Nach Alcaraz-Absage: Quoten & Favoriten bei den French Open 2026

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Nach Alcaraz-Absage: Neuer Favoritenkreis in Paris bei den French Open 2026

Die French Open 2026 stehen plötzlich unter völlig neuen Vorzeichen. Mit der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz hat das Turnier seinen Titelverteidiger und wohl größten Rivalen von Jannik Sinner verloren.

Damit verschiebt sich nicht nur die Setzliste – sondern auch der Wettmarkt. Sinner ist nun klarer Topfavorit, während sich dahinter ein deutlich offeneres Rennen um den Finaleinzug entwickelt. Vor allem Alexander Zverev rückt stärker in den Fokus.

Aktuelle Siegquoten für die French Open 2026

Die jüngsten Buchmacherquoten zeigen ein klares Bild an der Spitze:

  • Jannik Sinner: ca. 1.40 – 1.60
  • Alexander Zverev: ca. 7.00 – 13.00
  • Novak Djokovic: ca. 10.00 – 13.00
  • Arthur Fils: ca. 14.00 – 17.00
  • Lorenzo Musetti: ca. 19.00 – 23.00

Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche Anbieter, doch die Tendenz ist eindeutig: Sinner ist der klare Favorit, Zverev die Nummer zwei im Markt.

Sinner – der Mann, den es zu schlagen gilt

Nach der Absage von Alcaraz führt kein Weg an Jannik Sinner vorbei. Der Italiener ist nicht nur Weltranglistenerster, sondern auch in bestechender Form. Aktuell wird er als „überragender Favorit“ gehandelt, auch weil er seine Leistungen auf Sand deutlich gesteigert hat.

Seine Quote um 1.40 bedeutet: Die Buchmacher sehen ihn mit großem Abstand vor dem Feld. Gründe dafür gibt es genug: Konstanz, mentale Stärke und zuletzt eine beeindruckende Siegesserie.

Zverev profitiert – aber reicht das?

Die spannende Frage aus deutscher Sicht lautet: Kann Alexander Zverev endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel holen?

Durch Alcaraz’ Ausfall ist die Ausgangslage besser denn je. Zverev wird voraussichtlich an Nummer zwei gesetzt und könnte Sinner somit erst im Finale treffen.

Auch seine Quote (um 7.00 bis 13.00) zeigt: Die Buchmacher trauen ihm den Titel durchaus zu – zumindest deutlich mehr als dem restlichen Feld.

Doch es gibt ein Problem.

Das Sinner-Matchup als Knackpunkt

So gut Zverev auf Sand auch ist – gegen Sinner spricht die jüngste Bilanz klar gegen ihn. Der Italiener führt im direkten Vergleich und hat mehrere Duelle in Folge gewonnen, oft sogar deutlich.

Genau hier liegt der Knackpunkt:

  • Auf dem Weg ins Finale gehört Zverev zu den stabilsten Spielern der Tour.
  • Im möglichen Endspiel aber wäre er erneut Außenseiter.

Das spiegelt sich auch indirekt in den Quoten wider: Zwischen Sinner (~1.40) und Zverev (~7.00+) klafft eine enorme Lücke.

Wer kann noch überraschen?

Hinter dem Top-Duo bleibt das Feld breit – aber ohne klaren zweiten Favoriten. Novak Djokovic ist zwar immer gefährlich, wird jedoch nicht mehr als dominierende Kraft gesehen. Junge Spieler wie Arthur Fils profitieren vom offenen Tableau, sind aber noch nicht konstant genug für fünf Sätze auf Sand.

Kurz gesagt: Der Titel führt mit hoher Wahrscheinlichkeit über Sinner – oder über einen Ausrutscher des Italieners.

Fazit: Zverevs Chance so groß wie nie?

Die French Open 2026 bieten Alexander Zverev eine historische Gelegenheit. Ohne Alcaraz ist der Weg ins Finale deutlich leichter, und seine Form reicht grundsätzlich für den ganz großen Wurf.

Doch der entscheidende Schritt bleibt der schwierigste: ein Sieg gegen Jannik Sinner.

Solange der Italiener dieses Niveau hält, bleibt Zverev trotz verbesserter Chancen „nur“ der Herausforderer. Die Quoten sprechen eine klare Sprache – und sie sagen: Der Titel in Paris führt über Sinner.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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