Eintracht Frankfurt: Bemühungen um Filip Kostic werden intensiviert

Filip Kostic
Filip Kostic

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Bei Eintracht Frankfurt sitzt der Schock nach dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals am Samstag beim SSV Ulm (1:2) nach wie vor tief. Immer mehr Skeptiker melden sich nun zu Wort, die dem Pokalsieger der Vorsaison ein richtig schwieriges Jahr prognostizieren und sogar Parallelen zum 1. FC Nürnberg ziehen, der nach dem überraschenden Gewinn des DFB-Pokals 2007 abstieg, oder zum 1. FC Köln, der sich im letzten Jahr nach 25 Jahren erstmals wieder für Europa qualifizierte und nun zweitklassig spielt.

Immerhin haben offenbar die Spieler die Zeichen der Zeit erkannt, wie die Aussagen von Mijat Gacinovic im „Kicker“ zumindest vermuten lassen. „Wir müssen so schnell wie möglich auf den alten Weg kommen, so geht es nicht weiter“, so der serbische Mittelfeldmann, der nicht der einzige Akteur war, der sich selbstkritisch äußerte.

Eher Sorgen bereitet dagegen, dass die Verantwortlichen um Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Bruno Hübner von „guten Ansätzen“ sprachen und aktuell noch keine Krisensituation gegeben sehen. Hübner deutete im „Kicker“ aber zumindest auch an, dass man intern sehr wohl noch darüber nachdenkt, den Kader weiter zu verstärken, was in der Öffentlichkeit vehement gefordert wird. „Wir beobachten den Transfermarkt. Eine unserer Stärken war es immer, dass wir nie aufgehört haben, querzudenken. Wenn die finanziellen Möglichkeiten da sind und der Spieler uns qualitativ wirklich besser macht, werden wir überlegen, ob wir noch etwas machen.“

KAuf und Ausleihe möglich

Als heißer Kandidat für die bisher qualitativ und quantitativ zu dünn besetzten Flügel gilt weiterhin der Serbe Filip Kostic, der den Hamburger SV verlassen will und auch soll. Zunächst war Kostic nur als Ersatz für Ante Rebic vorgesehen und kurzzeitig wohl kein Thema mehr, als der Kroate seinen Vertrag verlängert hat. Inzwischen steht Kostic aber laut „Bild“ wieder ganz oben auf der Agenda.

Die Gespräche wurden offenbar schon aufgenommen, wobei aktuell sowohl ein Transfer als auch eine Leihe im Bereich des Möglichen scheinen. Eine feste Verpflichtung würde die Eintracht wohl rund acht Millionen Euro Ablöse kosten, die trotz der Teilnahme an der Europa League nicht ohne Weiteres zu stemmen wären. Ein Verkauf von Marco Fabian, für den sich weiterhin Besiktas Istanbul interessiert, würde den Spielraum auf jeden Fall erhöhen.

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