Venezuela – Türkei: Tipp & Prognose (07.06.26)

Nachdem die türkische Nationalmannschaft die WM-Playoffs gewinnen konnte, wird es langsam ernst. Das erste WM-Gruppenspiel steht kurz bevor. Noch ein letztes Mal haben die Türken im Testspiel gegen Venezuela die Chance, am Feinschliff zu arbeiten.
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07.06.2026 Fort Lauderdale Stadium (Florida) 00:00
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3,80 1X2
3,40 1X2
1,70 1X2
Bester Tipp: Sieg Türkei 1,70
Alfred Hanisch
geprüft von Simon Schneider | 4 Min. Lesezeit

2002 war das bisher erfolgreichste Jahr im türkischen Fußball. Überraschend erreichte die Nationalmannschaft der Türkei damals das Halbfinale und beendete das Turnier später auf Platz drei. Seitdem blieb es allerdings still um die Ay-Yıldızlılar, denn eine WM-Qualifikation hat es nicht mehr gegeben. Umso mehr wollen die Türken in wenigen Tagen in den USA, Mexiko und Kanada überzeugen. Vor dem WM-Start absolviert die Elf von Trainer Vincenzo Montella daher noch einmal ein letztes Testspiel gegen Venezuela.

Auch wenn die Aufgabe auf dem Papier leicht aussieht – der Druck auf die Türkei ist groß. Die Partie gegen Venezuela darf nämlich auf keinen Fall verloren werden, um kurz vor dem WM-Auftakt keinen moralischen Rückschlag zu erleiden. Gespielt wird am Sonntag, 7. Juni 2026, um 00:00 im Fort Lauderdale Stadium in Florida.

Venezuela – Türkei: Die Ausgangslage

Mit einer Mannschaft, die fast auf einen Kadergesamtwert von insgesamt einer halben Milliarde Euro kommt und auf Platz 22 der FIFA-Weltrangliste hatte die türkische Auswahl wohl schon lange nicht mehr so gute Chancen, ein gutes Turnier zu spielen. Mit Arda Güler von Real Madrid hat die Türkei sogar einen Spieler im Aufgebot, der zu den ganz großen europäischen Stars gehört. Auch Kenan Yıldız von Juventus Turin soll passend zum WM-Start wieder fit werden. In der Gruppe D, bestehend aus der Türkei, den USA, Paraguay und Australien, haben die Türken mit einer Quote von 2,70 recht gute Aussichten, es in die K.O.-Runde zu schaffen, auch wenn die Quote auf den WM-Titel bei 80,00 sehr hoch ausfällt. Fast hätte die Türkei das WM-Ticket aber noch verpasst, denn erst die Playoffs brachte den sicheren Startplatz (Sieg im Finale gegen den Kosovo). Die Generalprobe gegen Venezuela soll die Mannschaft schon einmal auf die erste Partie der Gruppenphase gegen Australien einstimmen, nachdem die Türkei das Testspiel gegen Nordmazedonien vor wenigen Tagen mit 4:0 gewonnen hat.

Noch nie hat es Venezuela geschafft, sich für eine WM zu qualifizieren. Dies liegt sicher auch daran, dass der Qualifikationsweg Südamerikas durch sein System als schwerster weltweit gilt. Die La Vinotinto war im Jahr 2011 aber immerhin einmal Vierter bei den Südamerikameisterschaften. Mit einem Kadergesamtwert von nicht einmal 100 Millionen Euro kann die Mannschaft von Trainer Oswaldo Vizcarrondo mit dem der Türkei aber sicher nicht mithalten.

Venezuela – Türkei: Die Topstars

Mit einem Marktwert von rund 15 Millionen Euro ist Jon Aramburu von Real Sociedad ganz klar der Spieler im venezolanischen Kader, der heraussticht. Kennen könnte man auch seinen Teamkollegen Yangel Herrera oder Cristian Cásseres Jr. vom FC Toulouse. Der große Star im Kader der türkischen Nationalmannschaft ist wie bereits erwähnt Real Madrids Arda Güler, der auf einen Marktwert von etwa 90 Millionen Euro kommt. Kenan Yıldız (Juventus Turin), Can Uzun (Eintracht Frankfurt) oder Barış Alper Yılmaz (Galatasaray Istanbul) sind weitere Leistungsträger.

Venezuela – Türkei: Taktische Analyse

Venezuela hat in diesem Jahr zwei Testspiele absolviert und stand in beiden Partien in einem 4-2-3-1 auf dem Platz und das, obwohl Trainer Oswaldo Vizcarrondo eigentlich dafür bekannt ist, gerne im 4-4-2 mit Doppel 6 spielen zu lassen. Ob er gegen die Türkei wieder auf diese Formation zurückgreift, wird sich zeigen. Die türkische Nationalmannschaft hat die WM-Playoffs im 4-2-3-1 bestritten. Im einzigen Testspiel gegen Nordmazedonien sah man die Türken allerdings im 3-4-3. Vincenzo Montella soll dabei vor allem auf Ballbesitz und Kurzpassspiel fokussiert sein.

Venezuela – Türkei: Der direkte Vergleich (h2h)

Venezuela und die Türkei standen sich noch nie auf Länderspielebene gegenüber. Es gibt daher auch keine Daten aus vorherigen Partien, die für einen direkten Vergleich herangezogen werden könnten. Vergleicht man die bisherigen Leistungen sowie die Kader beider Mannschaften, geht die Türkei aber ganz sicher als Sieger hervor.

Venezuela – Türkei: Die Wettquoten

Mit einer Quote von 1,70 ist die Türkei der klare Favorit im Testspiel gegen Venezuela. Die La Vinotinto stehen mit 3,80 deutlich in der Außenseiterrolle, eine Wette auf ein Unentschieden kann mit einer Quote von 3,40 platziert werden.

Die Formkurve: Venezuela

Venezuela hat in diesem Jahr bisher zwei Testspiele absolviert. Dabei gab es einen 4:1-Sieg über Trinidad und eine 5:6-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Usbekistan. Im Rahmen der WM-Qualifikation gab es in 2025 unter anderem ein 3:6 gegen Kolumbien, ein 0:3 gegen Argentinien und ein 0:2 gegen Uruguay.

Die Formkurve: Türkei

Das Jahr 2026 begann für die türkische Nationalmannschaft mit dem Halbfinale der WM-Playoffs, in dem sich die Mannschaft mit 1:0 gegen Rumänien durchsetzte. Die große Erlösung und das WM-Ticket gab es dann im Finale gegen den Kosovo. Das Endspiel, das die Türkei zur WM brachte, gewann die Mannschaft von Güler und Co. mit 1:0. Es folgte ein 4:0-Sieg im Testspiel über Nordmazedonien.

Wett-Tipp & Prognose: Venezuela – Türkei (07.06.26)

Das Testspiel gegen Venezuela bietet der türkischen Nationalmannschaft noch einmal die Gelegenheit, sich auszuprobieren. Das heißt aber nicht, dass dieses Testspiel nicht gewonnen werden will. Sicher wollen die Türken so kurz vor dem WM-Start gegen den Underdog keine Niederlage kassieren. Für Venezuela hingegen geht es tatsächlich nur um ein klassisches Freundschaftsspiel. Ich gehe daher mit der einfachen Siegwette, denn die Quote von 1,70 kann sich durchaus sehen lassen.

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Alfred Hanisch - Wettanalyst – Fußball, US-Sport & Cross-Market
Alfred Hanisch Alfred Hanisch ist Wettanalyst bei Sportwetten24 mit einem marktübergreifenden Ansatz über fünf Sportarten und zwei Zeitzonen. Sein Fundament ist der europäische Fußball, seine zweite Säule der US-Sport: NFL und NBA analysiert er seit einem Auslandssemester an der UNLV in Las Vegas. Dazu kommen Tennis und Eishockey als Märkte mit hoher Quoten-Ineffizienz. Alfred hält einen B.Sc. in Sportökonomie von der Universität Bayreuth und arbeitet von dort aus.
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