
Bei Eintracht Frankfurt brennt wieder der Baum! Kaum ist Trainer Albert Riera ein paar Wochen im Amt, steht er schon massiv unter Druck. Nach der bitteren 1:2-Pleite im Derby beim FSV Mainz 05 brodelt es gewaltig rund um den Deutsche-Bank-Park – und plötzlich macht ein Wort die Runde, das man eigentlich vermeiden wollte: Entlassung.
Muss Riera schon vor dem Saisonende seinen Hut nehmen? Es wäre sicherlich auch das Eingeständnis einer großen Fehleinschätzung von Sportboss Krösche. Unrealistisch ist dieses Szenario aber nicht mehr.
Große Sprüche, kleine Taten
Als Riera im Winter kam, gab er sich als Heilsbringer. Offensiv, mutig, selbstbewusst – so wollte er die Eintracht wiederbeleben. Doch davon ist aktuell wenig zu sehen. Statt Spektakel gibt es Magerkost.
Die Realität: Frankfurt spielt einen erschreckend harmlosen Fußball nach vorne. Kaum Chancen, wenig Tempo, keine Ideen im letzten Drittel. Selbst nach dem 0:0 gegen St. Pauli und der Pleite in Mainz blieb vor allem eines hängen: offensive Ideenlosigkeit.
Und Riera? Der liefert weiter markige Aussagen. Nach dem Mainz-Spiel erklärte er allen Ernstes, ein Sieg wäre „ein Wunder“ gewesen.
Das sorgt intern wie extern für Kopfschütteln.
Kritik wächst – auch intern
Die Geduld scheint schon jetzt begrenzt. Berichten zufolge wächst intern der Zweifel am Spanier – und das nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt. Vor allem sein Auftreten sorgt für Unruhe. Riera kritisiert öffentlich die Qualität seiner Spieler, spricht über fehlende Präzision im letzten Pass – und schiebt die Verantwortung damit indirekt von sich weg.
In der Kabine kommt so etwas selten gut an.
Dazu kommen fragwürdige Entscheidungen: Die Ausbootung von Mario Götze? Für viele Beobachter völlig unverständlich – gerade bei den offensiven Problemen der Eintracht.
Taktik-Wirrwarr statt klarer Plan
Was will Riera eigentlich spielen? Diese Frage stellen sich derzeit viele in Frankfurt. Gegen Mainz wirkte das Team phasenweise planlos, Spieler liefen auf ungewohnten Positionen auf – ein echtes Durcheinander.
Die Folge: Verunsicherung auf dem Platz. Und Frust auf den Rängen. Von der angekündigten Offensiv-DNA ist nichts zu sehen. Stattdessen: Sicherheitsfußball, viele Quer- und Rückpässe, kaum Durchschlagskraft. Laut Kritikern sogar „Schlafwagenfußball ohne Identität“.
Ein vernichtendes Urteil.
Europa rückt in weite Ferne
Sportlich wird die Lage zunehmend brenzlig. Die Niederlage in Mainz war ein herber Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. Die Konkurrenz zieht davon, Frankfurt tritt auf der Stelle. Und die Frage wird lauter: Hat sich die Eintracht mit Riera verzockt?
Dabei war die Hoffnung groß, dass nach der Toppmöller-Ära ein frischer Impuls kommt. Doch aktuell wirkt es eher so, als habe sich die Krise einfach nur verlagert.
Nervenflattern bei der Eintracht?
Noch gibt es keine offizielle Trainerdiskussion. Doch im Umfeld wird sie längst geführt. Zu groß ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Eintracht ist bekannt für emotionale Entscheidungen – die „Diva vom Main“ eben. Und genau deshalb stellt sich jetzt die entscheidende Frage:
Wie lange schaut sich die Führung das noch an?
Riera steht bereits nach wenigen Wochen mit dem Rücken zur Wand. Sollte die Offensive weiter streiken, könnte es ganz schnell gehen. Oder anders gesagt: Die Uhr tickt – und Frankfurt verliert langsam die Nerven.