Überraschung: Sascha Hildmann ist neuer Coach in Kaiserslautern

Hildmann neuer Trainer beim FCK - Härtel hat abgesagt

Sascha Hildmann übernimmt ab sofort den 1. FC Kaiserslautern und soll den Traditionsclub zurück in die 2. Bundesliga führen. (Foto: foto2press)

Überraschende Entscheidung auf dem Betzenberg: Der 1. FC Kaiserslautern hat Sascha Hildmann als neuen Cheftrainer vorgestellt. Der 46-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2020 und leitete bereits am Donnerstagnachmittag sein erstes Training. Die Verpflichtung des ehemaligen Trainers der SG Sonnenhof Großaspach kam auch für Club-Insider völlig unerwartet, denn eigentlich galt der Ex-Magdeburg-Coach Jens Härtel als Favorit auf den Job.

Sascha wer? Selbst einige eingefleischte Experten für die zweite und dritte Bundesliga mussten erst einmal nachschlagen, wen der FCK da aus dem Hut gezaubert hat. Hildmann hatte zuletzt für ein gutes Jahr den Drittligisten Sonnenhof-Großaspach trainiert, wurde dort aber Anfang Oktober entlassen. Für Hildmann spricht vor allem sein Stallgeruch: Der 46-Jährige ist in Kaiserslautern geboren und war schon als Spieler für den FCK aktiv.

Hildmann fühlt sich geehrt

Bei seiner Vorstellung war Hildmann deshalb anzumerken, welche Bedeutung die neue Aufgabe für ihn hat. Der neue Coach der Roten Teufel sprach von einer „großen Ehre“ und machte aus seiner Freude auch gar keinen Hehl: „Ich bin aufgewachsen in dieser Stadt und weiß um die Wichtigkeit des Vereins. Für mich ist es das Größte, hier Trainer zu sein.“ Hildmann wird bereits am Samstag beim Heimspiel gegen die Würzburger Kickers sein Debüt als FCK-Trainer geben.

Aufstieg bleibt das Saisonziel

Die aktuelle Drittliga-Saison ist für den Pfälzer Traditionsclub eine einzige Enttäuschung. Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg und einer herben 0:5-Packung in Unterhaching war Trainer Michael Frontzeck am vergangenen Wochenende beurlaubt worden. Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt bereits zehn Punkte. FCK-Geschäftsführer Martin Bader erklärte bei der Vorstellung von Hildmann, dass der Verein trotzdem noch den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga anstrebt: „Wir haben immer gesagt, dass der 1. FC Kaiserslautern alles dafür tun muss, im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden. Es bleibt dabei.“

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War Härtel eigentlich die Wunschlösung?

Überraschend war die Entscheidung für Sascha Hildmann allemal. Denn nicht nur das Fachmagazin kicker hatte berichtet, dass der Wunschkandidat der FCK-Bosse eigentlich Jens Härtel hieß. Der 49-Jährige war erst vor wenigen Wochen beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg entlassen worden – was dort für großen Ärger bei den eigenen Fans gesorgt hatte. Offenbar hatte Härtel ein konkretes Angebot aus Kaiserslautern auf dem Tisch, wollte aber so kurz nach seinem Aus in Magdeburg noch keinen anderen Club übernehmen.

Hildmann denkt nur an Samstag

Ob der FCK tatsächlich in dieser Saison nochmal ganz oben angreifen kann, spielt für Sascha Hildmann aktuell keine Rolle. In der Mannschaft stecke zwar „viel Potenzial“, die volle Konzentration gilt aber zunächst mal dem Samstag: „Ich denke noch nicht an viele andere Dinge, sondern nur an das Würzburg-Spiel. Wichtig ist, einen Zugriff auf die Mannschaft zu bekommen.“ Um die Partie erfolgreich zu gestalten, wird sich Hildmann eng mit den beiden Co-Trainer Alexander Bugera und Gerry Ehrmann abstimmen – beide werden auch unter Hildmann an Bord bleiben.

Miese Stimmung: FCK sagt Weihnachtsfeier ab

Am Rande der ersten Pressekonferenz mit Hildmann wurde im Übrigen bekannt, dass der 1. FC Kaiserslautern die eigentlich für Samstagabend geplante Vereins-Weihnachtsfeier abgesagt hat. Offenbar ist die gesamte Stimmung auf dem Betzenberg einfach zu schlecht. „Wir haben gerade 0:5 verloren und den Trainer gewechselt. Da hinzugehen und sagen: Wir feiern jetzt das Jahr 2018, das ist für mich das völlig falsche Signal“, erklärte Martin Bader auf Nachfrage.

Gegen Würzburg leicht favorisiert

Die Partie gegen Würzburg dürfte für den FCK so oder so richtungsweisend sein. Gelingt am Samstag kein Heimsieg, ist der Zug nach oben wohl endgültig abgefahren. Gewinnt Kaiserslautern allerdings das erste Spiel unter dem neuen Trainer, könnte dies wieder Euphorie auslösen und eine Initialzündung für den Rest der Saison sein. Bei den Buchmachern ist der FCK mit einer Betsson-Quote von 2,24 jedenfalls leicht in der Favoritenrolle.

 

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