 2026: Zeitplan & Startzeiten (MEZ)

Datum Session Startzeit
Fr., 20.03. Moto3 – 1. Freies Training 13:00 Uhr
Fr., 20.03. Moto2 – 1. Freies Training 14:00 Uhr
Fr., 20.03. MotoGP – 1. Freies Training 15:05 Uhr
Fr., 20.03. Moto3 – Training 17:15 Uhr
Fr., 20.03. Moto2 – Training 18:15 Uhr
Fr., 20.03. MotoGP – Training 19:20 Uhr
Sa., 21.03. Moto3 – 2. Freies Training 12:40 Uhr
Sa., 21.03. Moto2 – 2. Freies Training 13:25 Uhr
Sa., 21.03. MotoGP – 2. Freies Training 14:10 Uhr
Sa., 21.03. MotoGP – Qualifying 1 14:50 Uhr
Sa., 21.03. MotoGP – Qualifying 2 15:15 Uhr
Sa., 21.03. Moto3 – Q1 / Q2 16:45 / 17:10 Uhr
Sa., 21.03. Moto2 – Q1 / Q2 17:40 / 18:05 Uhr
Sa., 21.03. MotoGP – Sprint (15 Runden) 19:00 Uhr
So., 22.03. MotoGP – Warm-Up 14:40 Uhr
So., 22.03. Moto3 – Rennen 16:00 Uhr
So., 22.03. Moto2 – Rennen 17:15 Uhr
So., 22.03. MotoGP – Rennen (31 Runden) 19:00 Uhr

Wo läuft der Brasilien GP im TV & Stream?

Deutschland: Das gesamte Wochenende – Trainings, Qualifyings, Sprint und Rennen – überträgt Sky Sport Mix live und exklusiv im Pay-TV. Kommentiert wird von Edgar Mielke und Lukas Gajewski, als Experten sind Florian Alt und Lukas Tulovic dabei. Sky-Kunden können via Sky Go und WOW auch per Livestream zuschauen.

Österreich: ServusTV überträgt alle MotoGP-Rennen der Saison 2026 im Free-TV – auch den Brasilien GP. Der kostenlose Livestream läuft parallel über Servus TV ON.

Die Strecke: Autódromo Internacional de Goiânia – Ayrton Senna

Länge 3,835 km
Runden 31
Rechtskurven / Linkskurven 9 / 5
Charakter Permanente Rennstrecke, seit 1974
Letzter MotoGP-Sieger hier Kevin Schwantz (1989)

Die Strecke existiert seit 1974 und wurde zuletzt umfangreich modernisiert. MotoGP fuhr hier zuletzt 1989 – damals gewann Kevin Schwantz, und das Rennen war noch Saisonfinale mit WM-Entscheidung. 2026 ist es erst der zweite Lauf der Saison.

Das Layout hat eine Besonderheit, die für diese Woche bereits intensiv diskutiert wird: Vom elften bis zum vierten Turn besteht die Außenseite der Strecke nahezu vollständig aus Rechtskurven. Das Verhältnis von 9 Rechts- zu 5 Linkskurven hat dem Kurs den Ruf eines „Anti-Marquez-Kurses“ eingebracht – der Weltmeister gilt als ausgesprochener Linkskurven-Spezialist.

Ein weiterer Faktor: In den Tagen vor dem Wochenende hat es in Goiânia anhaltend stark geregnet. Teile der Strecke standen unter Wasser. Ob das Rennen bei trockenen oder nassen Bedingungen stattfindet, bleibt eine der entscheidenden Unbekannten.

Das Renn-Wochenende hat zudem eine besondere lokale Dimension: Diogo Moreira (LCR Honda) ist der erste brasilianische Fahrer in der MotoGP-Premierklasse seit Alex Barros 2007. Für das Heimpublikum ist sein Start ein emotionaler Moment.

WM-Stand nach Thailand GP (Runde 1)

Fahrer Team Punkte
Pedro Acosta KTM 32
Marco Bezzecchi Aprilia 25
Raúl Fernández Aprilia 23
Marc Marquez Ducati (Gresini) 9
Francesco Bagnaia Ducati 8

Die Ausgangslage nach Runde eins ist ungewohnt: Kein einziger Ducati-Fahrer liegt in den Top-6 der WM-Wertung. KTM und Aprilia dominieren das Klassement nach dem Auftakt in Buriram.

Favoriten & Wettperspektive (Armin Schwarz, Chef-Analyst)

Pedro Acosta (KTM) – WM-Führender mit Momentum

Acosta gewann den Sprint in Thailand, wurde im Rennen Zweiter – und führt die WM mit sieben Punkten Vorsprung auf Bezzecchi an. KTM hat gezeigt, dass die RC16 auch auf schwierigen Strecken mit der Ducati mithalten kann. Acosta auf einem völlig neuen Kurs ohne Erfahrungsvorteile irgendeines Fahrers: Das ist sein bestes Szenario.

Marco Bezzecchi (Aprilia) – Dominanter Saisonauftakt

Bezzecchi gewann in Thailand das Hauptrennen souverän von Start bis Ziel. Aprilia-Wechsel geglückt: Valentino Rossi bezeichnete ihn als aktuell stärksten seiner Akademie-Fahrer. Im Sprint stürzte er aus der Führung – das ist die einzige Einschränkung in seiner bisherigen Bilanz.

Marc Marquez (Ducati/Gresini) – Acht nach Thailand, Motivation maximal

Marquez schied in Thailand mit einem Reifenplatzer aus, während er um das Podest kämpfte – kein Fahrfehler, sondern Materialpech. Im Sprint hatte er Acosta zeitweise unter Kontrolle, bekam aber eine Strafe. Mit neun WM-Punkten und dem Druck eines amtierenden Weltmeisters kommt er nach Brasilien.

Hier liegt der große Haken für Wettende: Die Streckencharakteristik mit 9 Rechtskurven und nur 5 Linkskurven spielt Marquez strukturell weniger in die Hände als andere Layouts. Wer auf ihn setzt, wettet auf eine individuelle Überlegenheit, die die Streckengeographie kompensiert.

Unsere Einschätzung

Der Brasilien GP ist das unberechenbarste Rennen der Saison: neue Strecke, möglicher Regen, neun Rechtskurven, und ein Feld in dem die Top drei der WM-Wertung für drei verschiedene Hersteller fahren.

Die faire Siegwahrscheinlichkeit bei Acosta, Bezzecchi und Marquez liegt nach aktuellem Stand in etwa bei 25–30 % je Fahrer. Quoten unter 3,50 für jeden der drei sind bei dieser Unberechenbarkeit nicht attraktiv. Wer Value sucht, schaut auf Außenseiter-Podium-Märkte: Raúl Fernández liegt in der WM auf Platz drei, ist aber in Siegquoten kaum vertreten – er wäre eine interessante Dreifach-Podest-Komponente, wenn das Rennen nass wird.

Konkrete Empfehlung: Angesichts der potenziellen Regenbedingungen und der Streckenunerfahrenheit aller Fahrer ist ein Fokus auf Sprint-Wetten (Sa., 19:00 Uhr) sinnvoller als ein frühes Commitment auf das Hauptrennen. Im Sprint zeigt sich, wie das Gripniveau und die Balance der Motorräder auf diesem Kurs aussehen – das liefert bessere Infos für eine fundierte Hauptrennen-Wette.


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Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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