Der SC Paderborn lässt im Saisonfinale en masse Punkte liegen und ist so einen Spieltag vor Saisonende aus den Aufstiegsrängen gefallen, wenn auch weiter mit engster Tuchfühlung. Am Schlusstag muss man gewinnen und hoffen, dass die beiden verbliebenen Konkurrenten um die letzten Aufstiegsplätze es nicht tun. Der SV Darmstadt, bei dem man Sonntag zu Gast ist, war lange seinerseits Aufstiegskandidat sowie heimstärkstes Team der Liga. Die Lilien haben aber ihrerseits so ein paar Probleme. Anfangs war es nur die Auswärtsschwäche, seit März gewinnt man auch zuhause nicht mehr. Den letzten Sieg feierte das Team von Florian Kohfeldt am 25. Spieltag.
Die Kohfeldt-Elf kam Sonntag beim Tabellenschlusslicht Münster nicht über ein 1:1 hinaus, damit Münsters Abstieg besiegelnd; die Woche davor verlor man in Karlsruhe mit 1:2.
Paderborn erzielte vergangenen Freitag im eigenen Stadion gegen den KSC nur ein 2:2, die Woche davor gab es die krachende 1:5-Niederlage beim direkten Konkurrenten Elversberg.
Sonntag geht es in Darmstadt um 15:30 Uhr los.
SV Darmstadt gegen SC Paderborn: Duell der Formschwachen
Für den Tabellenfünften Darmstadt (52 Punkte) geht es am Schlusstag um nichts mehr. Für den Vierten Paderborn geht es noch um den Aufstieg. Spitzenreiter Schalke ist als feststehender Meister bereits aufgestiegen, auf den Plätzen folgen in der Reihenfolge Elversberg, Hannover und Paderborn mit je 59 Punkten (Tordifferenzen: 22 für die SVE, 16 für die 96er, 12 für den SCP).
Paderborn hat also noch den letzten direkten Aufstiegsplatz und als Trostpreis eventuell den Relegationsplatz im Blick. Rein theoretisch würde man mit einem Punktgewinn direkt aufsteigen, wenn beide Konkurrenten verlieren, – darauf sollte man sich besser nicht verlassen.
Ein Sieg in Darmstadt würde auch dann nicht reichen, wenn sowohl Elversberg als auch Hannover ihre Spiele gewännen (die SVE gegen Münster, Hannover gegen Nürnberg). Einzig klar ist: Bei einer Niederlage wäre man raus.
SV Darmstadt Ausfälle: Luca Marseiler, Fabian Nürnberger, Merveille Papela (alle verletzt)
SC Paderborn Ausfälle: Marcel Hoffmeier, Anton Bauerle, Raphael Obermair (alle verletzt)
SV Darmstadt – SC Paderborn Taktik: Florian Kohfeldt gegen Ralf Kettemann
Der SV Darmstadt glänzte vor allem im eigenen Stadion über weite Strecken der Saison mit einer schwer zu begegnenden Offensivstärke, die Kohfeldt-Elf setzte den Gegner durchgängig unter Druck und ließ ihn so kaum ins Spiel kommen. Lidberg (17 Saisontore) und Hornby (11) zählen zu den besten Schützen der Liga. In den letzten Spielen wirkten die Lilien aber nicht ganz so druckvoll.
Der SC Paderborn bot über weite Strecken der Saison eine hohe Kompaktheit und Intensität auf. Wie Darmstadt zählt Paderborn zu den offensivstärkeren Teams der Liga (Beide wie Hannover mit 57 Saisontoren, nur Elversberg steht mit 61 Saisontreffern besser da).
In den letzten Begegnungen zeigten sich aber auffällige Brüche. Die Kettemann-Elf verlor phasenweise komplett die Ordnung und kassierte in kurzer Folge mehrere Gegentore. Gewinnen wird Sonntag, wer zu seiner alten Form findet.
SV Darmstadt – SC Paderborn: Der direkte Vergleich (h2h)
Der SV Darmstadt gewann sechs von insgesamt elf Begegnungen mit dem SC Paderborn, vier Partien konnte der SCP für sich entscheiden, zuletzt teilte man sich einmal die Punkte.
Die jüngsten Ergebnisse im Einzelnen:
- Paderborn – Darmstadt: 2:2 (19.12.2025)
- Darmstadt – Paderborn: 0:1 (26.01.2025)
- Paderborn – Darmstadt: 3:1 (11.08.2024)
- Darmstadt – Paderborn: 2:1 (09.04.2023)
- Paderborn – Darmstadt: 1:2 (30.09.2022)
SV Darmstadt vs. SC Paderborn: Die Wettquoten
Der SV Darmstadt geht als Underdog in sein letztes Heimspiel. Während für die Gäste aus Paderborn Quoten von um 1,90 gebucht werden, erhalten die Lilien Heimsieg-Quoten von zwischen 3,20 und 3,30.
Auch die Quoten für das Remis liegen mit 4,10 bis 4,25 eher am oberen Ende des Üblichen.
Die Formkurve: SV Darmstadt zuletzt formschwach, vor allem auswärts
Der SV Darmstadt war lange das heimstärkste Team der Liga, den Rang hat den Lilien mittlerweile der FC Schalke abgelaufen, nachdem die Kohfeldt-Elf auch am Böllenfalltor eine Niederlage kassierte (gegen Hannover am 29. Spieltag) und auch sonst hier zuletzt reichlich Punkte liegen ließ.
Die Mannschaft scheint am Ende einer langen Saison überhaupt am Ende der Kräfte zu sein; es häufen sich Ausfälle wegen muskulärer Verletzungen.
Dennoch: Darmstadt ist nach wie vor heimstark. In der Rückrunde konnte man die ersten vier Heimspiele in Serie für sich entscheiden, dann folgte am Böllenfalltor ein standesgemäßes 1:1 gegen Tabellenführer Schalke, anschließend die 0:2-Niederlage gegen Hannover, im letzten Heimspiel am 31. Spieltag dann ein starker Auftritt gegen die SV Elversberg (3:3).
Sonntag, im letzten Heimspiel der Saison, wird man sich von den Fans sicher noch einmal mit einer starken Leistung verabschieden wollen.
Die Formkurve: SC Paderborn zuletzt mit ungewohnten Schwächen
Der SC Paderborn droht sich zum Ende der Saison um alle Aufstiegschancen zu bringen. Noch am 29. Spieltag stand das Team von Ralf Kettemann auf Platz 2, mit nur einem Zähler hinter Schalke und vieren vor dem nächsten Verfolger.
Dann folgten das Remis beim direkten Konkurrenten Hannover (1:1), die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Schalke und Elversberg (2:3 und 1:5). Auch zuletzt ließ man nochmal zwei Punkte gegen Karlsruhe liegen (2:2).
Vor allem gegen Elversberg bekam man am 32. Spieltag fast gar keinen Stich, schon zur Pause stand es 4:0 für die Gastgeber. Gegen Karlsruhe ging man erst in Führung, schien die knappe Führung gut verwaltend über die Runden zu bringen und kassierte dann im zweiten Durchgang in kurzer Folge (75. und 79.) zwei Gegentreffer. Der spätere Ausgleich rettete wenigstens den einen Punkt.
Paderborn zeigt zuletzt ungewohnte Schwächen: In kritischen Situationen verliert die Mannschaft schnell die Ordnung; bis man sie wiedergefunden hat, liegt man zurück.
Wett-Tipp & Prognose: SV Darmstadt – SC Paderborn (17.05.26)
Darmstadt wie Paderborn gehörten lange zu den absoluten Topteams der Liga. In jüngster Zeit zeigen aber Beide eklatante Formschwächen. Vielleicht ist es einfach auch die Müdigkeit am Ende einer langen harten Saison.
Normalerweise bewegen sich beide Teams auf Augenhöhe: Auch das Hinspiel endete 2:2-Unentschieden. Bei Heimvorteil Darmstadt sehen wir eher Vorteile für die Lilien. Die Kohfeldt-Elf ist immer noch heimstark, und im letzten Heimspiel der Saison wird man den eigenen Fans sicher noch einmal eine starke Schau bieten wollen.
Wir setzen hier auf Darmstadts Doppelte Chance (1X, Heimsieg oder Remis) und darauf, dass insgesamt über 2,5 Tore fallen. Dafür sichern wir uns eine ansehnliche 3.00-Quote.



