Erstes Duell zwischen dem FC Bayern und dem BVB – Wer holt sich den Supercup?

Bayern München

 

 

Nachdem beide Vereine in den vergangenen vier Jahren die deutsche Meisterschaft stets unter sich ausgemacht haben und sich mehrfach auch im DFB-Pokal und in der Champions League gegenüber standen, beginnt auch die Saison 2014/15 wieder mit einem Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund, den beiden unbestritten besten Mannschaft im deutschen Fußball.

 

Im Rahmen des DFL-Supercups, der eigentlich zwischen dem Meister und dem Pokalsieger ausgespielt wird, trifft der FC Bayern München am Mittwoch als Double-Gewinner auf Vize-Meister und Pokalfinalist Borussia Dortmund. Obwohl der FC Bayern rein formal Heimrecht genießt, wird im Dortmunder Signal-Iduna-Park gespielt, wo gleich im ersten Pflichtspiel der Saison die Luft brennen dürfte.

 

 Reichlich Brisanz zwischen beiden Klubs

Denn von der Rivalität auf dem Platz einmal abgesehen gab es in den vergangenen Monaten und verstärkt auch wieder in den letzten Tagen reichlich Scharmützel zwischen beiden Klubs. Aufgrund des Transfer von Mario Götze, der im Frühjahr 2013 kurz vor dem wichtigen Champions-League-Halbfinale des BVB gegen Real Madrid durchsickerte, dem ablösefreien Wechsel von Robert Lewandowski und wegen den aktuellen Spekulationen um Marco Reus ist man in Dortmund verständlicherweise nicht wirklich gut auf die Bayern zu sprechen.

 

Umso bedeutender wäre es für die Borussia, ähnlich wie beim 4:2 im letzten Jahr, den Supercup wieder für sich zu entscheiden und den Bayern zu signalisieren, dass der Weg zur erneuten Meisterschaft diesmal deutlich beschwerlicher wird als im abgelaufenen Spieljahr, in dem die Münchner schon nach 27 Spieltagen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen waren.

Beide Teams wohl weitgehend ohne Weltmeister

Weil drei bzw. vier Tage nach dem Supercup die von beiden Trainern höher gewichtete erste Runde im DFB-Pokal mit nicht einfachen Spielen des BVB bei den Stuttgarter Kickers und der Bayern bei Preußen Münster ansteht, wird es wie gewohnt auch diesmal im Falle eines Unentschiedens keine Verlängerung, sondern sofort ein Elfmeterschießen geben.

 

Generell ist nicht damit zu rechnen, dass beide Teams in Bestbesetzung antreten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass beide Trainer die zum Teil erst letzte Woche ins Training eingestiegenen WM-Teilnehmer nur spärlich einsetzen werden. Gerade beim FC Bayern, der auf die angeschlagenen Franck Ribery und Rafinha sowie den im Aufbautraining befindlichen Thiago Alcantara verzichten muss, wird Trainer Pep Guardiola allerdings gar keine andere Möglichkeit bleiben, als einige seiner Nationalspieler aufzubieten. Sogar der eine oder andere Weltmeister kann aufgrund des durch die Ausfälle dezimierten Kaders nicht geschont werden, will Guardiola seine Elf nicht mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen.

 

Beim BVB sind die in Brasilien nicht eingesetzten Weltmeister Roman Weidenfeller, Erik Durm, Kevin Großkreutz und Matthias Ginter schon etwas früher als eigentlich vorgesehen ins Training eingestiegen und eher bereit für einen Einsatz als ihr erst seit wenigen Tagen wieder voll trainierender Kollege Mats Hummels und die Münchner Weltmeister. Ob das Quartett aber zum Einsatz kommt, ist trotz des Fehlens der noch verletzten Marco Reus, Ilkay Gündogan und Nuri Sahin fraglich. Denn durch die Transfers dieses Sommers verfügt Trainer Jürgen Klopp inzwischen über einen auch in der Breite sehr gut besetzten Kader, der es zulassen würde, auf Großkreutz und Co. erst einmal zu verzichten.

 

Besonders im Blickpunkt steht beim Supercup natürlich Robert Lewandowski, der sein erstes Pflichtspiel im Bayern-Trikot ausgerechnet an alter Wirkungsstätte bestreiten wird. An seiner Seite sind mit dem spanischen Linksverteidiger Juan Bernat und Sebastian Rode zwei weitere Neuzugänge in der ersten Bayern-Elf zu erwarten. Beim BVB könnten das als Lewandowski-Ersatz verpflichtete Duo Adrian Ramos und Ciro Immobile als Doppelspitze und damit in einer neu einstudierten taktischen Variante auflaufen.