In der Gruppe J geht es für die österreichische Nationalmannschaft gleich im ersten Spiel um sehr viel. Die ÖFB-Elf will und braucht zum WM-Start unbedingt die drei Punkte. Denn mit Jordanien wartet sicherlich der auf dem Papier leichteste Gegner zum Auftakt. Danach trifft Österreich noch auf Argentinien und Algerien, das dürfte wesentlich schwieriger werden. Jordanien muss sich also auf eine extrem motivierte und offensive Mannschaft aus Österreich einstellen. Für den Außenseiter könnte es daher gleich beim allerersten WM-Auftritt überhaupt eine deutliche Niederlage geben. Hier ist die Prognose von Experte Simon Schneider.
In einer Vorrunden-Gruppe mit Argentinien, Algerien und Jordanien wird es für die österreichische Nationalmannschaft nicht leicht, sich in der Gruppenphase der WM 2026 durchzusetzen und ein Ticket für die nächste Runde zu ergattern.
Die Mannschaft von Ex-Leipzig-Trainer Ralf Rangnick muss gegen die argentinische Konkurrenz schon fast hoffen, als Gruppenzweiter weiterzukommen. Für Österreich ist das erste Gruppenspiel gegen Jordanien daher bereits entscheidend.
Jordanien schaffte zum ersten Mal in der Geschichte die Qualifikation für eine WM. Für die Anhänger der Auswahl von Coach Jamal Sellami wird das erste Gruppenspiel gegen Österreich daher sicher zu einem einmaligen Highlight. Leicht wird es für Jordanien aber sicher nicht. Gespielt wird am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 06:00 Uhr in Santa Clara, Kalifornien.
Österreich – Jordanien: Die Ausgangslage vor dem Duell am 17.06.2026
Unter der Leitung von Ralf Rangnick hat Österreich die vielleicht beste Mannschaft entwickelt, die das Land jemals vorzuweisen hatte. Die Qualifikation lief reibungslos und auch in den letzten Freundschaftsspielen konnte der FIFA-Weltranglisten 24., der seit 1982 nicht mehr über die Vorrunde hinauskam, überzeugen. Österreich gewann immerhin mit 5:1 gegen Ghana und setzte sich auch im Testspiel gegen Südkorea durch.
Dass die Mannschaft es als Gruppensieger in das Turnier schaffte, ist vor allem Michael Gregoritsch (FC Augsburg) zu verdanken, der in der Qualifikation gegen die starken Bosnier den Ausgleich zum 1:1 erzielen konnte. Wie bereits gesagt, wird es für Österreich aber nicht leicht, die K.O.-Runde zu erreichen, denn mit Argentinien haben sie einen Gruppengegner, der zu den ganz großen Favoriten auf den WM-Titel zählt.

Es ist also keine Überraschung, dass die Quote für Österreich, als Weltmeister hervorzugehen, bei 125,00 liegt. Als zweiter Favorit hinter Argentinien gibt es auf den Gruppensieg immerhin 5,25. Die jordanische Nationalmannschaft kann da mit einer Quote von 40,00 auf den Gruppensieg nicht mithalten.
Die Außenseiterstellung ist bei der ersten WM-Teilnahme des Landes aber auch nicht verwunderlich. Für Jordanien gilt daher eigentlich dasselbe wie für Österreich: Die Mannschaft muss auf ein gutes Abschneiden gegen Österreich und Algerien hoffen, um weiterkommen zu können. Auch wenn Jordanien eine gute Qualifikation gespielt hat, sind die Erwartungen wohl nicht allzu hoch.
Österreich – Jordanien: Der Weg zur WM
Die österreichische Nationalmannschaft hat sich zum ersten Mal seit 1998 für die Teilnahme an der WM qualifiziert. Dies gelang den Österreichern sogar mit dem Gruppensieg über Bosnien, Rumänien, Zypern und San Marino.
Jordanien konnte sich über die Asien-Qualifikation ein WM-Ticket sichern. In der Gruppenphase gab es nur eine Niederlage gegen den Irak. Siege über Palästina und den Oman sowie ein Unentschieden gegen Südkorea machten die Sensation perfekt.
Österreich – Jordanien: Die Topstars
Es ist keine große Überraschung, dass sich im Kader der österreichischen Nationalmannschaft einige Spieler befinden, die in der Bundesliga unter Vertrag stehen. Neben Michael Gregoritsch sind es vor allem Konrad Laimer (FC Bayern München) oder auch Christoph Baumgartner (RB Leipzig), die bei der WM tragende Rollen zu erfüllen haben.
Der wertvollste Spieler im Kader Jordaniens ist Rechtsaußen Mousa Tamari (6 Millionen Euro), der bei Stade Rennes in Frankreich spielt. Einer der wichtigsten Stürmer ist Yazan Al-Naimat, der aufgrund einer Kreuzbandverletzung wohl die WM verpassen wird.
Österreich – Jordanien: Taktische Analyse
Die letzten Freundschaftsspiele hat die österreichische Nationalmannschaft in einem 4-2-3-1 absolviert. Die Viererkette ist dabei ein Merkmal von Ralf Rangnicks Trainingsstil, die ebenso wie das schnelle Umschaltspiel und das Pressing zum Erfolg Österreichs beigetragen haben. Die offensive Haltung Österreichs werden wir daher auch sicher schon im ersten Gruppenspiel gegen Jordanien zu sehen bekommen. Jordanien sah man zumeist im 3-4-3.
Dies war auch bei beiden Testspielen gegen Costa Rica und Nigeria der Fall, die beide unentschieden endeten. Jordaniens Coach Jamal Sellami setzte in den letzten Monaten vor allem auf eine stabile Defensive und daraus resultierende Konter. Essentiell sind zudem starke Standardsituationen.
Österreich – Jordanien: Der direkte Vergleich (h2h)
Österreich und Jordanien haben noch nie ein Länderspiel gegeneinander bestritten. Es kommt bei der WM also für beide Mannschaften zu einer Premiere. Der direkte Vergleich zeigt allerdings, dass der Marktwert der österreichischen Auswahl bei 263 Millionen Euro liegt, während Jordaniens Kader nicht einmal die 16 Millionen Euro-Marke knackt.
Mit Ralf Rangnicks Erfahrung haben die Österreicher gegen Jordanien ein weiteres Ass im Ärmel, das sicherlich wichtig werden wird.
Österreich – Jordanien: Die Wettquoten
Es ist keine große Überraschung, dass Österreich im ersten Gruppenspiel der WM 2026 gegen Jordanien mit einer Quote von 1,30 der haushohe Favorit ist. Bei der ersten WM-Teilnahme überhaupt tritt Jordanien gegen Österreich mit 8,20 als Underdog an. Das Unentschieden gibt’s für 5,70.
Die Formkurve: Österreich
In 2026 hat Österreich bisher zwei Freundschaftsspiele bestritten und gewann mit 5:1 gegen Ghana und mit 1:0 gegen Südkorea. Bei der WM-Qualifikation setzten sich die Österreicher mit 2:1 im Hinspiel gegen Rumänien durch, verloren das Rückspiel aber mit 0:1.
Des Weiteren gab es ein 4:0 und ein 10:0 über San Marino, ein 1:0 und ein 2:0 über Zypern sowie ein 2:1 und ein 1:1 gegen Bosnien.
Die Formkurve: Jordanien
Jordanien hat in beiden Testspielen in 2026, gegen Costa Rica und Nigeria, ein 2:2-Unentschieden erreicht. In der Asien-Qualifikation gab es einen 3:1-Sieg über Palästina, ein 1:1 gegen Südkorea, einen 3:0-Erfolg über den Oman und eine 0:1-Niederlage gegen den Irak.
Im Herbst 2025 hat Jordanien weitere Freundschaftsspiele absolviert. Dabei gab es unter anderem ein torloses Remis gegen Mali und eine 2:3-Pleite gegen Tunesien.
Wett-Tipp & Prognose: Österreich – Jordanien (17.06.26)
Österreich sollte im ersten Gruppenspiel gegen Jordanien gute Chancen haben, gleich mit einem Sieg in die WM zu starten. Die Mannschaft hat eine starke Qualifikation gespielt, hat den besseren Kader und bringt deutlich mehr Erfahrung bei großen Turnieren mit.
Ich rechne daher mit einem deutlichen Sieg für die Österreicher, der ihnen auch mit einem Handicap von -1 gelingen sollte. Mit einer Quote von 1,85 ist diese Wette äußerst attraktiv. Mit 3,20 könnte man auch einen Tipp auf einen Sieg Österreichs mit einem Handicap von -2 platzieren.



