Manuel Neuer: Ich habe den Glauben nie verloren

FC Bayern: Comeback von Manuel Neuer verzögert sich
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Manuel Neuer fährt zur WM 2018 nach Russland und das als Nr. 1 im deutschen Tor. In den vergangenen Wochen und Monaten gab es viel Diskussionen rund um Neuer und dessen WM-Teilnahme. Der 32-jährige selbst hat sich nach der Bekanntgabe des finalen deutschen WM-Aufgebots erstmals selbst ausführlich zu seiner aktuellen Situation und zu seiner langen Verletzungspause geäußert. Der Bayern-Profi hat eigenen Aussagen zu Folge nie den Glauben daran verloren an der WM teilzunehmen.

Es gibt wohl wenige Profis die mit nur vier Pflichtspielen in der abgelaufenen Saison den Sprung zur WM 2018 geschafft hätten, einer davon heißt Manuel Neuer und wird bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Russland als deutsche Nr. 1 und Mannschaftskapitän der DFB-Elf zwischen den Pfosten stehen. Neuer hat am vergangenen Wochenende nach knapp 600 Tagen sein Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert und ist unter Bundestrainer Joachim Löw, trotz seiner langen Verletzungspause, absolut gesetzt.

Manuel Neuer: Jedes Training bringt mich weiter

Anders als Bundestrainer Joachim Löw stand Manuel Neuer am Montag nach Bekanntgabe des finalen deutschen WM-Aufgebots den Journalisten Rede und Antwort. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass Neuer an einer PK teilgenommen hat und sich ausführlich über die letzten Monate und seine Verletzung geäußert hat. Neuer macht kein Geheimnis daraus, dass die vergangenem knapp neun Monate alles andere als einfach für ihn persönlich waren: “Die Zeit reicht nicht, um die ganze Reha und die komplette Gefühlswelt zu beschreiben. Man hat gute und schlechte Zeiten in der Reha. Es war eine lange und harte, aber auch schöne Zeit. Das Arbeiten mit den Trainern und Physiotherapeuten hat mir viel Spaß gemacht. Ich hatte immer den positiven Gedanken im Kopf. Wäre das nicht der Fall gewesen, wäre ich jetzt nicht hier. Meine Teamkollegen haben mir ein sehr ehrliches Feedback gegeben. Das ist mir sehr wichtig.”

Der 32 Jahre alte Torhüter betonte, dass er auf einem guten Weg sei: “Ich stehe grundsätzlich gut da. Ich habe eine englische Woche mit den zwei Spielen gegen die U20 und gegen Österreich hinter mir. Auch die letzten zehn Tage im Training mit dem FC Bayern waren wichtig für mich. Jedes Training bringt mich weiter.”

Bundestrainer Löw hat bereits vergangene Woche bestätigt, dass Neuer nur als Nr. 1 nach Russland mitfährt. Sein Verhältnis zu Marc Andre ter Stegen, der nun wieder ins zweite Glied rücken muss sieht Neuer durch die Entscheidung von Löw nicht gefährdet: “Der Austausch findet täglich statt. Wir trainieren und reden miteinander. Jeder Spieler möchte spielen. Er hat eine überragende Saison in Barcelona gespielt und ist eine große Stütze für unsere Mannschaft.”