Deutsche U21-Nationalelf bei Olympia: Wird Mats Hummels nominiert?

Hummels zu Olympia 2020

Mats Hummels von Borussia Dortmund steht im vorläufigen Kader der deutschen Olympia-Mannschaft. (Foto: foto2press)

In allzu vielen Ballsportarten wird Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio (22. Juli bis 8. August 2020) nicht vertreten sein. Auf jeden Fall qualifiziert sind allerdings die Fußballer, die bei Olympia – wie auch alle anderen Nationen – traditionell mit der U21-Nationalmannschaft antreten. Es gibt allerdings auch eine Besonderheit: Bundestrainer Stefan Kuntz darf insgesamt drei ältere Spieler für seinen Kader nominieren.

Bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro waren das beispielsweise Lars Bender, Sven Bender und Nils Petersen. Damals scheiterte Deutschland erst im Endspiel und holte die Silbermedaille. Aber nicht nur deswegen bezeichnen Petersen und die Bender-Zwillinge die Olympia-Erfahrung als absolutes Highlight ihrer Karriere. Kein Wunder also, dass bereits jetzt gerätselt wird, welche drei gestandenen Profis von Kuntz diesmal mitgenommen werden.

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50 Spieler im vorläufigen Kader

Jetzt musste ein erster Kader von rund 50 Spielern der NADA (nationale Anti-Doping-Agentur) gemeldet werden – und erste Namen sind bereits durchgesickert. Die vollständige Liste wurde zwar noch nicht veröffentlicht, aber Coach Stefan Kuntz hat bereits einige Akteure namentlich genannt.

Müller und Hummels auf der Liste

Darunter sind prominente Spieler wie Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Davie Selke (Hertha BSC), Max Kruse (Fenerbahce Istanbul) und Sandro Wagner (Tianjin Teda). Völlig überraschend stehen aber auch zwei Weltmeister von 2014 auf der Liste: Thomas Müller (Bayern München) und Mats Hummels (Borussia Dortmund).

Beide wurden vor knapp einem Jahr von Joachim Löw aus der A-Nationalmannschaft gestrichen – unter nicht allzu harmonischen Umständen. Vor allem bei Hummels wird seitdem immer wieder über ein Comeback spekuliert.

Kuntz benennt Kriterien

“Die drei älteren Spieler werden wir erst ganz zum Schluss festlegen – als letztes Puzzleteil. Wir müssen nach der Saison analysieren, auf welchen Positionen wir dann noch Bedarf haben. Die Frage ist auch: Welche Typen fehlen uns? Wer kann die junge Mannschaft anführen? Und wer hat schon Turniererfahrung?”, so Kuntz in einem aktuellen Interview.

Hummels als idealer Abwehrchef der Olympia-Mannschaft?

Das klingt ganz so, als wäre Mats Hummels die Idealbesetzung als Abwehrchef bei Olympia 2020. Allerdings könnte da ein Problem auftauchen: Nur einen Monat früher findet die Europameisterschaft statt. Sollte Niklas Süle (Kreuzbandriss) nicht rechtzeitig fit werden und vor der EM weiterhin Personalnot in der Defensive herrschen, rechnen viele Experten mit einem Hummels-Comeback im A-Nationalteam unter Jogi Löw.

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Vereine müssen ihr Okay geben

Dass ein Spieler sowohl die EM als auch die Olympischen Spiele bestreitet, ist ausgeschlossen – das hat der DFB bereits so festgelegt. Darüber hinaus soll der Olympia-Kader möglichst ausgewogen besetzt sein, betonte Kuntz: “Es sollen Spieler aus möglichst vielen Vereinen dabei sein. So dass kein Club besonders bevorteilt oder benachteiligt wird.”

Und es gibt noch einen weiteren Aspekt: Im Gegensatz zu offiziellen Turnieren der FIFA oder UEFA gibt es für die Vereine bei Olympischen Spielen keine Abstellungspflicht. Jeder Club muss also zunächst grünes Licht geben, bevor ein Spieler vor der neuen Bundesliga-Saison ein womöglich kräftezehrendes Turnier in Tokio bestreitet.

 

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