
Belgien hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben – und Nationaltrainer Rudi Garcia setzt dabei klar auf Erfahrung. Die größte Diskussion entfacht die Nominierung von Romelu Lukaku. Der Rekordtorschütze der „Roten Teufel“ spielte bei Napoli zuletzt kaum noch eine Rolle und brachte es in der gesamten Saison lediglich auf wenige Einsatzminuten. Trotzdem steht der 33-Jährige im WM-Aufgebot.
Rudi Garcia verteidigte die Entscheidung offensiv. Lukaku sei trotz seiner schwierigen Saison unverzichtbar für die Mannschaft – nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch wegen seiner Führungsrolle innerhalb des Teams.
Die Stars: De Bruyne, Courtois und Doku
Auch wenn Lukaku die Schlagzeilen bestimmt, bleibt Kevin De Bruyne der wichtigste Spieler der Belgier. Der Mittelfeldstar führt die Mannschaft als Kapitän an und soll nach mehreren enttäuschenden Turnieren endlich wieder für internationale Erfolge sorgen. Seine Kreativität und Übersicht machen ihn weiterhin zum Herzstück der Offensive.
Im Tor setzt Belgien erneut auf Thibaut Courtois. Der Keeper gehört seit Jahren zu den besten Torhütern der Welt und könnte bei dieser WM erneut zum entscheidenden Faktor werden. Gerade in engen K.o.-Spielen ruhen große Hoffnungen auf seiner Erfahrung und Klasse.
Dazu kommt mit Jérémy Doku einer der aufregendsten Flügelspieler Europas. Der pfeilschnelle Offensivspieler soll mit seinem Tempo und Dribbling für neue Dynamik sorgen. Viele belgische Fans sehen in ihm bereits den kommenden Superstar der Nationalmannschaft.
Die Überraschung: Witsel mit 37 noch einmal dabei
Für besonders viel Gesprächsstoff sorgt auch Axel Witsel. Der ehemalige Dortmunder wurde trotz seiner 37 Jahre und nur weniger Einsätze in den vergangenen Jahren erneut nominiert. Garcia setzt damit bewusst auf Routine statt auf junge Talente.
Witsel soll vor allem mit seiner Erfahrung und Ruhe wichtig werden. Gerade in einem vergleichsweise jungen belgischen Mittelfeld sieht Garcia offenbar noch immer großen Wert in seiner Präsenz.
Die großen Verlierer des Kaders
Gleich mehrere bekannte Namen schafften es dagegen nicht in den endgültigen WM-Kader. Besonders das Fehlen von Loïs Openda überrascht viele Beobachter. Der ehemalige Leipzig-Stürmer gehörte zuletzt regelmäßig zum belgischen Aufgebot, wurde nun aber gestrichen. Seine schwache Torquote im Nationalteam dürfte dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Auch junge Talente wie Nathan de Cat, Romeo Lavia oder Mika Godts blieben außen vor. Damit sendet Garcia ein klares Signal: Bei dieser WM vertraut Belgien vor allem auf die letzte große Chance der „goldenen Generation“.
Belgien setzt auf Erfahrung statt Umbruch
Der belgische WM-Kader zeigt deutlich, welchen Weg Rudi Garcia eingeschlagen hat. Statt einen radikalen Neustart einzuleiten, setzt der Trainer auf die erfahrenen Führungsspieler rund um De Bruyne, Courtois, Lukaku und Witsel. Die Hoffnung: Noch einmal soll die goldene Generation bei einem großen Turnier für Furore sorgen.
Zwar zählt Belgien nicht mehr zu den ganz großen Favoriten, doch mit seiner individuellen Qualität bleibt die Mannschaft gefährlich. Gerade die Mischung aus Erfahrung, spielerischer Klasse und offensiver Geschwindigkeit macht die „Roten Teufel“ zu einem unangenehmen Gegner – besonders in den K.o.-Spielen.

