Auf dem Weg zur WM hat die österreichische Nationalmannschaft in diesem Jahr noch kein Testspiel verloren. Im Fokus dabei: der frühere Leipzig-Coach Ralf Rangnick, denn er sorgte für die erstmalige WM-Qualifikation Österreichs seit 1998. Bis es ernst wird, hat der deutsche Trainer aber nur noch wenige Wochen Zeit. Die Österreicher proben daher noch einmal gegen Tunesien. Die Partie in der Hauptstadt wird sogar zur Generalprobe, denn vor dem Turnierstart sind keine weiteren Freundschaftsspiele geplant.
Tunesien gelang die WM-Qualifikation zum dritten Mal in Folge und das Land ist daher sicher nicht zu unterschätzen. Trainer Sabri Lamouchi, der erst seit Januar dieses Jahres im Amt ist, könnte zudem für frischen Wind bei den Adlern von Karthago sorgen. Gespielt wird am Montag, 1. Juni 26, um 20:45 Uhr im Wiener Ernst-Happel-Stadion.
Österreich – Tunesien: Die Ausgangslage vor dem Testspiel am 1. Juni 2026
Die WM-Auswahl Österreichs ist so gut wie schon lange nicht mehr. Mit Spielern wie Konrad Laimer und einem Kadergesamtwert von rund 260 Millionen Euro hat die österreichische Nationalmannschaft gute Chancen, zum ersten Mal seit 1982 die Vorrunde zu überstehen, auch wenn es in der Gruppe J gegen Argentinien, Algerien und Jordanien geht.
Als zweiter Favorit hinter den Argentiniern geht Österreich mit einer Quote von 5,50 auf den Gruppensieg ins Rennen. Auf den WM-Titel gibt es derzeit 125,00. Für das Testspiel gegen Tunesien bedeutet dies, dass die Mannschaft von Ralf Rangnick als Favorit auflaufen wird. Die Siege gegen Ghana und Südkorea vor einigen Monaten sprechen ebenfalls für einen guten Auftritt.

Der FIFA-Weltranglisten 44. Tunesien hat zwar schon sechsmal an einer WM teilgenommen, hat es aber noch nie in die K.O.-Phase geschafft. Mit einem Kadergesamtwert von rund 70 Millionen Euro können die Adler von Karthago mit dem Aufgebot Österreichs auch nicht mithalten.
So ist es auch kein Wunder, dass Tunesien auf dem WM-Wettmarkt mit einer Quote von 500,00 auf den Turniersieg Außenseiter ist. Die Gruppenphase wird in der Gruppe F gegen die Niederlande, Schweden und Japan sicher auch nicht leicht werden. Immerhin waren die Testspielergebnisse zuletzt in Ordnung. Tunesien erzielte beispielsweise ein 0:0-Unentschieden gegen Kanada.
Österreich – Tunesien: Die Topstars
Der wertvollste Spieler im österreichischen Kader ist Bayern Münchens Konrad Laimer, der auf einen Marktwert von etwa 32 Millionen Euro kommt. Neben ihm hat Österreich aber noch viele weitere bekannte Namen im Aufgebot. Allen voran Kapitän David Alaba (Real Madrid) oder Mittelfeldmann Christoph Baumgartner (RB Leipzig).
Tunesiens Topstar ist mit rund 16 Millionen Euro Hannibal vom FC Burnley. Außerdem interessant sind beispielsweise Montassar Talbi (FC Lorient) oder Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt).
Österreich – Tunesien: Taktische Analyse
Die österreichische Nationalmannschaft hat in diesem Jahr beide Testspiele in einem 4-2-3-1 bestritten. Trainer Ralf Rangnick legt dabei vor allem Wert darauf, flexibel auf jede Spielsituation reagieren zu können. Besonders im Fokus stehen Gegenpressing und Umschaltspiel. Beides zwingt den Gegner zu Fehlern.
Die tunesische Elf hat ebenfalls in einem 4-2-3-1 gespielt, stand beim Sieg über Haiti aber auch schon im offensiven 4-3-3 auf dem Platz. Diese Formationen sollen die bevorzugten Systeme von Trainer Sabri Lamouchi sein, der selbst für die französische Nationalmannschaft gespielt hat.
Österreich – Tunesien: Der direkte Vergleich (h2h)
Zweimal standen sich Österreich und Tunesien bisher in einem Pflichtspiel gegenüber. Beide Begegnungen fanden im Rahmen von Testspielen in den 80er-Jahren statt. Damals gewannen die Österreicher beide Partien. Auf das anstehende Duell hat dies aber natürlich keinerlei Auswirkungen.
Dies sind die Ergebnisse der letzten zwei Begegnungen:
- Österreich – Tunesien 2:1
- Tunesien – Österreich 1:3
Österreich – Tunesien: Die Wettquoten
Mit einer Quote von 1,70 steht die österreichische Nationalmannschaft im Testspiel gegen Schweden in der Favoritenrolle. Die tunesische Auswahl wird mit 4,80 klarer Außenseiter sein. Eine Wette auf ein Unentschieden kann mit einer Quote von 3,50 platziert werden.
Die Formkurve: Österreich
Österreich hat in 2026 bisher zwei Testspiele absolviert und dabei beide Male gewonnen. Zunächst gab es einen 5:1-Sieg über Ghana, es folgte ein 1:0 über Südkorea. Zuvor gab es im Rahmen der WM-Qualifikation ein 2:1 (0:1) gegen Rumänien, ein 4:0 und ein 10:0 über San Marino, einen 1:0-Sieg (2:0) gegen Zypern und einen 2:1-Erfolg und ein 0:0 gegen Bosnien-Herzegowina.
Die Formkurve: Tunesien
Tunesien hat in diesem Jahr ebenfalls zweimal getestet. Zunächst gab es einen 1:0-Sieg über Haiti, gefolgt von einem torlosen Remis gegen Kanada. Zuvor standen die Tunesier im Achtelfinale des Afrika-Cups auf dem Platz, unterlagen gegen Mali mit einem 2:3 nach Elfmeterschießen. Die afrikanische WM-Qualifikation (2025) beendete Tunesien ungeschlagen mit sechs Siegen aus sechs Spielen.
Wett-Tipp & Prognose: Österreich – Tunesien (01.06.26)
Die österreichische Nationalmannschaft sollte in der Partie gegen Tunesien die besseren Karten haben. Für einen Vorteil Österreichs sprechen das Spiel vor heimischer Kulisse, die besseren Leistungen aus den vorherigen Partien und natürlich der deutlich stärkere Kader.
Für Österreich ist das Duell mit den überraschend effektiven Tunesiern aber auch eine Möglichkeit, noch einmal an den Feinheiten zu arbeiten. Aus diesem Grund entscheide ich mich für eine Wette darauf, dass beide Teams mindestens ein Tor erzielen. Die Quote liegt bei 1,75.



