Die Fans von Borussia Dortmund dürfen wieder hoffen: Jadon Sancho könnte tatsächlich vor einer Rückkehr zum BVB stehen. Nachdem in den vergangenen Wochen vor allem die AS Rom als Favorit auf eine Verpflichtung gehandelt wurde, ist nun klar: Der 25-Jährige wird nicht in die italienische Hauptstadt wechseln. Nach Informationen von Transfer-Experte Gianluca di Marzio kam es zwar zu einem intensiven Gespräch zwischen Romas Sportdirektor Frederic Massara und Sanchos Berater, doch am Ende scheiterte eine Einigung.
Damit bleibt die Zukunft des Offensivspielers weiterhin völlig offen – und Dortmund rückt wieder stärker in den Fokus. Inzwischen kann man sogar sagen: Eine erneute BVB-Rückkehr wird immer wahrscheinlicher.
Roma schaltet um – und wirft Auge auf Chelsea-Talent
Die Römer wollen sich stattdessen um Tyrique George bemühen. Der 19-jährige Linksaußen stammt aus der Jugend des FC Chelsea und gilt als großes Talent. Für die Londoner kam er bereits in der Klub-WM zum Einsatz und erzielte dabei sogar ein Tor. In der Premier League brachte er es in der vergangenen Saison immerhin auf 24 Pflichtspiele.
Interessant: Sowohl George als auch Sancho werden vom gleichen Berater vertreten – dieser soll laut italienischen Medien eine zweistellige Millionenprovision für einen Sancho-Deal gefordert haben. Die Roma scheint nun eher bereit, diese Summe in das Chelsea-Talent zu investieren, statt auf den deutlich teureren Sancho zu setzen.
Manchester United drängt auf Sancho-Verkauf
Dass Manchester United seinen einstigen Rekordtransfer loswerden will, ist kein Geheimnis. Die Red Devils sollen bereit gewesen sein, Jadon Sancho für rund 19 Millionen Euro Ablöse nach Rom ziehen zu lassen – durch Bonuszahlungen hätte die Summe noch auf 24 Millionen anwachsen können.
Viel wichtiger für Manchester United: Man würde das hohe Gehalt Sanchos einsparen. Angeblich verdient Sancho bei ManU rund 17 Millionen Euro pro Jahr. Doch der Offensivmann selbst konnte sich mit einem Wechsel in die Serie A offenbar nicht anfreunden.
Erinnerungen an goldene BVB-Zeiten
Zwischen 2017 und 2021 war Sancho einer der prägendsten Spieler im schwarz-gelben Trikot. In 137 Bundesligaspielen sammelte er beeindruckende 50 Tore und 64 Vorlagen. Sein Wechsel zu United für 85 Millionen Euro sollte den nächsten Karriereschritt bedeuten, doch dort blieb er hinter den Erwartungen zurück.
Eine Leihe zum FC Chelsea in der vergangenen Saison brachte zwar einige Einsätze, mündete aber nicht in einer festen Verpflichtung. Nun steht der Offensivkünstler erneut am Scheideweg – und Dortmund ist plötzlich wieder eine realistische Option.
BVB verhandelt bis zur letzten Minute
Laut dem spanischen Journalisten Aarón Ramiro hat es zuletzt erneut Gespräche zwischen den Verantwortlichen des BVB und Sanchos Umfeld gegeben. Offizielle Details drangen nicht nach außen, doch allein die Tatsache, dass man sich noch einmal zusammensetzte, zeigt: Dortmund beschäftigt sich ernsthaft mit einem Comeback.
Trainer Niko Kovac gilt zwar intern als skeptisch, da sein System ohne klassische Flügelspieler auskommt. Dennoch hält man sich die Möglichkeit offenbar bis zum allerletzten Tag des Transferfensters offen.
Finanzielles Risiko für den Verein
Ein Sancho-Transfer wäre allerdings ein Kraftakt. Der Engländer kassiert bei Manchester angeblich rund 16 Millionen Euro pro Jahr – Summen, die Dortmund in dieser Form kaum stemmen kann. Sancho selbst scheint zudem nicht bereit, auf größere Teile seines Gehalts zu verzichten, auch nicht für den Ex-Klub, bei dem er seine größten Erfolge gefeiert hat.
Beim BVB ist deshalb bereits von einem “Sondervermögen” die Rede. Intern soll sogar die Möglichkeit diskutiert worden sein, über einen Kredit zusätzliche Mittel freizumachen. Hintergrund ist, dass man nach den Verpflichtungen von Carney Chukwuemeka und Aarón Anselmino handlungsfähig bleiben will, um mögliche Ausfälle im Kader aufzufangen.
Wenige Alternativen für Sancho
Der Druck auf den Spieler steigt. Optionen bei anderen europäischen Topklubs scheinen kaum noch vorhanden zu sein. Weder die Spur zu Juventus Turin noch die Verbindungen zu Besiktas, Tottenham oder dem FC Bayern erwiesen sich bislang als konkret.
Damit verengt sich der Kreis der möglichen Ziele zunehmend. Sollte auch Dortmund absagen, droht Sancho eine Saison auf der Tribüne in Manchester – eine Perspektive, die weder für ihn noch für United sinnvoll erscheint.
Alles spricht für eine Rückkehr nach Dortmund
Die Gemengelage ist eindeutig: Sancho braucht dringend einen Verein, der ihm sportlich eine Perspektive bietet. United möchte ihn so schnell wie möglich von der Gehaltsliste haben. Und Dortmund hat nach wie vor einen Kader, in dem Sancho trotz Kovacs Systemüberlegungen für kreative Momente sorgen könnte. Die Kontakte zwischen beiden Seiten sind eng, die Gespräche laufen bis zum Deadline Day.
Am Ende spricht vieles dafür, dass sich die Wege von Borussia Dortmund und Jadon Sancho tatsächlich noch einmal kreuzen werden. Ein Deal wäre finanziell zwar ein Wagnis, doch sportlich könnte er für beide Seiten der Befreiungsschlag werden. Aktuell deutet vieles darauf hin: In letzter Minute wird Sancho doch wieder beim BVB landen.