Schiedsrichter des Jahres 2018: Felix Brych und Bibiana Steinhaus

Schiedsrichter Dr. Felix Brych
Schiedsrichter Dr. Felix Brych

Abb. Schiedsrichter Dr. Felix Brych (Foto:foto2press)

Großer Erfolg für Dr. Felix Brych (42) und Bibiana Steinhaus (39): Die Unparteiischen sind am heutigen Freitag vom DFB zu den „Schiedsrichtern des Jahres“ gekürt worden. Die Entscheidung wurde von der Schiedsrichterkommission Elite bekannt gegeben.

Für Brych dürfte die Ernennung Balsam für die Seele sein: Der 42-Jährige Münchner erlebte zuletzt eine enttäuschend verlaufende Weltmeisterschaft in Russland. Zusammen mit seinen Assistenten Mark Borsch (Mönchengladbach) und Stefan Lupp (Zossen) war er nur im Gruppenspiel zwischen Serbien und der Schweiz (1:2) eingesetzt worden. Nach dem Spiel wurde er vom serbischen Trainer Mladen Krstajic (ehemaliger Bundesligaspieler in Bremen und Schalke) übel beschimpft. Der Ärger entstand, weil er angeblich einen Elfmeter nicht gab. Anschließend durfte Brych kein Spiel mehr pfeifen, obwohl die deutsche Mannschaft in der Vorrunde ausschied.

„Schade, dass er dort seine sonst so überaus erfolgreiche Saison nicht krönen konnte“, so Lutz Michael Fröhlich. Fröhlich ist der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission Elite des DFB. „Nichtsdestotrotz gebührt ihm große Anerkennung für das Geleistete und Erreichte in der Saison 2017/2018.“ Brych pfiff in der vergangenen Bundesligaspielzeit 17 Spiele. In der 2. Liga kam er drei Mal zum Einsatz. In der Champions League waren Brychs Dienste sechs Mal gefragt – unter anderem auch beim Halbfinal-Hinspiel zwischen dem FC Liverpool und dem AS Rom (5:2). Von den Bundesliga-Profis wird Brychs Spielleitung seit Jahren sehr geschätzt.

Steinhaus und Brych werden im Trainingslager geehrt

Als „Schiedsrichterin des Jahres 2018“ wurde Bibiana Steinhaus aus Bad Lauterberg im Harz ausgezeichnet. Die 39-jährige Polizistin hat die erste Saison in der 1. Bundesliga hinter sich. „Hochverdient ist einmal mehr die Auszeichnung für Bibiana Steinhaus, die sich in ihrer ersten Bundesligasaison bravourös geschlagen hat“, so DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. Ihren ersten Bundesligaeinsatz hatte Steinhaus am 3. Spieltag bei der Partie Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen (1:1). In der Bundesliga kam sie acht Mal zum Einsatz, in der 2. Liga pfiff Steinhaus sieben Spiele. In der 3. Liga musste sie in vier Partien ran. Steinhaus ist die erste Frau, die als Hauptschiedsrichterin in der 1. Bundesliga aktiv ist.

Offiziell ausgezeichnet werden Steinhaus und Brych am kommenden Samstag in Grassau am Chiemsee. Dort findet die Abschlussveranstaltung des Schiedsrichter-Trainingslagers statt. Brych unterbricht für den Festakt sogar seinen Sonderurlaub, den er aufgrund seines WM-Einsatzes bekommen hatte.

Brych uns Steinhaus schwimmen damit weiter auf einer Erfolgswelle. Beide wurden zuletzt bereits zu den „Weltschiedsrichtern 2017“ gekürt.

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