Real Madrid: Cristiano Ronaldo kritisiert die Transferpolitik – Seitenhieb gegen Lionel Messi

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Nach dem Gewinn der lange ersehnten “Decima“, dem zehnten Triumph in der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister, will Real Madrid in der neuen Saison schaffen, was bislang noch keinem Verein seit Einführung der Königsklasse in ihrer heutigen Form zur Saison 1992/93 gelungen ist – die Titelverteidigung. Darüber hinaus soll es aber natürlich auch wieder die spanische Meisterschaft sein, die im Vorjahr zwar nicht Erzrivale FC Barcelona, aber Stadtkonkurrent Atletico Madrid überassen werden musste, was freilich kaum schlimmer war.

 

Der Start in die neue Saison ließ sich denn mit dem 2:0 im UEFA-Supercup gegen den FC Sevilla auch gut an, doch inzwischen ist rund um das Estadio Santiago Bernabeu längst nicht mehr alles rosig. Zunächst verloren die Königlichen das Duell um den spanischen Supercup gegen Atletico und dann wurde auch der Auftakt in die Primera Division verpatzt. Gegen Aufsteiger FC Cordoba gelang zwar noch ein mühsamer 2:0-Sieg, doch schon am zweiten Spieltag setzte es bei Real Sociedad San Sebastian nach einer schnellen 2:0-Führung noch eine 2:4-Pleite.

 

Verkäufe von di Maria und Xabi Alonso für Ronaldo ein Fehler

Als wäre die Enttäuschung über die Niederlage im Baskenland nicht ohnehin schon groß genug gewesen, meldete sich am Tag nach der Niederlage auch noch der in San Sebastian angeschlagen fehlende Superstar Cristiano Ronaldo mit zumindest zwischen den Zeilen sehr kritischen Worten in der “Mundo Deportivo” zu Wort. Bezogen auf die Transferpolitik des Vereins und vor allem mit Blick auf die Abgänge der letztjährigen Leistungsträger Angel di Maria (zu Manchester United) und Xabi Alonso (zum FC Bayern München) machte Ronaldo aus seinem Unverständnis kein großes Geheimnis: “Wenn ich das Sagen hätte, hätte ich es wohl anders gemacht. Zu den Transfers habe ich eine klare Meinung, aber ich kann nicht immer sagen, was ich denke. Jeder hat seine Meinung und kann machen was er will. Wenn der Präsident denkt, er muss manche Spieler unter Vertrag nehmen und andere verkaufen, müssen wir seine Entscheidungen respektieren.”

 

Anders als mit den Abgängen ist Ronaldo aber mit den Neuverpflichtungen zufrieden. Vor allem im deutschen Weltmeister Toni Kroos, der für 30 Millionen Euro aus München kam, und im kolumbianischen WM-Star James Rodriguez, für den sogar 80 Millionen Euro an den AS Monaco überwiesen wurden, sieht der portugiesische Weltklasse-Spieler eine echte Bereicherung.

 

Die Gruppenphase der Champions League, in der die Königliche auf den FC Liverpool, den FC Basel und den bulgarischen Underdog Ludogorez Rasgrad treffen, sollte für Real Madrid auf jeden Fall auch ohne Xabi Alonos und di Maria kein Problem darstellen. Danach müssen Kroos und vor allem der bislang noch mit Anlaufschwierigkeiten kämpfende James aber zeigen, auch auf höchstem Niveau Entscheidendes vollbringen zu können. Ob dann der von Manchester United als Ergänzung für den Angriff ausgeliehene Mexikaner Javier Hernandez eine große Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten.

 

Ronaldo versteht Messis Wahl zum Spieler der WM nicht

In den letzten Tagen zeigte sich Cristiano Ronaldo indes nicht nur wegen der Transferpolitik seines Klubs angriffslustig, sondern konnte sich am Rande seiner Wahl zu Europas Fußballer des Jahres auch einen kleinen Seitenhieb gegen seinen ewigen Rivalen Lionel Messi nicht verkneifen. Angesprochen auf Messis Ernennung zum besten Spieler der WM 2014 blieb Ronaldo in einem TV-Interview zwar eine klare Aussage schuldig, doch seine Äußerung fiel wenig zweideutig aus: “Würde ich alles sagen, was ich denke, wäre ich im Gefängnis. Jeder hat es gesehen und kann es für sich selbst analysieren, die Leute in der Fußballwelt sind intelligent. Es wäre eine sehr interessante Frage für ihn… Ich kann nicht ehrlich sein.“

 

Trotz dieser Spitze versicherte Ronaldo aber, dass sein Verhältnis zu Messi keineswegs schlecht, sondern “normal und professionell“ sei.