Protest gegen RB Leipzig: Torwart Gikiewicz appelliert an Union-Fans

Union Ultras hassen RB Leipzig

Union Berlins Keeper Rafal Gikiewicz hat kein Verständnis für den Protest der eigenen Fans. (Foto: foto2press)

Über viele Jahre hat der 1. FC Union Berlin von der ersten Bundesliga geträumt, am kommenden Sonntag ist es endlich soweit. Und doch herrscht nicht nur Vorfreude auf das erste Match in der höchsten deutschen Spielklasse – und Schuld daran ist der Spielplan. Die Planer der DFL haben dem Aufsteiger am 1. Spieltag ausgerechnet ein Heimspiel gegen das von vielen Union-Fans verhasste RB Leipzig zugeteilt. Die Berliner Ultras haben inzwischen angekündigt, aus Protest gegen den ungeliebten Brause-Club einen Stimmungs-Boykott durchzuführen. Das wiederum gefällt Unions Keeper Rafal Gikiewicz überhaupt nicht. Zuspruch erhalten die Fans hingegen von Routinier Neven Subotic.

Wenn am kommenden Sonntag um 18 Uhr das Duell zwischen Union Berlin und RB Leipzig angepfiffen wird, dann gleicht das Stadion an der Alten Försterei ausnahmesweise mal keinem Tollhaus. Obwohl es für den gesamten Verein eine historische Partie ist, werden die Union-Fans in den ersten 15 Minuten keinen Ton von sich geben. Eisiges Schweigen als Protest gegen den Gegner.

RB Leizig für Union-Fans ein rotes Tuch

Der mit den Milliarden des Brause-Herstellers Red Bull künstlich aufgepumpte und in die erste Liga gehievte Retorten-Verein RB Leipzig ist vielen Fans ein Dorn im Auge. Bei Union Berlin, wo Tradition, Leidenschaft und antikommerzielle Werte des Fußballs besonders wichtig sind, ist die Ablehnung – ähnlich wie bei Borussia Dortmund – besonders groß.

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Ultras werden 15 Minuten lang still sein

Die Union-Ultras kündigten im Internet daher an, eine “optische Aktion” vorzubereiten und außerdem “als Zeichen des Unmuts die ersten 15 Minuten des Spiels zu schweigen”. Dass dies ein Nachteil für die eigene Mannschaft sein dürfte, hat Berlins Keeper Rafal Gikiewicz jetzt öffentlich kritisiert.

“Wird uns nicht helfen”

Euer geplanter Boykott ist nicht gut für uns Spieler. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das unser Platz ist, unser Haus! Ich will einfach nur mit eurer Hilfe gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen”, schrieb der 31-Jährige bei Instagram.

Nach 15 Minuten soll die Post abgehen

Auch Trainer Urs Fischer ist nicht begeistert von der Aktion der Fans. Der Schweizer erwartet eine “komische Situation”. Er sei froh, dass sich der Boykott zumindest nur auf die erste Viertelstunde beziehe, so Fischer. Kapitän Christopher Trimmel hofft darauf, dass es “nach 15 Minuten dann so richtig kracht”.

Subotic stellt sich hinter die Ultras

Rückendeckung erhielten die Unioner Ultras hingegen von Neven Subotic. Der Neuzugang äußerste Verständnis für die eigenen Fans, auch wenn ihm bewusst sei, dass dies ein “sehr, sehr hoher Preis” sei.

Der ehemalige Meisterspieler von Borussia Dortmund hofft, dass die Botschaft auch gehört wird: “Ich bin zwar grundsätzlich dafür, dass man am besten einen anderen Weg geht, um zu protestieren. Denn als Spieler wünscht man sich in einer perfekten Welt immer 90 Minuten Vollgas. Aber ein Protest, der nicht wehtut, kommt meistens nicht so an und ist eher ein Luxusprotest.”

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Union am Sonntag krasser Außenseiter

Rein sportlich wird die Aufgabe gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Leipzig ohnehin knifflig genug. Die Gäste aus Sachsen gehen mit einer Betway-Quote von 1,75 als klarer Favorit in das Spiel. Wer auf einen Heimsieg von Union wettet, kann sich bei Betway die starke Quote von 4,33 sichern.

 

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