WM-Kader von Japan: Sechs Bundesliga-Stars dabei

Simon Schneider
| veröffentlicht am: 19.05.26 (aktualisiert: 19.05.26)
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Ritsu Doan von Eintracht Frankfurt ist ein ganz zentraler Baustein in Japans Kader für die WM 2026.

Japan hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben – und die größte Nachricht betrifft einen Spieler, der gar nicht dabei ist. Kaoru Mitoma verpasst das Turnier verletzungsbedingt und fehlt damit als einer der wichtigsten Offensivspieler der Samurai Blue. Für Nationaltrainer Hajime Moriyasu ist das ein schwerer Rückschlag, denn Mitoma gehörte zuletzt zu den absoluten Leistungsträgern der Mannschaft.

Der Brighton-Profi hatte sich kurz vor der WM eine Oberschenkelverletzung zugezogen und schaffte es nicht rechtzeitig fit zu werden. Gerade wegen seiner Dynamik, Dribbelstärke und Torgefahr galt Mitoma als entscheidender Unterschiedsspieler im japanischen Angriff.

Trotz des prominenten Ausfalls reist Japan mit einem spannenden und eingespielten Kader zur WM. Besonders auffällig: Gleich sechs Bundesliga-Profis stehen im endgültigen Aufgebot.

Die Stars: Kubo, Endo und Kamada

Ohne Mitoma ruhen die größten Hoffnungen nun vor allem auf Takefusa Kubo. Der Offensivspieler von Real Sociedad gilt seit Jahren als das Gesicht der neuen japanischen Generation und soll bei dieser WM endgültig den Sprung zum internationalen Superstar schaffen. Seine Technik, Kreativität und Schnelligkeit machen ihn zum wichtigsten Offensivspieler der Mannschaft.

Im Mittelfeld bleibt Wataru Endo der große Führungsspieler. Der frühere Bundesliga-Profi bringt enorme Erfahrung mit und verkörpert wie kaum ein anderer die Mentalität und Disziplin der Japaner. Als Kapitän soll er die Mannschaft durch das Turnier führen und vor allem defensiv Stabilität geben.

Auch Daichi Kamada zählt zu den zentralen Figuren im Team. Der technisch starke Mittelfeldspieler bringt Kreativität zwischen den Linien und soll gemeinsam mit Kubo das Offensivspiel lenken. Gerade in engen Spielen könnte Kamada mit seiner Übersicht und Abschlussqualität entscheidend werden.

Sechs Bundesliga-Profis im Aufgebot

Auffällig ist die starke Bundesliga-Präsenz im japanischen WM-Kader. Gleich sechs Spieler aus Deutschland wurden nominiert. Dazu gehören unter anderem Ko Itakura von Borussia Mönchengladbach, Ritsu Doan von Eintracht Frankfurt sowie Shuto Machino von Holstein Kiel.

Gerade Doan spielte bereits bei der WM 2022 eine wichtige Rolle und wurde damals mit seinen Treffern gegen Deutschland und Spanien zum gefeierten Helden. Auch diesmal dürfte der Freiburger offensiv eine Schlüsselrolle übernehmen.

Mit Ko Itakura verfügt Japan außerdem über einen erfahrenen Abwehrchef, der die Defensive organisieren soll. Gemeinsam mit Takehiro Tomiyasu bildet er das stabile Fundament der Mannschaft.

Japan setzt erneut auf Disziplin und Tempo

Wie schon bei den vergangenen Weltmeisterschaften setzt Japan weniger auf große Einzelstars als auf mannschaftliche Geschlossenheit. Hajime Moriyasu vertraut erneut auf schnelles Umschaltspiel, hohe Laufbereitschaft und taktische Disziplin. Genau mit diesen Qualitäten überraschte Japan bereits 2022, als Deutschland und Spanien in der Gruppenphase besiegt wurden.

Die Mannschaft wirkt eingespielt und flexibel. Besonders offensiv besitzt Japan viele variable Spieler, die auf mehreren Positionen eingesetzt werden können. Der Ausfall von Mitoma schmälert die Qualität zwar deutlich, dennoch bleibt Japan ein unangenehmer Gegner für jede Topnation.

Das Achtelfinale bleibt das große Ziel

Seit 1998 hat sich Japan für jede Weltmeisterschaft qualifiziert, schaffte jedoch noch nie den Sprung ins Viertelfinale. Genau das soll sich diesmal ändern. Die Voraussetzungen dafür sind durchaus vorhanden: eine erfahrene Mannschaft, internationale Qualität und ein klar erkennbares Spielsystem.

Entscheidend wird allerdings sein, wie gut Japan den Ausfall von Mitoma kompensieren kann. Gelingt das, besitzt die Mannschaft das Potenzial für den nächsten Überraschungslauf bei einer Weltmeisterschaft.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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