WrestleMania 42: Ergebnisse, Highlights und Aktuelle Updates

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 6 Min. Lesezeit

Die erste Nacht von WrestleMania 42 ist Geschichte. Am 18. April 2026 füllten 50.816 Zuschauer das Allegiant Stadium in Las Vegas, John Cena führte im Anzug erstmals seit seinem Ruhestand wieder live durch eine WWE-Show, und die siebenteilige Card servierte drei Titelwechsel, mehrere Comebacks und ein Main Event, das vor allem wegen seines Endes in Erinnerung bleiben wird. Cody Rhodes hat seinen Undisputed WWE Championship gegen Randy Orton verteidigt, aber die Dramaturgie der Show wurde von Pat McAfee, Jelly Roll, Bron Breakker und einer Schwangerschaftsankündigung zersplittert. Ein geordneter Überblick.

Variante 1: Kompakte Ergebnis-Tabelle

# Match Ergebnis Titel / Stipulation
1 LA Knight & The Usos vs. The Vision (Logan Paul, Austin Theory, IShowSpeed) LA Knight & The Usos per Pinfall Six-Man Tag Team Match
2 Jacob Fatu vs. Drew McIntyre Jacob Fatu per Pinfall Unsanctioned Match
3 Fatal 4-Way: Paige & Brie Bella vs. Nia Jax & Lash Legend (c) vs. Charlotte Flair & Alexa Bliss vs. Bayley & Lyra Valkyria Paige & Brie Bella per Pinfall WWE Women's Tag Team Championship (Titelwechsel)
4 Gunther vs. Seth Rollins Gunther per Aufgabe Singles Match
5 Stephanie Vaquer (c) vs. Liv Morgan Liv Morgan per Pinfall Women's World Championship (Titelwechsel)
6 AJ Lee (c) vs. Becky Lynch Becky Lynch per Pinfall Women's Intercontinental Championship (Titelwechsel)
7 Cody Rhodes (c) vs. Randy Orton Cody Rhodes per Pinfall (22:40) Undisputed WWE Championship
  • 🏆 Main Event Cody Rhodes (c) def. Randy Orton Undisputed WWE Championship – 22:40 Minuten
  • 🥇 Titelwechsel des Abends Liv Morgan → Women's World Championship Becky Lynch → Women's Intercontinental Championship Paige & Brie Bella → Women's Tag Team Championship
  • 💥 Weitere Matches Gunther besiegt Seth Rollins (Aufgabe) Jacob Fatu besiegt Drew McIntyre (Unsanctioned Match) LA Knight & The Usos besiegen The Vision
  • 🎤 Besondere Momente Pat McAfee per Stipulation aus dem Wrestling-Geschäft ausgeschieden Paige kehrt nach über acht Jahren zurück Bron Breakker gibt Comeback nach Leistenbruch-OP Bianca Belair verkündet Schwangerschaft

Der Main Event: Cody Rhodes gegen Randy Orton

Der Titelkampf stand seit Wochen unter dem Vorzeichen der Allianz zwischen Randy Orton und Pat McAfee, und WWE hat diese Erwartung bereits vor dem Gong kassiert. McAfee ergriff das Mikrofon und attackierte Rhodes gemeinsam mit Orton noch vor dem eigentlichen Start, woraufhin Jelly Roll am Ring auftauchte und McAfee mit einem Ellbogendrop durch den Kommentatortisch trieb. McAfee wurde per Trage aus der Arena gebracht – das Match konnte unter klareren Bedingungen beginnen als erwartet.

Was folgte, war ein methodischer, teilweise zäher Schlagabtausch, in dem Orton früh Knie- und Rückenbeschwerden andeutete, die Rhodes konsequent attackierte. Rhodes schleuderte den Viper gegen den Ringpfosten, Orton blutete, und der American Nightmare drehte erkennbar in eine aggressivere, teils fragwürdige Charakternote ab. Beide Kontrahenten setzten jeweils den Finisher des Gegners ein: Rhodes landete einen RKO, Orton konterte mit einem Cross Rhodes, ohne dass einer der Versuche für den Sieg reichte.

Die Pointe kam über einen Eye Poke von Rhodes. Geblendet traf Orton den Ringrichter Charles Robinson mit einem RKO, Rhodes folgte mit einem Tiefschlag, und während der offizielle Schiedsrichter am Boden lag, rannte McAfee im Nackenstützkragen und Referee-Shirt zurück zum Ring. Orton setzte zum nächsten RKO an, zählte Rhodes bis zum Two Count an, und als McAfee ihn anwies, den Champion weiter zu attackieren, verpasste Orton seinem eigenen Eckmann den RKO. Diese Sekunde Unaufmerksamkeit nutzte Rhodes für den Cross Rhodes und den Pin nach 22:40 Minuten. McAfee galt per Stipulation mit dieser Aktion als aus dem Wrestling-Geschäft ausgeschieden.

Das eigentliche Schlussbild lieferte aber nicht der Sieger. Als Rhodes feierte, entriss Orton ihm den Titel, schlug ihm das Metall ins Gesicht und setzte den Punt Kick. Die Kamera schloss auf einem stehenden Viper, der den Gürtel eines Meisters hielt, den er nicht gewonnen hatte.

Gunther gegen Seth Rollins und Bron Breakkers Rückkehr

Das in der Qualität ambitionierteste Match des Abends lieferten Gunther und Seth Rollins. Rollins inszenierte seinen Auftritt mit schwarzen Kontaktlinsen, Feuer und Nebel, Gunther kam in gewohnt nüchterner Manier, und die beiden schlugen sich bereits vor dem offiziellen Glockenschlag außerhalb des Rings. Der Kampf wechselte zwischen technischem Grappling und brutalen Schlagabtäuschen, mit einer Powerbomb von Rollins, einer Superplex-Falcon-Arrow-Kombination und einem frühen Boston-Crab-artigen Aufgabegriff von Gunther.

Die entscheidende Wende brachte der überraschend zurückkehrende Bron Breakker, der nach seiner Leistenbruch-Operation erstmals wieder auftrat und Rollins mit einem Spear außerhalb des Rings umlegte. Gunther zog den betäubten Rollins in den Ring, legte den Würgegriff an und erzwang die Aufgabe. Breakker setzte nach dem Match nach, und Paul Heyman stand daneben und ließ das Bild einer neuen Allianz stehen.

Die Damen-Sparte: Drei Titelwechsel und eine lange erwartete Rückkehr

In der Damen-Division wechselten alle drei zur Debatte stehenden Gürtel den Besitzer. Liv Morgan setzte sich gegen Stephanie Vaquer um die Women's World Championship durch, nach einer Einmischung von Raquel Rodriguez, die das Match kippte. Vaquer konnte Rodriguez und Roxanne Perez noch außerhalb des Rings treffen, doch Morgan nutzte das Chaos, stieß Vaquer gegen die Ringtreppe und fixierte sie im Ring mit einem schnellen Pin. Dominik Mysterio feierte im Anschluss mit der neuen Champion.

Becky Lynch holte sich die Women's Intercontinental Championship von AJ Lee, und das im Vorfeld wohl überraschendste Ergebnis der Nacht produzierte das Fatal-4-Way-Match um die WWE Women's Tag Team Championship. Paige kehrte nach über acht Jahren Abwesenheit in einen WWE-Ring zurück, sprang für die verletzte Nikki Bella ein, bildete mit Brie Bella ein Tag Team und holte den entscheidenden Pinfall. Ein Moment, mit dem in dieser Konsequenz kaum jemand gerechnet hatte.

Jacob Fatu, das Eröffnungsmatch und die Bianca-Belair-Überraschung

Das Wochenende begann mit einem Sechs-Mann-Tag-Team-Match, in dem LA Knight und The Usos gegen die Vision-Gruppierung aus Logan Paul, Austin Theory und dem Streamer IShowSpeed antraten. Das Match endete mit einem Sieg der Babyfaces, und Logan Paul drehte im Anschluss gegen seinen eigenen Teamkollegen IShowSpeed, bevor LA Knight und die Usos den Streamer in ein sauber gesetztes Frog-Splash-Bild durch den Kommentatortisch dirigierten.

Jacob Fatu besiegte Drew McIntyre in einem unsanktionierten Match mit deutlicher Härte, inklusive Werkzeugkasten und einem besonders unangenehmen Spot, in dem McIntyre versuchte, Fatu mit einem Schraubenschlüssel ins Auge zu stechen. Fatu holte den Pin und positionierte sich als glaubwürdiger nächster Herausforderer in der Titelhierarchie.

Zwischen den letzten beiden Matches übernahm John Cena das Mikrofon, um die offizielle Zuschauerzahl zu verkünden. Unterbrochen wurde er von Bianca Belair, die nach ihrer Handverletzung bei WrestleMania 41 erstmals wieder live in einer WWE-Arena auftrat. Belair verkündete ihre Schwangerschaft mit Ehemann und WWE-Superstar Montez Ford – und sorgte damit für den emotionalsten Moment der Nacht, der den Pacing-Schwächen der Show kurz das Gewicht nahm.

Wo Night 1 überzeugt und wo sie strauchelt

Die sportlich stärkste Arbeit lieferten Gunther und Rollins, das menschlich stärkste Bild gehörte Belair und Paige, die emotional dichteste Entwicklung zog sich durch die Rhodes-Orton-Geschichte. Trotzdem blieb die Show hinter dem eigenen Potenzial zurück. Mehrere Matches wurden auffällig kurz gehalten, besonders in der Damensparte, und die aufgeblasenen Entrances – allen voran die Batman-artige Karriereretrospektive von Cody Rhodes und der Orton-Einzug – verbrauchten mehr Bildschirmzeit als manches Match dauerte. Die Einbindung von McAfee vor dem Main Event war dramaturgisch nachvollziehbar, aber sein zweiter Auftritt als Ersatz-Schiedsrichter zog die Schlussphase in eine Chaos-Inszenierung, die Rhodes und Orton als Wrestler eher im Weg stand.

Was Night 2 jetzt liefern muss

Die zweite Nacht steht bereits fest in ihrer Schlagrichtung. Oba Femi trifft auf Brock Lesnar, CM Punk gegen Roman Reigns geht um die World Heavyweight Championship, und nach dem Cliffhanger zwischen Rhodes und Orton steht WWE vor der Aufgabe, die Charakterverschiebung des American Nightmare nicht nur zu behaupten, sondern zu erklären. Mit Breakkers Rückkehr, Paiges Wiederauferstehung, einer neu definierten Liv Morgan und einem Orton, der am Samstag mit dem Gürtel eines anderen Mannes aus der Arena gegangen ist, hat Night 1 jedenfalls genug lose Enden hinterlassen, um die Sonntagsshow mit Dringlichkeit zu versorgen.

Quellen:

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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