Mainzer-Klubboss Kaluza zurückgetreten

Stefan Bell (1. FSV Mainz 05) enttäuscht schauend
Stefan Bell (1. FSV Mainz 05) enttäuscht schauend

Abb. Mainzer Spieler ohne Vereinsboss (foto2press)

Fußball-Bundesligist Mainz 05 steht erneut ohne Vereinschef dar. Am heutigen Mittwoch gab Johanes Kaluza bekannt, dass er sein Amt als Vereins- und Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung abtreten werde. Die Gründe nannte eher dabei in einem offenen Brief, den er an die Mitglieder des Vereins verfasste. Ein Termin für die Neuwahlen ist allerdings schon bekannt.

Johannes Kaluza war erst im Juni als Nachfolger von Harald Strutz gewählt worden, der die Geschicke des Vereins von 1988 bis 2017 leitete und danach unschön aus dem Verein ausschied, nachdem man den langjährigen Präsidenten zunächst nicht aus dem Vorstand entlasten wollte. Doch nun ist auch Kaluza sein Amt bei den Mainzern schon wieder los, wie der 63-jährige heute bekannt gab. Kaluza hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten einem Machtkampf mit den Verantwortlichen der Mainzer ausgesetzt gesehen, den er offensichtlich so nun nicht mehr weiterführen möchte. In einem offenen Brief an die Mitglieder, der auf der Vereinswebsite veröffentlicht wurde, räumte aber auch der nun ehemalige Klubchef Fehler ein: „So kam es zu Missverständnissen – zum Beispiel als ich als wirtschaftlich unabhängiger Unternehmer den Eindruck habe entstehen lassen, es ginge mir ums Geld. Es kam zu Konflikten und Auseinandersetzungen, die dem Ansehen von Mainz 05 nicht gedient haben.“

Der Schritt falle ihm sehr „schwer“, so Kaluza weiter, der vor allem den guten Ruf des Vereins in Gefahr sieht und deshalb diesen Weg für unabdingbar hält.  Dass es ihm nie ums Geld ging wollte er auch dadurch deutlich machen, dass er die, durch den Aufsichtsratsvorsitzenden beschlossene, Aufwandsentschädigung nicht in Anspruch nimmt. „Ich bitte darum, das Geld in die Jugendarbeit unseres Vereins zu investieren, die mir sehr am Herzen liegt“, so Kaluza.

„Leidenschaftlicher 05er mit Leib und Seele“ werde er aber auch ganz sicher in Zukunft noch bleiben.

Neuwahlen im Januar

Nun stehen also wieder einmal Neuwahlen bei dem Bundesligisten an, der sich in diesem Jahr wohl mit dem Abstiegskampf beschäftigen muss. Diese sollen nach Angaben der Mainzer dann am 21. Januar 2018 stattfinden. Bleibt dem Klub nur zu wünschen, dass diese Wahl dann ein wenig länger anhält, als es bei der letzten der Fall war.

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