Nach Attacke gegen Streich: DFB sperrt Abraham für sieben Wochen!

Abraham Einspruch

David Abraham wird 2019 wohl kein Bundesliga-Spiel mehr absolvieren – der Eintracht-Kapitän wurde für sieben Wochen gesperrt. (Foto: foto2press)

Harte Strafe für David Abraham: Der Kapitän von Eintracht Frankfurt wurde vom DFB-Sportgericht für sieben Wochen gesperrt. Grund ist der Bodycheck gegen Freiburgs Trainer Christian Streich am vergangenen Sonntag, der bundesweit für Empörung gesorgt hatte. Dadurch wird Abraham alle restlichen Bundesliga-Spiele im Kalenderjahr 2019 verpassen, der 33-Jährige muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro bezahlen. Die sportliche Führung der Eintracht will die drakonische Strafe allerdings nicht akzeptieren und hat bereits Einspruch eingelegt. Freiburgs Vincenzo Grifo, der Abraham nach der Attacke gegen Streich ins Gesicht gefasst und ebenfalls Rot gesehen hatte, wurde für drei Partien gesperrt – auch der Sportclub protestiert dagegen. In beiden Fällen kommt es jetzt zu einer mündlichen Anhörung.

Eine einzige Szene am vergangenen Wochenende hatte die Gemüter in ganz Fußball-Deutschland erhitzt. In nach Schlussphase der Partie des SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt waren David Abraham die Sicherungen durchgeknallt. Der SGE-Kapitän wollte den Ball aus dem Aus holen, rannte dabei aber Freiburgs Coach Christian Streich absichtlich über den Haufen.

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Auch Grifo sah die Rote Karte

Darauf hin eskalierte die Situation: Fast die gesamte Freiburger Bank stürmte auf Abraham zu, auch Frankfurter Spieler mischten sich ein, für kurze Zeit musste man eine Massenschlägerei befürchten.

Schiedsrichter Dr. Felix Brych behielt jedoch kühlen Kopf. Zuerst kassierte Abraham einen Platzverweis, nach einer kurzen Überprüfung in der Review-Area sah auch Freiburgs Grifo die Rote Karte. Der 26-Jährige war zuvor bereits ausgewechselt worden, rannte in der Szene aber auf den Platz und griff Abraham wüst ins Gesicht.

Nicht der erste Ausraster von Abraham

Die jetzige Strafe für David Abraham fiel wohl auch deshalb so drastisch aus, weil der Abwehrspieler als Wiederholungstäter gilt. Schon vor drei Jahren fiel Abraham in zwei verschiedenen Partien mit brutalen Ellbogenschlägen auf – unbemerkt vom Schiedsrichter. 2017 sah er dann die Rote Karte wegen eines üblen Kung-Fu-Tritts gegen den damaligen Ingolstädter Dario Lezcano.

Hütter legt sich fest: Abraham bleibt Kapitän

Viele Experten forderten deshalb in dieser Woche, Abraham als Kapitän der Eintracht abzusetzen. Der Argentinier könne keine Vorbildfunktion mehr ausüben, so der Tenor. Frankfurts Trainer Adi Hütter stärkte Abraham allerdings den Rücken: “Ja, er hat einen Fehler gemacht. Den hat er auch eingesehen – und er hat sich bei Christian Streich sofort entschuldigt. David ist und bleibt unser Kapitän.”

Wird die Sperre reduziert?

Die Eintracht will die siebenwöchige Sperre durch den DFB jedenfalls nicht akzeptieren, es wurde unmittelbar Einspruch eingelegt. Die Chancen, dass die Strafe zumindest leicht verkürzt wird, stehen nicht schlecht. Denn in der mündlichen Verhandlung wird auch das “Opfer” Christian Streich aussagen – und der Freiburger Trainer gab sich schon direkt nach dem Spiel versöhnlich.

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“Er ist halt ein sehr emotionaler Spieler. Das darf ihm nicht passieren, aber er ist ja kein böser Kerl. Im Gegenteil: David Abraham ist ein netter Mensch – nur nicht auf dem Fußballplatz”, sagte Streich am Mittwoch mit einem Lächeln. Abraham und Streich hatten sich noch am Sonntag versöhnt und ein entsprechendes Foto über die sozialen Medien veröffentlicht.

Nächstes Match zu Hause gegen die Wölfe

Garantiert fehlen wird Abraham der Eintracht beim nächsten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am übernächsten Samstag (23. November) gastieren die Wölfe in der Commerzbank-Arena, dann ist Frankfurt mit einer Betway-Quote von 2,05 allerdings in der Favoritenrolle.

 

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