Neymar spricht Klartext: Kein Wechsel zu Real Madrid

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Lange hielt sich das Gerücht, Superstar Neymar würde zu Real Madrid wechseln. Nach dem Wechsel von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin schien der Weg endgültig frei zu sein. Nun steht allerdings fest, dass der 222-Millionen-Mann in Paris bleiben wird. Die Begründung lieferte er selbst.

Erst gestern kamen erneut einige Meldungen über die Ticker, Real-Präsident Florentino Perez möchte Neymar lieber heute als morgen verpflichten. Auch Neymar schien wieder in die spanische Primera Division wechseln zu wollen. Doch nun die Kehrtwende: Der Brasilianer spielt weiterhin für Paris Saint-Germain in Frankreich. Immerhin hat er noch große Pläne mit PSG.

„Ich bleibe, ich habe noch Vertrag“, so Neymar in seinem ersten TV-Interview nach dem WM-Aus mit Brasilien in Russland. „Ich bin wegen einer Herausforderung, wegen neuer Dinge, eines Ziels dorthin gewechselt. Daran hat sich nichts geändert.“ Das Interview gab der 26-jährige Superstar im Rahmen eines Benefiz-Events für eine Kinderstiftung in Sao Paulo. Neymar versprach „eine erfolgreiche Spielzeit“ unter dem neuen Coach Thomas Tuchel – „mit hoffentlich einem bislang noch nie erreichten Titel“. Klar, dass Neymar damit die Champions League meint, die für Paris mittlerweile wichtiger als die heimische Liga geworden ist.

Doch ist ein Wechsel zu Real Madrid damit endgültig vom Tisch? „Das Thema nervt, dabei weiß doch jeder um die Zuneigung, die ich für den Präsidenten, das Land und die Fans hier empfinde“, so Neymar unmissverständlich. Mit dem Präsidenten meint er den mächtigen Katari Nasser Al-Khelaifi, der vor einem Jahr Neymar zum Rekordmann machte. Damals wechselte der Stürmer für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain. Der Brasilianer holte in seiner ersten Saison zwar alle nationalen Titel (Ligapokal, Pokal, Meisterschaft) – in der Champions League gingen die Pariser aber erneut leer aus. Bis zu einer schweren Verletzung absolvierte Neymar 30 Pflichtspiele (28 Tore, 16 Vorlagen). Vier Titel seien mit diesem Kader von „hoher Qualität“ absolut möglich, so der Angreifer.

Neymar nimmt Schauspieleinlagen mittlerweile mit Humor

Auch über seine Teamkollegen sprach Neymar ausführlich. Neu-Weltmeister Kylian Mbappé (19) wurde von Neymar als „Phänomen“ geadelt. Er sagte außerdem, er wäre mit dem Supertalent während der WM in Russland in regem Kontakt gestanden. Auch auf einen Neuzugang freut sich Neymar ganz besonders: Gianluigi Buffon, der im Alter von 40 Jahren Juventus Turin verließ, um in Paris nochmal ein neues Abenteuer zu suchen. Es sei „eine Ehre, mit ihm die Kabine zu teilen“, so Neymar über den italienischen Star-Torwart. „Er kann uns viel geben und wir hoffen, dass er uns an seiner Erfahrung teilhaben lässt.“

Auch auf die arg theatralischen Szenen bei der Weltmeisterschaft ging Neymar im Interview ein. Er sei nach den vielen Reaktionen in den (sozialen) Medien „nicht stocksauer“, sondern möchte es eher mit Humor nehmen. Immerhin: Er veröffentlichte sogar selbst ein „Fall-Video“ mit den Kindern aus seinem Sozialprojekt via Instagram. Die Brasilianer waren bei der Weltmeisterschaft in Russland bereits im Viertelfinale an Belgien gescheitert (1:2). Deswegen bleibe ein „bitterer Nachgeschmack, weil wir wussten, dass wir den sechsten Titel hätten holen können, weil wir ein Team hatten, das das Zeug dazu hatte“, so Neymar. Anders als noch vor vier Jahren, als Brasilien im Halbfinale mit 1:7 an Deutschland scheiterte, fiel die Kritik in der Heimat eher dezent aus. Insgesamt herrschte Konsens, dass das Team kein schlechtes Turnier gespielt habe. Neymar wurde wegen seiner Schauspieleinlagen allerdings national wie international scharf angegangen.

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