Chemnitzer FC: Hat der Traditionsclub noch eine Zukunft im Profifußball?

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Infrastruktur, Fans, Umfeld – eigentlich ist beim Chemnitzer FC alles bundesligareif. Wann steigt der Club endlich wieder auf? (Foto: Shutterstock)

Der Chemnitzer FC ist in der ostdeutschen Fußball-Landschaft noch immer ein großer Name. Wer sich jedoch derzeit im Stadion „An der Gellertstraße“ umschaut, erlebt Fußball-Tristes pur. Zu den Regionalliga-Spielen der Himmelblauen verirren sich keine 2.000 Fans im weiten Rund. Kann der traditionsreiche Verein in den naher Zukunft in den deutschen Profifußball zurückkehren? Wir haben uns die aktuelle Situation der Sachsen genauer angeschaut.

Der CFC hat sich in den zurückliegenden Jahren als Fahrstuhl-Mannschaft gezeigt. Nach dem ersten Abstieg aus der 3. Liga 2018, schaffte die Elf die sofortige Rückkehr, um dann 2020 abermals recht sang- und klanglos abzusteigen.

Die aktuelle Situation beim Chemnitzer FC

Das Spieljahr 2020/21 wurde in der Regionalliga Nord-Ost bekanntlich aufgrund der Corona-Problematik abgebrochen.

In der laufenden Spielzeit ist der Chemnitzer FC nach 18 Spieltagen auf dem 9. Tabellenplatz zu finden. Die Mannschaft von Trainer Daniel Berlinski hat sieben Mal gewonnen, sieben Mal unentschieden gespielt und vier Mal verloren. Mit dem Aufstiegsrennen haben die Chemnitzer 2021/22 definitiv nichts zu tun.

Unsere Prognose für die Chemnitzer FC

Die Himmelblauen haben einen sehr, sehr jungen Kader. In Sachsen wird augenscheinlich auf die Zukunft gesetzt. Mehrere Spieler des Profiteams kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Die Vorgehensweise der Verantwortlichen in Chemnitz mag lobenswert sein, ist aber richtigerweise eigentlichen den fehlenden Finanzen geschuldet. Der Verein ist nach wie vor nicht auf Rosen gebettet.

Schaut man sich das derzeit vorhandene Spielermaterial an, wird klar, dass in den kommenden zwei, drei Spielzeiten mit Sicherheit nicht mit einem Aufstieg in die 3. Liga zu rechnen ist. Ob der Verein mittelfristig wieder oben angreifen kann, wird die weitere Entwicklung zeigen.

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Für den Chemnitzer FC spricht, dass der Verein ein sehr gutes Umfeld hat. Das neue moderne Stadion „An der Gellertstraße“ verdient eigentlich höherklassigen Fußball. Zudem besitzt der CFC ein sehr gutes Nachwuchsleistungszentrum, eines der besten seiner Art in Ostdeutschland.

Die Geschichte des traditionsreichen Chemnitzer FC

Der heutige Chemnitzer FC wurde 1966 als FC Karl-Marx Stadt gegründet. In den Jahren zuvor liefen die Fußballer der Stadt als BSG Chemie bzw. als Motor West Karl-Marx Stadt auf. Bereits vor der offiziellen Vereinsgründung haben die Sachsen Mitte der 60iger Jahre erstmals die Himmelblauen Trikots übergestreift, die bis heute das Markenzeichen sind.

Nur ein Jahr nach der Vereinsgründung hat der Club seinen größten, sportlichen Erfolg gefeiert. Der FC Karl-Marx Stadt wurde 1967 zum ersten und einzige Mal DDR-Meister.

Goldene Zeiten unter Trainer Hans Meyer

Richtig stark waren zudem die Wende-Jahre unter Trainer Hans Meyer. In der Saison 1989/90 holte sich der Club die Vizemeisterschaft. Im UEFA-Pokal des gleichen Jahres ist der FC Karl-Marx Stadt bis ins Achtelfinale marschiert. Nach Erfolgen den Boavista Porto und dem FC Sion scheiterten die Sachsen erst an Juventus Turin.

Nach der Wende spielten die Chemnitzer noch einige Jahre in der 2. Bundesliga, ehe der seichte Absturz erfolgte, der 2018 in der Insolvenz gipfelte. Finanziell ist in Sachsen mittlerweile, wieder alles im Lot, sportlich jedoch eher nicht.

Weltstars wie Michael Ballack kommen aus der Chemnitzer Schule

Nicht vergessen möchten wir abschließend die Spieler. Aus der Chemnitzer Fußballschule kommen mehrere Akteure, die später höherklassig gespielt haben. Der Chemnitzer schlechthin ist natürlich Michael Ballack. Der ehemalige Spielführer der Nationalelf hat seine Fußball-Grundlagen in Chemnitz erlernt.

Weitere bekannte Ehemalige sind zum Beispiel Peer Kluge (u.a. Borussia Mönchengladbach), Rico Steinmann (1. FC Köln), Ingo Hertzsch (u.a. Hamburger SV), Steffen Karl (u.a. Borussia Dortmund) sowie Silvio Meißner und Heiko Gerber (beide VfB Stuttgart).