HSV suspendiert Walace, Strafe für Papadopoulos steht noch aus

HSV: Möchte Walace sich einen Wechsel erstreiken?
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Das Chaos beim Hamburger SV nimmt einfach kein Ende. Nach dem Eklat rund um Kyriakos Papadopoulos und dessen öffentlicher Kritik an Trainer Christian Titz, hat der HSV nun auch Ärger mit Mittelfeldspieler Walace. Wie die Hanseaten am Dienstag bekannt gaben, wurde der Brasilianer suspendiert und wird bis auf Weiteres nur noch mit der U21 trainieren. Die Strafe für Papadopoulos steht noch aus, der Abwehrspieler ist derzeit mit der griechischen Nationalmannschaft unterwegs. Nach seiner Rückkehr an die Elbe droht aber auch Papadopoulos eine Suspendierung.

Nicht nur sportlich lässt der HSV diese Saison so einiges zu wünschen übrig, auch fernab des Platzes präsentieren sich die Hanseaten nicht wirklich Erstliga-tauglich. Auch die Hamburger-Profis sorgen in regelmäßigen Abständen mit ihrem Verhalten für negative Schlagzeilen an der Elbe. Allen voran Walace hat in den letzten Monaten durch Eskapaden und Fehltritte außerhalb des Spielfelds auf sich aufmerksam gemacht. Nun haben die Verantwortlichen beim HSV reagiert und den Brasilianer suspendiert. Der Mittelfeldspieler wird bis auf Weiteres bei der zweiten Mannschaft mitttrainieren.

Walace macht (erneut) Probleme

Zu Beginn des Jahres fiel Walace, der erst seit knapp 12 Monaten für die Hamburger spielt, negativ auf. Der 22-jährige wollte mit einem Streik einen Wechsel im Winter forcieren. Am Ende fand sich kein Abnehmer für den einstigen Königstransfer und Walace blieb beim Hamburger SV. Unter Bernd Hollerbach schien der zentrale Mittelfeldspieler eine neue Chance zu erhalten, doch bei Neu-Trainer Christian Titz schaffte Walace am vergangenem Wochenende nicht mal den Sprung in den 18er Kader. Grund hierfür, Titz wollte den Brasilianer in der Innenverteidigung einsetzen, dies hatte Walace jedoch abgelehnt. Zudem war er während des Heimspiels gegen Hertha BSC nicht im Volksparkstadion anwesend, sondern stattdessen nach einem Spielersatztraining am Vormittag nach Hause gefahren.

Sportdirektor Bernhard Peters äußerte sich wie folgt zu der Suspendierung von Walace: “Der Spieler Walace ist vergangene Woche zum wiederholten Male seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen. Nach den Verfehlungen zu Beginn der Rückrunde war es eine Selbstverständlichkeit, dass der Spieler sich teamorientiert verhält, den Ideen des neuen Trainers nachkommt und auf der Position spielt, wo dieser ihn am stärksten sieht. Wir dulden nicht, dass er, während seine Kollegen um den Klassenerhalt kämpften, nicht im Stadion anwesend war und das Team nicht unterstützt hat.”

Wie lange Walace nicht mit der ersten Mannschaft trainieren wird hängt laut Peters ganz von ihm selbst ab: “Wenn er sein Fehlverhalten reflektiert hat, kann er in einem Gespräch wieder auf den Trainer zugehen.”

Papadopoulos droht ebenfalls eine Suspendierung

Walace ist jedoch nicht das einzige HSV-Sorgenkind. Auch Kyriakos Papadopoulos droht Ärger, der Grieche hatte sich nach dem Berlin-Spiel “unangemessen gegenüber dem Verein und seinen Mitspielern” verhalten. Der 26-jährige ist derzeit jedoch mit der griechischen Nationalmannschaft unterwegs, nach dessen Rückkehr wird es ein persönliches Gespräch mit dem Innenverteidiger geben, danach wird der HSV über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Eine Suspendierung wie bei Walace ist dabei nicht ausgeschlossen.