
Bei Fortuna Düsseldorf brennt es lichterloh. Was als ambitioniertes Projekt Richtung Bundesliga begann, droht in einem sportlichen Desaster zu enden. Die Konsequenz ist nun offenbar unausweichlich: Lars Anfang steht vor dem Aus – oder ist intern bereits Geschichte.
Und die nächste Entscheidung scheint ebenfalls schon gefallen zu sein.
Vom Aufstiegstraum zum Absturzszenario
Die Ausgangslage vor der Saison war klar: Fortuna wollte hoch. Der Kader war entsprechend zusammengestellt, die Erwartungen hoch, das Umfeld optimistisch.
Doch was folgte, war das genaue Gegenteil.
Statt im Aufstiegsrennen mitzuspielen, rutschte Düsseldorf immer tiefer in die Tabelle. Fehlende Konstanz, defensive Anfälligkeit, kaum erkennbare Entwicklung – die Liste der Probleme ist lang. Mittlerweile ist die Situation so prekär, dass nicht mehr über Aufstieg gesprochen wird. Sondern über Abstieg.
Und das wäre für den Verein ein sportlicher Super-GAU.
Der Anfang vom Ende
Dass es für Lars Anfang eng wird, hatte sich seit Wochen angedeutet. Die Ergebnisse stimmten nicht, die Mannschaft wirkte verunsichert, ein klarer Plan war kaum erkennbar. Intern soll die Kritik zuletzt massiv geworden sein. Die Verantwortlichen sahen offenbar keine Entwicklung mehr – weder kurzfristig noch perspektivisch.
Der Schritt zur Trennung ist daher weniger überraschend als vielmehr überfällig.
Ironischerweise markiert der Name Anfang nun tatsächlich das Ende eines gescheiterten Projekts.
Die Lösung steht offenbar schon bereit
Und wie so oft im Fußball geht es schnell. Nach Informationen aus dem Umfeld des Vereins gibt es bereits einen klaren Favoriten für die Nachfolge: Alexander Ende.
Der Trainer, zuletzt bei Preußen Münster tätig, soll unmittelbar übernehmen – eine Entscheidung, die intern offenbar weitgehend durch ist. Ende gilt als akribischer Arbeiter, als jemand, der Struktur in eine Mannschaft bringen kann. Genau das, was Fortuna aktuell fehlt.
Doch die Frage ist: Reicht das?
Rettung in letzter Sekunde?
Die Aufgabe für Ende – sollte er tatsächlich übernehmen – ist brutal. Es geht nicht um Aufbau, nicht um Entwicklung, sondern ums nackte Überleben.
Die Mannschaft muss stabilisiert werden. Schnell. Punkte müssen her. Sofort. Ein Trainerwechsel kann kurzfristig Impulse setzen, keine Frage. Neue Ansprache, neue Energie, vielleicht ein psychologischer Effekt.
Aber die strukturellen Probleme bleiben. Und genau darin liegt das Risiko.
Ein Absturz mit Ansage?
Rückblickend wirkt vieles bei Fortuna wie eine Entwicklung, die sich angekündigt hat. Große Ambitionen, hohe Erwartungen – aber keine nachhaltige Stabilität.
Der Kader scheint nicht so gefestigt, wie es für einen Aufstiegskandidaten nötig gewesen wäre. Die Balance stimmt nicht, die Führung auf dem Platz fehlt. Dass es nun so weit gekommen ist, überrascht daher nur bedingt.
Jetzt geht es ums Überleben
Fortuna Düsseldorf steht an einem Wendepunkt. Der Rauswurf von Lars Anfang ist nur der erste Schritt – die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt. Mit Alexander Ende soll der Umschwung gelingen. Doch die Zeit ist knapp, der Druck enorm, die Lage ernst.
Aus dem Traum vom Aufstieg ist ein Albtraum geworden.
Und wenn Fortuna nicht schnell die Kurve bekommt, droht eine Katastrophe, die weit über diese Saison hinauswirkt.

