WM 2026 Schweiz-Kader: Die 26 Spieler von Murat Yakin im Check

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 4 Min. Lesezeit

Die Schweiz ist bei der WM 2026 zum 13. Mal dabei – und zum sechsten Mal in Folge. Nati-Trainer Murat Yakin gab sein 26-köpfiges Aufgebot am 20. Mai bekannt, inszeniert über eine zweitägige Schnitzeljagd des Verbands. Am Ende stand ein klassisches Yakin-Aufgebot: Routine vor Jugend, getragen von den bewährten Säulen Granit Xhaka, Manuel Akanji und Breel Embolo. Hier stehen alle 26 Namen, die Einordnung nach Mannschaftsteilen und eine ehrliche Bewertung der Chancen in Gruppe B.

Der Schweiz-Kader 2026 im Überblick

Die Schweiz trifft bei der WM in Gruppe B auf Katar, Bosnien-Herzegowina und Co-Gastgeber Kanada. Das ist das komplette Aufgebot:

Spieler Position Verein
Gregor Kobel Tor Borussia Dortmund
Yvon Mvogo Tor FC Lorient
Marvin Keller Tor BSC Young Boys
Manuel Akanji Abwehr Inter Mailand
Aurèle Amenda Abwehr Eintracht Frankfurt
Eray Cömert Abwehr FC Valencia
Nico Elvedi Abwehr Borussia Mönchengladbach
Luca Jaquez Abwehr VfB Stuttgart
Miro Muheim Abwehr Hamburger SV
Ricardo Rodriguez Abwehr Real Betis
Silvan Widmer Abwehr 1. FSV Mainz 05
Michel Aebischer Mittelfeld AC Pisa
Remo Freuler Mittelfeld FC Bologna
Ardon Jashari Mittelfeld AC Milan
Johan Manzambi Mittelfeld SC Freiburg
Fabian Rieder Mittelfeld FC Augsburg
Djibril Sow Mittelfeld FC Sevilla
Granit Xhaka (C) Mittelfeld AFC Sunderland
Denis Zakaria Mittelfeld AS Monaco
Zeki Amdouni Angriff FC Burnley
Breel Embolo Angriff Stade Rennes
Christian Fassnacht Angriff BSC Young Boys
Cedric Itten Angriff Fortuna Düsseldorf
Dan Ndoye Angriff Nottingham Forest
Noah Okafor Angriff Leeds United
Ruben Vargas Angriff FC Sevilla

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Die Torhüter: klare Hierarchie um Kobel

Im Tor gibt es bei der Schweiz keine Diskussion. Gregor Kobel von Borussia Dortmund ist die unangefochtene Nummer eins – einer der besten Torhüter der Bundesliga und ein echter Rückhalt. Dahinter ist Yvon Mvogo (FC Lorient) der erste Ersatz, der in Frankreich eine starke Saison spielte. Als Nummer drei komplettiert Marvin Keller (Young Boys) das Trio. Eine gefestigte, sorgenfreie Position.

Die Abwehr: Akanji und Rodriguez als Anker

Die Defensive ist erfahren und international erprobt. Manuel Akanji (Inter Mailand) ist der Schlüsselspieler – schnell, zweikampfstark und spielstark im Aufbau. An seiner Seite steht der Routinier Ricardo Rodriguez, dazu Nico Elvedi und der für seine WM-Premiere nominierte Luca Jaquez.

Eine bemerkenswerte Personalentscheidung Yakins: Auf der rechten Außenbahn verzichtet er auf einen echten Back-up für Silvan Widmer. Das ist ein kalkuliertes Risiko – fällt Widmer aus, müsste umgebaut werden. Insgesamt bleibt die Abwehr aber das solide Fundament dieser Mannschaft.

Das Mittelfeld: Xhaka als Taktgeber

Das Herzstück der Nati schlägt im Mittelfeld – und es heißt Granit Xhaka. Der Kapitän ist Dreh- und Angelpunkt, ordnet das Spiel und gibt die Richtung vor. An seiner Seite bringen Remo Freuler die nötige Ruhe und Denis Zakaria sowie Djibril Sow Dynamik und Zweikampfstärke.

Spannend sind die jüngeren Optionen: Ardon Jashari (AC Milan) und vor allem Johan Manzambi, mit 20 Jahren der jüngste Spieler im Kader, brachten zuletzt frischen Wind. Diese Mischung aus erfahrenem Lenker und aufstrebenden Talenten ist die Stärke des Schweizer Spiels – ein eingespieltes Zentrum, das Yakins kontrollierten Ansatz trägt.

Die Offensive: Embolo führt, viel Flügel-Tempo

Im Sturmzentrum führt weiterhin kein Weg an Breel Embolo vorbei. Auf den Flügeln verfügt die Schweiz mit Dan Ndoye, Ruben Vargas und Noah Okafor über viel Tempo und Tiefe. Yakins auffälligste Offensiv-Entscheidung war die Berufung der Routiniers: Christian Fassnacht, mit 18 Treffern überraschend Torschützenkönig der Schweizer Liga, und Cedric Itten erhielten den Vorzug vor jüngeren Kandidaten.

Das ist zugleich die offene Frage: Echte Weltklasse-Torgefahr von einem einzelnen Mann fehlt. Die Schweiz muss ihre Tore über das Kollektiv, schnelle Flügel und Standards erzielen – das funktioniert gegen viele Gegner, kann gegen tief stehende Mannschaften aber zur Geduldsprobe werden.

Wie weit kann die Schweiz kommen?

Bei der WM 2022 war im Achtelfinale Schluss – das ist die Messlatte. In Gruppe B mit Katar, Bosnien-Herzegowina und Co-Gastgeber Kanada ist der Aufstieg durchaus machbar; die Schweiz gilt als Favorit auf einen der beiden ersten Plätze. Der Vorteil dieser Mannschaft ist ihre Geschlossenheit: ein eingespieltes Gerüst, das ungewöhnlich verletzungsfrei durch die Saison kam, und ein Trainer, der seine Stammelf früh kennt.

Die Grenzen sind ebenso klar: begrenzte individuelle Spitzenklasse in der Offensive und das Risiko fehlender Tiefe auf einzelnen Positionen. Ein Achtelfinaleinzug ist das realistische Ziel – ein tiefer Lauf darüber hinaus wäre für die Nati eine positive Überraschung. Die Schweiz ist eine klassische Turniermannschaft: schwer zu schlagen, selten spektakulär, aber stets unangenehm.


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Quellen: SFV (offizielle Kaderbekanntgabe), SRF, NZZ, olympics.com, eigene Recherche und Analyse (Stand 29.05.2026).

Mehr dazu:

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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