
Österreich hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 präsentiert – und Teamchef Ralf Rangnick setzt dabei auf einen spannenden Mix aus Erfahrung, Bundesliga-Qualität und mutigen Überraschungen. Besonders die Rückkehr von Sasa Kalajdzic sowie die Nominierung von David Affengruber sorgen für Gesprächsstoff. Gleichzeitig ruhen die Hoffnungen des ÖFB einmal mehr auf den etablierten Führungsspielern rund um David Alaba, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer.
Angeführt wird das österreichische Team von Kapitän David Alaba, der trotz verletzungsreicher Monate weiterhin das Gesicht der Nationalmannschaft bleibt. Der Defensivspieler von Real Madrid bringt enorme internationale Erfahrung mit und soll die Mannschaft auch in Nordamerika führen.
Im Mittelfeld zählen vor allem Marcel Sabitzer (BVB) und Konrad Laimer (FC Bayern) zu den absoluten Schlüsselspielern. Beide überzeugen seit Jahren auf höchstem Niveau in Deutschland und verkörpern Rangnicks intensiven Pressingstil perfekt.
Baumgartner ist vorne gesetzt
Auch Christoph Baumgartner dürfte bei der WM eine zentrale Rolle einnehmen. Der Offensivspieler von RB Leipzig entwickelte sich zuletzt immer mehr zum kreativen Motor im Angriffsspiel der Österreicher. Gemeinsam mit Marko Arnautović soll er für die nötigen Tore sorgen.
Für die größte emotionale Geschichte im Kader sorgt allerdings die Rückkehr von Sasa Kalajdzic. Der Zwei-Meter-Stürmer hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen, kämpfte sich aber eindrucksvoll zurück. Rangnick setzt auf seine besondere Qualität als Zielspieler und Joker im Strafraum. Schon in den Testspielen vor der WM zeigte Kalajdzic, dass er wieder ein wichtiger Faktor werden kann.
Affengruber überraschend dabei
Zu den größten Überraschungen gehört die Berufung von David Affengruber. Der Innenverteidiger spielte sich mit konstant starken Leistungen in Spanien in den Fokus und erhält nun die Chance auf der ganz großen Bühne. Bereits im März hatte Rangnick Affengruber erstmals nominiert, nun ist er auch bei der WM dabei.
Ebenfalls spannend: die jungen Neuzugänge Paul Wanner (PSV Eindhoven) und Carney Chukwuemeka (BVB). Beide entschieden sich zuletzt für Österreich und gelten als enorme Zukunftshoffnungen. Vor allem Wanner bringt Kreativität und Technik mit, während Chukwuemeka mit Dynamik und Athletik überzeugt. Dass Rangnick beiden schon jetzt einen WM-Platz zutraut, zeigt, wie hoch ihr Potenzial eingeschätzt wird.
Grillitsch bleibt zu Hause
Nicht jeder schaffte allerdings den Sprung in den endgültigen Kader. Besonders das Fehlen von Florian Grillitsch überraschte viele Beobachter. Der Mittelfeldspieler gehörte lange zum erweiterten Stamm, fiel zuletzt jedoch etwas zurück.
Insgesamt wirkt Österreichs WM-Aufgebot ausgewogen und deutlich variabler als bei vergangenen Turnieren. Rangnick setzt auf Intensität, Tempo und Flexibilität – Eigenschaften, mit denen Österreich bei der EURO bereits überzeugte. Nun soll auch bei der WM für Furore gesorgt werden. Die Mischung aus erfahrenen Führungsspielern, Bundesliga-Stars und hungrigen Newcomern macht den ÖFB jedenfalls zu einem unangenehmen Gegner für jede Nation.

