Für Hertha ist die Saison gelaufen: Der Klassenerhalt ist schon seit März gesichert, der Aufstiegstraum ist spätestens seit dem vergangenen Wochenende ausgeträumt (0:1 gegen Kiel). Für Magdeburg ist noch gar nichts zu Ende: Das Team von Petrik Sander steht aktuell auf dem unteren Relegationsplatz und braucht im Kampf um den Klassenerhalt noch jeden Punkt, den es kriegen kann. Vergangenen Sonntag gab´s in Nürnberg keine zu holen, ihr letztes Heimspiel gewannen die Magdeburger allerdings mit 2:0 (gegen Fortuna Düsseldorf).
Das Hinspiel in Berlin konnte der FCM ebenfalls mit 2:0 für sich entscheiden. Und eine schlechte Nachricht für die Hertha: Magdeburg ist neuerdings heimstark.
Los geht´s Sonntag in der Avnet Arena um 13:30 Uhr.
1. FC Magdeburg gegen Hertha BSC: FCM braucht alle Punkte für den Klassenerhalt, Hertha will die Revanche
Magdeburg steht nach der Niederlage in Nürnberg mit dem Rücken zur Wand. Die Sander-Elf rangiert drei Spieltage vor Saisonende auf dem unteren Relegationsplatz punktgleich mit dem Vorletzten Fürth (beide 33 Punkte). Die Teams auf den Plätzen 12 bis 15 sind zwar alle noch in Reichweite (alle mit 34 bzw. 35 Punkten), dazu müsste man aber eben aufholen; sprich: punkten.
Und Magdeburgs Restprogramm ist nicht das einfachste: Hertha, Kiel (auswärts), Kaiserslautern (zuhause). Im Grunde muss man gegen Hertha Sonntag gewinnen, wenn man sich die Sache nicht aus Hand nehmen lassen will.
1.FC Magdeburg Ausfälle: Samuel Loric, Daniel Heber, Noah Kruth (alle verletzt), Luka Hyrylaeinen, Tarek Chahed (beide nach überstandener Verletzung wieder im Training, Einsatz fraglich)
Für Hertha geht es in dieser Saison um nichts mehr, außer darum, sich ein gutes Gefühl für die nächste zu verschaffen. Für eine Akteure vielleicht auch darum, sich für andere Vereine zu empfehlen. Gegen Magdeburg möchte man sich vielleicht auch für die Hinrundenniederlage revanchieren.
Hertha BSC Ausfälle: Kennet Eichhorn (gesperrt)
1.FC Magdeburg – Hertha BSC Taktik: Petrik Sander gegen Stefan Leitl
Magdeburg entwickelte in Nürnberg mit einer 4-3-3-Aufstellung keinerlei Durchschlagskraft. Gegen Hertha steht allerdings Zweitliga-Torschützenkönig Mateusz Zukowski nach einer abgesessenen Gelbsperre wieder zur Verfügung. Vielleicht klappt es ja dann Sonntag wieder mit dem Tore schießen.
Die Leitl-Elf läuft wie eh und je in ihrer 4-2-3-1-Aufstellung auf, mit der man in dieser Saison schon erfolgreich war. Bei Hertha ist es aber momentan wohl weniger eine Frage der Aufstellung oder Taktik als vielmehr der Moral.
1. FC Magdeburg – Hertha BSC: Der direkte Vergleich (h2h)
Magdeburg und Hertha standen sich erst fünfmal gegenüber; das bei vollständig ausgeglichener Bilanz: Beide gewannen je zwei der Begegnungen, einmal trennte man sich nach einem Remis. Die Ergebnisse im Einzelnen:
- Hertha – Magdeburg: 0:2 (07.12.2025)
- Hertha – Magdeburg: 1:1 (25.04.2025)
- Magdeburg – Hertha: 1:3 (29.11.2024)
- Hertha – Magdeburg: 3:2 (16.02.2024)
- Magdeburg – Hertha: 6:4 (02.09.2023)
1. FC Magdeburg vs. Hertha BSC: Die Wettquoten
Die Wettanbieter erwarten hier eine offene Partie mit Vorteilen für die Hausherren. Magdeburg erhält hier Heimsieg-Quoten von zwischen 2.10 und 2.20, die Quoten für den Tipp auf Herthas Auswärtserfolg liegen dagegen bei 2.80 bis knapp über 2.90. Das dürfte in etwa Magdeburgs Heimvorteil abbilden.
Die Quoten für das Unentschieden bewegen sich zwischen 3.60 und 3.80.
Die Formkurve: 1. FC Magdeburg unter Druck
Magdeburg stand am 25. Spieltag noch auf dem letzten Tabellenplatz, an den drauffolgenden drei Spieltagen hatte man sich mit einem Remis und zwei Siegen zunächst komplett aus der Abstiegszone befreit. Die beiden jüngsten Auswärtsniederlagen sorgten jedoch dafür, dass man sich nicht nachhaltig aus dem Keller befreien konnte.
Und während sich die Truppe von Petrik Sander zwischen dem 26. und 30. Spieltag durchweg mit ansprechenden Leistungen und einer neu gewonnenen Offensivstärke präsentierte, wirkte man in Nürnberg am Sonntag wieder erschreckend abschlussschwach. Das mag freilich auch etwas mit dem Fehlen von Mateusz Zukowski zu tun gehabt haben; er ist gegen Hertha wieder dabei.
Ansonsten scheint sich in Magdeburg etwas verändert zu haben, was für kommenden Sonntag Hoffnung macht: Der FCM ist nicht mehr heimschwach. Die letzten beiden Heimpartien konnte die Sander-Elf für sich entscheiden, davor konnte man gegen Darmstadt immerhin schon einen Punkt erobern.
Die Formkurve: Hertha BSC immer schwächer
Bei Hertha scheint die Luft raus zu sein, nachdem sich der Aufstiegstraum endgültig zerschlagen hat. Das Team von Stefan Leitl hat jetzt dreimal hintereinander nicht mehr gewinnen können, davon zweimal verloren, einmal Remis gespielt.
Vor allem schießen die Berliner auch kaum noch Tore: bei den beiden jüngsten Niederlagen gar keines; Torverhältnis aus den letzten vier Partien: 2:3. Die Leitl-Elf hadert mit Schiedsrichter- und VAR-Entscheidungen und findet dann keine Mittel mehr, das Spiel trotz allem für sich zu entscheiden.
Allerdings: Hertha hat auswärts länger nicht mehr verloren. Zuletzt standen zunächst zwei Auswärtssiege und dann ein Remis zu Buche.
Wett-Tipp & Prognose: 1. FC Magdeburg – Hertha BSC (03.05.26)
Hertha hat normalerweise mehr Qualität als Magdeburg, hatte aber schon die ganze Saison Probleme, die PS auf den Platz zu bekommen. Nachdem der Leitl-Elf alle Ziele abhandengekommen sind, scheint bei der Leitl-Elf auch etwas die Luft raus zu sein. Ob man sich Sonntag nochmal zusammenreißen kann? Eher fraglich.
Magdeburg auf der anderen Seite steht mit dem Rücken zu Wand und muss punkten, wenn irgend möglich Sonntag die volle Punktzahl einstreichen, um an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht auf die Ergebnisse der direkten Konkurrenz angewiesen zu sein. Und gegen Hertha hat man ja in dieser Saison schon einmal gewinnen können.
Hertha schoss zuletzt kaum Tore; Magdeburg traf in Nürnberg auch nicht, in den Spielen davor schon. Da Hertha auch zuverlässig verteidigt, erwarten wir Sonntag kein Torspektakel.
Unser Tipp: Doppelte Chance 1X (Heimsieg oder Remis) und UNTER 4,5 Tore. Beste Quote: 1.90.



