Warum das Kane-Tor ganz wichtig für die Bundesliga war

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Die Bayern sind raus, aber der späte Ausgleich von Harry Kane gegen PSG könnte für die Bundesliga noch ganz wichtig werden

Für den FC Bayern war Harry Kanes spätes Tor gegen Paris Saint-Germain letztlich wertlos. Das 1:1 im Rückspiel reichte nicht, um das Champions-League-Aus noch abzuwenden. Doch für die Bundesliga könnte genau dieser Treffer am Ende trotzdem enorm wichtig werden.

Denn Kanes Last-Minute-Ausgleich hält Deutschlands Chancen auf einen zusätzlichen Startplatz in der Königsklasse am Leben.

Kane verhindert die komplette Katastrophe

Bis zur Nachspielzeit sah es für den deutschen Fußball düster aus. Bayern lag gegen PSG zurück, eine Niederlage hätte nicht nur das Aus im Halbfinale bedeutet – sondern auch einen weiteren Rückschlag im UEFA-Ranking.

Dann traf Harry Kane in der 90.+4 Minute zum 1:1. Sportlich änderte das nichts mehr am Ausscheiden der Münchner, doch für die Wertung der Bundesliga war das Remis extrem wertvoll.

Der Grund: Jeder Punkt zählt im Kampf um die zusätzlichen Champions-League-Plätze.

Kampf mit Spanien um den Extra-Platz in der Königsklasse

Die Bundesliga befindet sich aktuell in einem engen Rennen mit der spanischen La Liga um einen zusätzlichen Startplatz für die Champions League 2026/27.

Durch das Remis gegen PSG sammelte Deutschland noch einmal wichtige Punkte im UEFA-Koeffizientenranking. Spanien liegt derzeit zwar weiterhin knapp vorne, doch der Abstand ist überschaubar.

Ohne Kanes Ausgleich wäre der Rückstand größer geworden – und die Chancen der Bundesliga deutlich gesunken.

Jetzt ruht die Hoffnung auf Freiburg

Nach dem Bayern-Aus liegt der Fokus nun auf dem SC Freiburg. Die Breisgauer kämpfen in der Europa League weiter um den Finaleinzug und könnten entscheidende Punkte für Deutschland sammeln.

Sollte Freiburg das Finale erreichen und gleichzeitig spanische Teams scheitern, könnte die Bundesliga tatsächlich noch den begehrten Extra-Platz sichern.

Das macht Kanes spätes Tor plötzlich viel bedeutender, als es im ersten Moment wirkte.

Im Idealfall sogar sechs deutsche Teams in der Champions League

Besonders spannend: Im Extremfall könnte Deutschland kommende Saison sogar mit sechs Teams in der Champions League vertreten sein.

Das Szenario:

  • zusätzlicher UEFA-Startplatz über das Ranking
  • plus ein möglicher Europa-League-Sieg des SC Freiburg

Dann würde die Bundesliga historisch stark vertreten sein.

Genau deshalb war das 1:1 gegen PSG weit mehr als nur Ergebniskosmetik.

Ein Tor mit Millionenwert?

Die Bedeutung zusätzlicher Champions-League-Plätze ist riesig. Jeder weitere Startplatz bringt:

  • höhere TV-Einnahmen
  • mehr internationale Aufmerksamkeit
  • zusätzliche Prämien für die Liga und die Klubs

Gerade für Vereine im oberen Bundesliga-Mittelfeld kann ein weiterer Königsklassen-Platz finanzielle Auswirkungen in dreistelliger Millionenhöhe haben.

Deshalb werden auch scheinbar bedeutungslose Tore plötzlich enorm relevant.

Bitter für Bayern – wichtig für Deutschland

Für den FC Bayern selbst bleibt der Abend trotzdem enttäuschend. Das Triple ist endgültig verspielt, die Münchner scheiterten trotz spätem Ausgleich an PSG.

Doch während in München die Enttäuschung überwog, dürfte man an anderer Stelle im deutschen Fußball genauer hingeschaut haben. Denn Harry Kane hat möglicherweise nicht den FC Bayern gerettet – aber vielleicht die Bundesliga.

Fazit: Ein Treffer mit Folgen für die Bundesliga?

Das Tor zum 1:1 gegen PSG war für Bayern sportlich zu spät. Für die Bundesliga könnte es jedoch noch enorme Auswirkungen haben.

Im engen Rennen mit Spanien um einen zusätzlichen Champions-League-Platz zählt jeder Punkt – und genau diesen Punkt sicherte Kane in letzter Sekunde. Jetzt liegt es vor allem am SC Freiburg, ob aus Kanes spätem Treffer tatsächlich ein entscheidender Moment für den deutschen Fußball wird.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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