PayPal Chaos am Wettmarkt: Welche Buchmacher PayPal Zahlungen jetzt noch anbieten

Ende August hat PayPal eine Änderung seiner Nutzungsbedingungen veröffentlicht, die für Aufregung sorgt. Einfach ausgedrückt, lässt sie sich wie folgt übersetzen: Ab dem 21. Oktober 2019 ist das Online-Glücksspiel in Deutschland von der Zahlungsabwicklung ausgeschlossen. Die Verunsicherung bei den Nutzern, aber auch innerhalb der Branche ist groß. Viele Buchmacher bieten die Methode bereits nicht mehr an. Doch was ist eigentlich der Hintergrund dieser Entwicklung? Gehen PayPal und die Glücksspielindustrie nun für immer getrennte Wege? Und bei welchen Wettanbietern sind Zahlungen via PayPal aktuell noch möglich? Wir liefern Antworten, soweit es der derzeitige Stand der Dinge erlaubt und versuchen, das schwierige Thema mit dem folgenden Beitrag näher zu beleuchten.

Nutzer von Glücksspielangeboten im Internet setzen hierzulande mit Vorliebe auf PayPal. Egal ob Sportwetten oder Online-Casinos: Ein- und Auszahlungen lassen sich mit dem eWallet bequem, blitzschnell und äußerst sicher tätigen. Da zumeist schon ein PayPal-Konto vorhanden ist, kann die Transaktion wie bei jedem anderen Kauf im Internet mit einem Klick autorisiert werden. Gehört dieser Komfort bald der Vergangenheit an?

Warum ändert PayPal die Nutzungsbedingungen überhaupt?

Klar ist, dass PayPal diesen Schritt nicht aus eigenem Antrieb heraus geht. Schließlich liegt der Glücksspielumsatz in Deutschland Schätzungen zufolge bei rund 90 Millionen Euro – pro Tag! An diesem Geschäft verdienen die Zahlungsdienstleister natürlich kräftig mit. Die Änderung der Nutzungsbedingungen ist in erster Linie eine Reaktion auf die noch immer unklare rechtliche Situation bezüglich des Online-Glücksspiels hierzulande. Da sich die Politik seit Jahren nicht auf eine bundeseinheitliche Regulierung einigen konnte, besteht de facto eine Grauzone. Sowohl Online-Casinos als auch Buchmacher im Internet werden allenfalls geduldet – und dass, obwohl der Staat seit 2012 in Form der deutschen Wettsteuer jährlich Millionen Euro einnimmt.

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Vor diesem Hintergrund hatte es zuletzt immer wieder Klagen gegen Zahlungsanbieter gegeben. Einige Juristen witterten offenbar ihre Chance, so wie István Cocron von der Berliner Kanzlei CLLB. Er klagt derzeit vor dem Kölner Landgericht gegen PayPal auf die Rückzahlung von über 150.000 Euro, die sein offenbar spielsüchtiger Mandant verloren hatte. „Zahlungsdienstleister müssen grundsätzlich prüfen, ob ein Anbieter über die nötige Lizenz verfügt, bevor sie mit ihm Geschäfte machen. In der Vergangenheit ist das oft nicht geschehen“, argumentiert Cocron.

Falls PayPal in letzter Instanz zu einer Rückzahlung verurteilt wird, wären die Folgen laut Cocron gravierend: „PayPal müsste dann alle Einnahmen aus Online-Glücksspielen der letzten drei Jahre zurückerstatten“, prognostiziert der Jurist. Diese Einschätzung ist zwar mehr als fraglich, tatsächlich hatte das niedersächsische Innenministerium im Juni jedoch erstmals einem internationalen Zahlungsdienstleister untersagt, weiterhin Transaktionen für Glücksspiele durchzuführen. Insider-Informationen zu Folge soll es sich dabei um PayPal handeln.

Steigt PayPal wirklich komplett aus dem Online-Glücksspiel aus?

Das ist nach aktuellem Stand nicht zu erwarten. Wie bereits zuvor erläutert, sind die Einnahmen am deutschen Markt selbst für einen Giganten wie PayPal nicht unerheblich. Man kann davon ausgehen, dass das US-Unternehmen alles daran setzen wird, hierzulande weiterhin aktiv zu sein. Momentan ist die Situation jedoch alles andere als eindeutig. Unsere Recherchen innerhalb der Branche trugen bisher wenig zur Klärung bei. Aus rechtlichen Gründen werden kaum Details preisgegeben. Zahlreiche Anbieter sind dem Vernehmen nach noch immer in Verhandlung mit dem Zahlungsdienstleister. Offenbar wurde es hier und da versäumt, “alte” Verträge anzupassen. Bei den betreffenden Buchmachern steht PayPal daher vorerst nicht mehr zur Verfügung, weder für den Sportwetten-Bereich, noch für ein eventuell angeschlossenes Online-Casino.

Der Rückzug von PayPal betrifft in erster Linie die Sparte der Online-Casinos. Auf Grund der rechtlichen Situation ist das eWallet aktuell jedoch bei zahlreichen Anbietern gänzlich gestrichen. Nutzerkonten müssen in Zukunft strikter in einen Sportwetten- und Casino-Bereich getrennt werden, da via PayPal eingezahlte Beträge nicht für das Casino-Spiel verwendet werden dürfen. Gelder können nicht mehr zwischen den einzelnen Bereichen hin- und her geschoben werden.

Welche Buchmacher bieten PayPal weiterhin an?

Es sieht danach aus, dass einige Buchmacher auch in Zukunft kein PayPal mehr anbieten können. Bei anderen ist der Ausschluss des eWallets offenbar nur temporär. Sehr wahrscheinlich kann PayPal dort nach einer systeminternen Umstellung wieder genutzt werden. Die Redaktion von Sportwetten24 recherchiert weiterhin für Sie und hält Sie auf dem Laufenden. Folgende Buchmacher bieten PayPal aktuell noch an:

Wir sind bemüht, die obige Liste zu updaten, sobald sich Änderungen ergeben. Schauen Sie einfach regelmäßig vorbei und verpassen Sie keine Infos zum Wetten mit PayPal!

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