Hamburger SV: Letzte Hoffnung im Abstiegskampf

HSV: Bruchhagen und Todt entlassen
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Der Abstieg des Hamburger SV scheint nach der Niederlage 0:3 bei Eintracht Frankfurt nicht mehr aufzuhalten zu sein. Das wäre der erste Abstieg in der Geschichte der Hanseaten. Dennoch hofft der Hamburger SV noch verzweifelt auf ein letztes Wunder.

Nach der Auswärtspleite 0:3 am vorletzten Spieltag bei Eintracht Frankfurt fiel den Hanseaten der Gang in die Fankurve sichtlich schwer. Sie schienen sich selbst nicht sicher zu sein, dass eine Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Bundesliga noch real ist.

Der Hamburger SV steht nun nicht nur vor seinem letzten Spiel in der aktuellen Bundesliga-Saison, sondern auch vor dem Super-GAU in seiner Geschichte. Am kommenden Samstag muss der Hamburger SV daheim gegen Borussia Mönchengladbach spielen. Der Hamburger SV droht zum ersten Mal in seiner Geschichte in die Zweite Liga abzurutschen. Schon mehrmals bangte der Hamburger SV um den Klassenerhalt.

Der Bundesliga-Dinosaurier braucht jetzt einen Sieg, um sich noch in die Relegation zu retten und den Klassenerhalt noch zu sichern. Das ist nur möglich, wenn der VfL Wolfsburg sein Spiel am nächsten Samstag gegen den 1. FC Köln verliert. Der Abstieg des 1. FC Köln auf dem letzten Tabellenplatz ist bereits sicher.

Hoffnung von Trainer Christian Titz

Die Hanseaten klammern sich bereits seit Wochen an den letzten Strohhalm. Wie Trainer Christian Titz sagt, ist im Fußball vieles möglich. Aaron Hunt spricht von einer Chance, die jedoch jetzt kleiner geworden ist. Der VfL Wolfsburg unterlag am vorletzten Spieltag mit 1:4 beim RB Leipzig.

Diskussion um Entscheidung des Unparteiischen

In der 25. Minute hätte Tatsuya Ito den Hamburger SV mit 1:0 fast in Führung gebracht. Titz spricht davon, dass Frankfurt keine Torchance gehabt hätte. Titz hadert mit der Entscheidung von Schiedsrichter Deniz Aytekin, der nach dem Hinweis von Video-Assistent Günter Perl nachträglich auf ein Abseits entschied. Aytekin sagte, dass sich der Video-Schiedsrichter in dieser Situation sicher war und die Informationen übermittelt hatte. Aytekin wollte sich die Szene nicht noch einmal selbst anschauen. Er spricht von einer faktischen Entscheidung und dass im Regelwerk festgehalten sei, dass er sich in einer solchen Situation die Szene nicht anschauen müsse. Er begründet seine Entscheidung damit, dass er sich an die Fakten halten müsse, auch wenn er die Diskussionen nachvollziehen könne. Es war ein Abseits, und er musste das Tor aberkennen.

Christian Titz, der jegliche Schuldzuweisungen vermeiden wollte, meint, dass es für den Hamburger SV ungünstig gelaufen sei.

Marius Wolf schoss in der 31. Minute die Eintracht in Führung. Die Pleite der Gäste wurde durch die Tore von Omar Mascarell in der 77. Minute und Alexander Meier in der ersten Minute der Nachspielzeit perfekt gemacht.

Hoffnung auf das Wunder von der Elbe

Der Hamburger SV richtet alle seine Hoffnungen auf den kommenden Samstag und das letzte Spiel in der Saison. Christian Titz traut sich selbst und seiner Mannschaft zu, das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zu gewinnen. Die Blicke sind auch auf das Spiel des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln gerichtet.

Der Hamburger SV steht mit 28 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vom Relegationsplatz ist er noch zwei Zähler entfernt. Gewinnt der Hamburger SV das nächste Spiel und verliert der VfL Wolfsburg, ist der Klassenerhalt gesichert.