0:4-Debakel gegen Wolfsberg: Historische Blamage für Gladbach

Gladbach Blamage Wolfsberger AC

Borussia Mönchengladbach hat am Donnerstag die höchste Heimniederlage in seiner Europapokal-Geschichte kassiert. (Foto: foto2press)

Was für eine Blamage für Borussia Mönchengladbach: Die Mannschaft von Trainer Marco Rose verlor zum Auftakt in die Europa League mit 0:4 gegen den Wolfsberger AC! Der Sieg des krassen Außenseiters aus Österreich war absolut verdient, weil die Borussia einen erschreckenden Auftritt hinlegte und den Gegner offenbar nicht ernst genommen hatte. Das wurde mit der höchsten Heimniederlage bestraft, die Gladbach jemals im Europapokal kassiert hat. Nach dieser peinlichen Leistung kann und will am Niederrhein niemand zur Tagesordnung übergehen. Sportdirektor Max Eberl kündigte bereits Konsequenzen an, denn schon am Sonntag wartet das Derby gegen Fortuna Düsseldorf.

Zwei Jahre hatten die Fans von Borussia Mönchengladbach auf die Rückkehr nach Europa warten müssen, die Vorfreude war groß und die Stimmung im Borussia-Park zumindest vor dem Anpfiff prächtig. Es dauerte allerdings nur 45 Minuten, bis die Anhänger die Schnauze voll hatten. Schon auf dem Weg in die Halbzeit wurden die Gladbacher Spieler mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht.

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Gladbacher Spieler wie auf Valium

Kein Wunder, denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aus Wolfsberg bereits mit 3:0. Die Borussia wirkte lethargisch und leidenschaftslos. Die Akteure um Kapitän Yann Sommer schlichen über den Platz, als hätte ihnen vor dem Spiel jemand eine Doppelpackung Valium in die Getränke gemixt.

Es fehlte jedes Tempo in den Aktionen, niemand übernahm Verantwortung. Der haushohe Favorit aus Gladbach schaffte es im gesamten ersten Durchgang nicht, auch nur eine nennenswerte Torchance herauszuspielen.

Wolfsberg wurde nicht ernst genommen

Ganz anders die Gäste, die von Beginn an mutig auftraten. Wolfsberg war aggressiver, spritziger und vor allem effektiver. Schon in der 13. Minute wurde Gladbachs Neuhaus von Schmid getunnelt, dessen Flanke lenkte Weissman geschickt zum 0:1 ins Netz.

Von Gladbach kam nicht mal ansatzweise eine Reaktion, das Gegentor schien die Verunsicherung nur noch größer zu machen. Hatte der ein oder andere Spieler den Gegner aus der zweitklassigen österreichischen Bundesliga vielleicht nicht ernst genommen?

Partie schon zur Pause entschieden

“Der Trainer hat die ganze Woche vor Wolfsberg gewarnt. Aber offenbar hat der ein oder andere nicht richtig hingehört. Ich kann nur hoffen, dass niemand den Gegner unterschätzt hat”, merkte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nach der Partie an.

Entschieden war das Match dann eigentlich schon vor der Pause: Liendl bediente per Freistoß Leitgeb, der per Kopf zum 0:2 traf (32.). Und wenig später war es Ritzmaier, der einen Fehler von Sommer zum 0:3 ausnutzte (41.).

Fans verlassen vorzeitig das Stadion

Wer auf Gladbacher Seite jetzt auf die große Wende in der zweiten Hälfte gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Von den Hausherren kam weiterhin gar nichts, die Leistung war in jeglicher Hinsicht erschreckend. Erst in der 60. Minute (!) gab Plea den ersten ernstzunehmenden Torschuss der Borussia ab.

Wolfsberg blieb dagegen gnadenlos effizient: Wieder war es Leitgeb, der diesmal eine Ecke von Liendl zum 0:4 einköpfte (68.). Spätestens jetzt verließen viele Gladbacher Fans vorzeitig das Stadion.

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Sonntag das Derby gegen Düsseldorf

Die Qualifikation für die K.o.-Runde in der Europa League wird jetzt verdammt schwer, auch wenn Max Eberl betont: “Ich will die Gruppe noch nicht herschenken.” Die weiteren Gegner heißen AS Rom und Basaksehir Istanbul – einfacher wird es jedenfalls nicht.

Am kommenden Sonntag hat die Borussia die Chance, die eigenen Fans wieder zu versöhnen. Dann steht das Derby gegen Fortuna Düsseldorf an. Gladbach spielt zu Hause und ist mit einer Betway-Quote von 1,66 erneut der klare Favorit. Man darf gespannt sein, ob die Mannschaft eine Reaktion zeigt.

 

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